Verein für Rinderbesamung zieht Bilanz

Weniger Betriebe haben mehr Kühe

Tierärztin Dr. Pamela Oetting-Neumann begrüßten Geschäftsführer Frank Wülbers-Mindermann, die Beiräte Günter Bruns und Jürgen Brüning sowie Vorsitzender Jürgen Ernst (von links) als Gastreferentin beim Verein für Rinderbesamung. Foto: woelki
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Tierärztin Dr. Pamela Oetting-Neumann begrüßten Geschäftsführer Frank Wülbers-Mindermann, die Beiräte Günter Bruns und Jürgen Brüning sowie Vorsitzender Jürgen Ernst (von links) als Gastreferentin beim Verein für Rinderbesamung.

Bassen - Den strukturellen Wandel in der Landwirtschaft spürt auch der Verein für Rinderbesamung im Altkreis Achim. Bei der mit rund 100 Gästen gut besuchten Jahreshauptversammlung des Vereins am Dienstagabend im Bassener Gasthaus Segelken informierte Geschäftsführer Frank Wülbers-Mindermann über die Entwicklung der Zahlen und Aktivitäten.

Danach blieb die Zahl der im Besamungsverein organisierten Milchviehhalter konstant bei 70 Mitgliedern. Auch die Kuhzahl ist stabil - sinkend ist jedoch die der Betriebe. Aber „der Trend geht dahin, dass die verbleibenden Betriebe immer größer werden“, erklärte Wülbers-Mindermann.

Laut Statistik des Geschäftsführers registrierte der Verein im vergangenen Jahr 6769 künstliche Erstbesamungen von Kühen in den Ställen der Mitglieder - 139 weniger als im Jahr davor, so Wülbers-Mindermann. Allein Tierzuchttechniker Wilfried Vajen, zuständig für einen Großteil des Vereinsgebiets, nahm 2515 Besamungen vor. Am häufigsten setzten die Techniker das tiefgefrorene Sperma der besonders gefragten Topvererber-Bullen „Silver“ und „Power Boy“ ein. Die meisten Erstbesamungen nahmen sie auf landwirtschaftlichen Höfen in der Gemeinde Oyten vor (1791), gefolgt von Einsätzen im Flecken Ottersberg (1717), in Achim (919), Rautendorf (871), Langwedel (330) und Thedinghausen (45).

Nach einem Ausblick auf die anstehende Betriebsbesichtigung und den Jahresausflug sowie der Vorstellung der soliden Finanzlage des Vereins standen Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Dabei bestätigte die Mitgliederversammlung Geschäftsführer Frank Wülbers-Mindermann sowie die Beiräte Günter Bruns, Jürgen Brüning und Reiner Mindermann in ihren Ämtern. Vereinsvorsitzender Jürgen Ernst stand turnusgemäß nicht zur Wahl an.

Im Zuge seiner Ausführungen zu aktuellen Angelegenheiten riet Wülbers-Mindermann den Landwirten, ihre Kühe gegen die Blauzungen-Krankheit impfen zu lassen. „Einige Fälle sind bereits in Süddeutschland aufgetreten. Und dass die Tierkrankheit hier zu uns kommt, ist sicher. Mit der Impfung verschaffen sich Betriebsleiter einen Vermarktungsvorteil“, erklärte Wülbers-Mindermann.

Als Gastreferentin beleuchtete Tierärztin Dr. Pamela Oetting-Neumann vom Verdener Institut für Milchuntersuchung (IfM) in der Versammlung das Thema „Management der Trockensteh- und Transitphase von Milchkühen in Boxenlaufställen in Niedersachsen“. Und wie gewohnt versorgten Zuchtinspektoren von der Masterrind GmbH in Verden die Rindviehhalter mit aktuellen Informationen.  

woe

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