Wakegarden bereitet sich auf Öffnung des Aquaparks vor

Oyter See: Wasserspaß bis zum Sonnenuntergang

Marius und Adrian Abeck am Strand des Wakegardens am Oyter See
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Auf Wasserskiern groß geworden sind die Brüder Marius Abeck (mit Wakeboard) und Adrian Abeck (Geschäftsinhaber des Wakegardens). Letzterer ist übrigens auch offizieller Wakeboard-Bundestrainer.

Oyten – Seit Samstag ist der Wakegarden Oyten wieder für Publikum geöffnet. Die Anlage am Oyter See hält neben zwei mobilen Wasserskilifts Freizeitsport-Angebote wie Stand-Up-Paddling (SUP) und einen Aquapark als Kletterparcours für kleine und große Kinder bereit. Da sie wegen Corona den Zeitpunkt der Eröffnung nicht genau planen konnten, stecken die Geschäftsinhaber Adrian Abeck und Andreas Milski parallel noch in der Saisonvorbereitung.

Aktuell schaffen sie die Grundlage, um den Wasserspielpark mit aufblasbaren Spielgeräten in der Mitte des Sees ab Samstag in Betrieb zu nehmen. Eine Neuerung, die nicht jedem Seebesucher gefällt, ist bereits fertig: Ein Zaun, der vom Wasserskilift bis bis zur DRK- Wasserwacht reicht.

Gerne wären Abeck und Milski ohne die 1,80 Meter hohe Eingrenzung ausgekommen. Sie haben sich aber aus guten Gründen dafür entschieden. „Es sind genau zwei Gründe: Der Zaun soll die Anlage vor Vandalismus und die Leute auch vor sich selbst schützen“, sagt Andreas Milski. Leider mussten die Anlagenbetreiber und Wassersport-Fans in den vergangenen Wochen immer wieder Spuren von Vandalismus auf dem Grundstück beseitigen. Denn bei Einbruch der Dunkelheit hätten sich zu häufig Betrunkene auf das Gelände geschlichen und waren offenbar aufs Dach der DRK-Wasserwacht und den noch nicht für Besucher freigegebenen Aquapark geklettert.

Die Ergebnisse der nächtlichen Eskapaden entdeckten Milski und Abeck stets aufs Neue in den Morgenstunden – etwa durch im See herumtreibende und zerbrochene Flaschen. Zudem hätten Unbekannte kürzlich einen Tisch angezündet sowie die Rückenlehnen von Sitzbänken – die für das Surfer-Ambiente aus Wakeboards montiert waren – abgetreten und entwendet. Sachbeschädigung gab es zudem an dem neun Meter hohen Mast der Wasserskianlage. „Das ist sehr gefährlich. Wer da hochklettert, kann auch herunterfallen“, gibt Andreas Milski zu bedenken.

Die Mitglieder der DRK-Wasserwacht begrüßen die Zaun-Lösung ebenfalls. Denn das DRK-Haus sei in der Vergangenheit ebenfalls beschädigt worden. Mittlerweile ist der abgeplatzte Putz an einer Ecke des Hauses repariert und das Gebäude frisch gestrichen worden. Zudem seien die kleine Wiese und der Steg, der für die Einsätze der Rettungsschwimmer frei bleiben muss, oft von Badegästen besetzt worden. Mit einem Zaun auf Hüfthöhe ist das DRK-Heim vom Wakegarden räumlich getrennt. „Jetzt kann der Verein erst richtig arbeiten“, sagt Milski.

Der Knaus-Campingpark als Eigentümer des Geländes habe den Zaun unter der Bedingung genehmigt, dass der Zugang zum See gegeben sei, erklärt Adrian Abeck, und betont: „Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang sind wir hier und jeder kann durch das Tor hereinkommen.“

Nicht nur Kunden der Wasserski-Anlage seien ausdrücklich willkommen – die Betreiber halten auch ein gastronomisches Angebot auf dem kleinen Strandabschnitt vor. In den Holzhütten, laut Andreas Milski vergleichbar mit Bauten auf einem Weihnachtsmarkt, will das Duo Kaffee, Pizza, Flammkuchen und Crêpes anbieten. Darüber hinaus haben sie das ehemalige Bistro übernommen, wo Seebesucher sich künftig per Wohnwagenverkauf Bratwurst und Pommes holen können.

Bis zum offiziellen Saisonstart sei noch viel zu tun: Die Metallcontainer, in denen Neopren-Anzüge und Wassersportgeräte lagern, hat das Duo bereits für eine schönere Optik mit Holz verkleidet – übrigens auf Anregung eines Verwaltungsmitarbeiters der Gemeinde Oyten. Der kleine Sandstrand, der mit Eröffnung des Wakegardens 2019 erst entstanden ist, wird jährlich neu aufgeschüttet. Für die Stand-Up-Paddler soll ein kleiner Holzsteg entstehen. Um den Aquapark starten zu können, müssen die noch losen Elemente miteinander verbunden und im See verankert werden. Einige der Aufbauten sind beschädigt und müssen geflickt werden.

Mit alledem sind die Wakegarden-Betreiber derzeit 16 Stunden täglich gut beschäftigt. Zum festen Team gehört auch Marius Abeck, der nach eigenen Angaben „an der Wasserskianlage groß geworden ist“. Daran dürfte sein Bruder Adrian, der offizieller Wakeboard-Bundestrainer ist, nicht ganz unschuldig sein. Der Wakegarden beschäftigt zudem einen Auszubildenden und um die 25 Hilfskräfte, überwiegend Schüler und Studenten. „Wir brauchen aber noch Leute, auch für die Gastronomie“, sagt Abeck. Für die Saison rechnen sie mit einem Bedarf von bis zu 50 Mitarbeitern.

Für den Wakegarden Oyten bestehen weitere Pläne: Neben Freizeitsport und Gastronomie wollen Milski und Abeck Ferienbetreuungen für Kinder anbieten, wie bereits auf ihrer Anlage am Alfsee (Landkreis Osnabrück). Aufgrund des Unsicherheitsfaktors Corona wollen sie damit aber noch bis 2022 warten.

Infos und Ticket-Buchung

www.wakegarden-oyten.de

Der Aquapark ist nur eines von zahlreichen Bewegungsangeboten im Wakegarden am Oyter See.
Um sie nachts vor Vandalismus zu schützen, sichert ein Zaun die Anlage. Der Zugang zur DRK-Wasserwacht ist aber tagsüber jederzeit möglich und der Rundweg um den See bleibt frei passierbar.

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