Update, 19.30 Uhr: Unfallstelle geräumt

Zwei Sattelzüge kollidieren bei Oyten: A1 wieder befahrbar

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Oyten - Nach der Kollision zweier Sattelzüge ist die Autobahn 1 in Richtung Hamburg am Donnerstagvormittag zwischen Oyten und Posthausen voll gesperrt worden. Weil ein Laster auf der Mittelleitplanke zum Liegen kam, ist auch der Verkehr nach Süden beeinträchtigt.

+++ Update, 19.30 Uhr +++ Unfallstelle geräumt
Seit 19.30 Uhr ist die Fahrbahn von Bremen in Richtung Hamburg wieder frei. Die Unfallstelle wurde geräumt. Der Verkehr normalisiert sich wieder.

+++ Update, 19.15 Uhr +++ Fahrstreifen frei
Die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen meldet: Ein Fahrstreifen ist Richtung Hamburg wieder befahrbar. Die Polizei bittet Autofahrer weiterhin, die Unfallstelle weiträumig zu umfahren.

Der Unfall ereignete gegen 9.30 Uhr, wie lange die A1 nach Norden noch gesperrt sein wird, konnte ein Beamter der Autobahnpolizei Langwedel auf Nachfrage noch nicht sagen. Um 13.15 Uhr dauerte die Sperrung noch an, da auch viele geladene Tomaten von der Straße geborgen werden mussten.

Einer der beteiligten Lastwagen sei von der rechten Spur auf den Grünstreifen abgekommen und anschließend gegen den neben ihm fahrenden Lkw eines 29-Jährigen geprallt. Dieser wurde durch die Kollision auf die Leitplanke zur Gegenfahrbahn geschleudert, der 48 Jahre alte Unfallverursacher blieb mit seinem Fahrzeug auf der linken Fahrspur in Richtung Hamburg stehen.

Lastwagen-Unfall auf der Autobahn 1

 © Christian Butt
 © Christian Butt
 © Christian Butt
 © Christian Butt
 © Christian Butt
 © Christian Butt
 © Christian Butt
 © Christian Butt
 © Christian Butt
 © Christian Butt

Während die Autobahn nach Norden komplett gesperrt wurde, musste in der Gegenrichtung eine Spur für die Bergungsarbeiten gesperrt werden. Beide an dem Unfall beteiligen Fahrer wurden laut Polizeiangaben leicht verletzt. Zwei den Lastwagen nachfolgenden Autos wurden beschädigt, als sie über Fahrzeugtrümmer fuhren.

Ärger um die Rettungsgasse

Die Feuerwehr Oyten, die bei dem Unfall im Einsatz ist, klagte auf Facebook über eine vor Ort fehlende Rettungsgasse. „Es funktioniert nichts, aber auch gar nichts!!!! Zwei Kameraden laufen ca. 2 km zu Fuß um die Rettungsgasse einzuleiten und müssen sich dann noch beschimpfen lassen“, heißt es in einem Post. Es sei das Allerletzte, was dort  auf der A1 geschieht.

Die Polizei bestätigte in einer Meldung, dass die Rettungskräfte bei ihrer Anfahrt zum Unfallort wieder erhebliche Probleme hatten. Viele Verkehrsteilnehmer hätten demnach keine Rettungsgasse gebildet. Am Unfallort registrierte die Polizei erneut diverse Fahrer auf der Gegenfahrbahn, die den Unfallort langsam passierten, um Fotos vom havarierten Sattelzug machen zu können.

Spürbare Bußgelder für Gaffer

Die Beamten der Autobahnpolizei Langwedel haben neben der Unfallaufnahme Fotos von den Gaffern gefertigt und später Verfahren gegen sie eingeleitet.

Polizisten, die bei einem derartigen Unfall bemerken, dass andere Verkehrsteilnehmer zu Gaffern werden oder keine Rettungsgasse bilden, notieren nach Möglichkeit deren Kennzeichen. In der Regel erfolgt dann eine Anzeige und Bußgelder wegen Behinderung der Einsatzkräfte werden erhoben. 

Bei ausbleibender Bildung einer Rettungsgasse beträgt das Bußgeld mindestens 200 Euro, das dann steigt und um Fahrverbote ergänzt wird, wenn andere gefährdet wurden. Wer Unfalltote fotografiert oder Videos aufnimmt, muss künftig sogar mit Haftstrafen rechnen.

Durch den Unfall bildeten sich sowohl auf der A1 als auch auf den umliegenden Ausweichstrecken Staus und stockender Verkehr. Während der Bergung auf der Autobahn kam es ebenfalls zu einem Fahrzeugbrand im Ortskern, der die Einsatzkräfte in der Region zusätzlich belastete.

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