Führerhaus und Motor abgerissen

Gefahrgut-Unfall auf der A1 bei Oyten: Strecke wieder freigegeben

Nach einem schweren Lkw-Unfall auf der A1 ist die Autobahn in Richtung Bremen gesperrt worden. Auch eine Gefahrgutstaffel der Feuerwehr kam zum Einsatz.

Update am 16. September 2021 um 07:10 Uhr: Nachdem aufgrund des Lkw-Unfalls am Mittwochmorgen Teile des Fahrbahnbelags erneuert werden mussten, hat die Polizei am späten Mittwochabend die Vollsperrung auf der Autobahn A1 wieder aufgehoben. Nach Aufhebung der Sperrung war es zwischen den Anschlussstellen Bockel und Posthausen noch zu zähfließendem Verkehr gekommen. Inzwischen fließt der Verkehr aber wieder normal.

Update am 15. September 2021 um 20:15 Uhr: Nach dem schweren Lkw-Unfall auf der Autobahn 1 bei Oyten am Mittwochvormittag dauert die Sperrung der Richtungsfahrbahn Hamburg-Bremen vermutlich noch bis in späten Abend hinein. Im Rahmen der Aufräum- und Bergungsarbeiten waren Schäden an dem Fahrbahnbelag entdeckt worden, der nun teilweise neu verlegt werden muss. Dadurch erstreckt sich die Sperrung auch über die in diesen Minuten zu Ende gehenden Aufräum- und Bergungsarbeiten an. Der Verkehr wird weiterhin ab der Anschlussstelle Posthausen abgeleitet.

Bei dem Unfall auf der A1 wurde das Führerhaus eines der beiden Lastwagen komplett abgerissen.

Gefahrengut-Unfall auf der A1: Weiterhin erhebliche Verkehrsbehinderungen auf Autobahn und Umleitungsstrecken

Zwischen den Anschlussstellen Bockel und Posthausen herrscht auf einer Länge von aktuell zwölf Kilometern „stop-and-go“-Verkehr. Es kommt weiterhin zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen – auch auf den Umleitungsstrecken.

Erstmeldung vom 15. September 2021 um 13:38: Oyten – Auf der Autobahn 1 in Höhe Oyten ist es am späten Mittwochvormittag zu einem schweren LKW-Unfall gekommen. Ein Lastwagen ist dort auf einen anderen Truck aufgefahren. Laut Angaben der Polizei habe der 39-jährige Fahrer eines leeren Kühllasters einen wetterbedingten Stau zu spät gesehen und fuhr demnach nahezu ungebremst auf seinen bereits stehenden Vordermann auf. 

Unfall auf der Autobahn A1: Führerhaus und Motorblock komplett abgerissen – Fahrer muss schwerletzt ins Krankenhaus

Durch die Wucht des Aufpralls wurden das Führerhaus und der Motorblock des hinteren Lkw komplett abgerissen. Der Fahrer kam schwer verletzt ins Krankenhaus, hatte sich zuvor aber selbstständig aus dem völlig zerstörten Führerhaus befreien können, teilte die Polizei weiter mit. Vorsichtshalber sei auch ein Rettungshubschrauber an der Unfallstelle gelandet, wurde für den Transport des Verletzten aber nicht benötigt.

Unterdessen gelang es Ersthelfern laut Polizeiinformationen, die auflodernden Flammen des abgerissenen Motorblocks mithilfe eines Feuerlöschers zu löschen. Die Freiwillige Feuerwehr Oyten und Angehörige des Gefahrgutzuges des Landkreises Verden kümmerten sich um die zum Teil auf die Fahrbahn ausgetretene Ladung des zweiten beteiligten Lkw, dessen 30-jähriger Fahrer den Zusammenstoß unverletzt überstand.

Unfall auf A1 führt zu Sperrung ab Posthausen

Durch den Aufprall waren mehrere sogenannte Big Packs mit Titandioxid aufgeplatzt, die von den Einsatzkräften unter Schutzanzügen und schwerem Atemschutz geborgen werden mussten. Dieses Granulat würde beim Einatmen Atemwegsreizungen verursachen.

Die Autobahn 1 wurde nach dem Unfall gesperrt. Eine Gefahrgutstaffel der Feuerwehr war vor Ort.

Die Feuerwehr Oyten bat in einem Facebook-Beitrag darum, an der Unfallstelle auf das Gaffen zu verzichten. Die Höhe des entstandenen Schadens wird von der Polizei auf circa 150.000 Euro geschätzt.

Überlastete Ausweichstrecke auf Höhe der A1-Unfallstellle

Der Rückstau bei Oyten und Posthausen betrug zeitweilig bis zu 20 Kilometer, teilte die Polizei mit. Ab 13.45 Uhr sollte der vor der Unfallstelle stehende Verkehr zumindest halbseitig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Nachfolgende Verkehrsteilnehmer wurden in Posthausen von der A1 geleitet. Die Freigabe der Strecke zwischen Posthausen und Oyten verzögerte sich und solle bis etwa 19 oder 20 Uhr erfolgt sein, hieß es gegen 16.30 Uhr vonseiten der Polizei.

Als empfohlene Umleitung wurde die U26B benannt. Alle Ausweichstrecken in der Region waren aber bereits gegen 13.45 Uhr überlastet, sodass die Polizei frühzeitig und wiederholt dazu riet, die Autobahn 1 noch früher zu verlassen oder die Autobahn in Richtung Münster gar nicht erst zu nutzen.

Rubriklistenbild: © Kai Moorschlatt

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