Umfassende Fassadensanierung in Oyten / Mörtel-Professor mit hinzugezogen

Kirche ist bereits verhüllt

+
Vertreter der Kirchengemeinde, der Geldgeber und der am Bau beteiligten Handwerksfirmen und Architekten vor der verhüllten, zur Außensanierung eingerüsteten St. Petri-Kirche.

Oyten - Wer auf die Oytener Kirche schaut, sieht sofort: irgend etwas ist anders. Verhüllt und mit einem Baugerüst rundherum präsentiert sie sich zu Zeit. Vielleicht eine Kunstaktion? Nein. Der Grund ist einfach: Die Fassade wird saniert.

Die Erbauer der St. Petri Kirche gestalteten diese 1861 als kreuzförmige Saalkirche mit polygonaler Apsis und einem Westturm.

In den 50er Jahren des vorigen 20. Jahrhunderts ließ der Kirchenvorstand sie um das WC, die Leichenhalle am Turm sowie am Westgiebel ergänzen.

Das Ziegelmauerwerk der Kirchenfassade und die witterungsbedingt geschädigte Verfugung erforderten immer wieder Reparaturen. In den 50er, den 70er und den 80er Jahren setzten die Handwerker Zementmörtel ein, was teilweise zu wiederum weiteren Schäden geführt hat.

So wurden Fugen abgesperrt, das Trocknen der Ziegel dadurch verhindert und zahlreiche Steinoberflächen durch Frosteinwirkung geschädigt.

Wegen all der Schäden meldete die St. Petri-Gemeinde 2013 die Außeninstandsetzung als außerordentliche Baumaßnahme zur finanziellen Unterstützung beim Landeskirchenamt Hannover an. 2014 wurde die Zusage in Aussicht gestellt und schließlich mit voraussichtlichen Kosten von 180 000 Euro das Vorhaben genehmigt.

Weitere Unterstützung gibt es von der Klosterkammer Hannover mit 30 000 Euro und der Sparkassenstiftung mit 5000 Euro.

Unter Leitung des Amtes für Bau- und Kunstpflege Verden, vertreten durch den Bauleiter Alexander Reuter, wird nun in Abstimmung auch mit dem Mörtelsachverständigen Professor Dr. Heinrich Wigger aus Oldenburg die Fassade der Kirche behutsam instand gesetzt.

Marode Fugen werden dabei ausgeräumt und mit einem dem bauzeitlichen Bestand angeglichenen Kalkmörtel erneuert. Um Feuchtigkeit zu vermeiden, wird stark geschädigtes Steinmaterial zuvor bestandsgleich ausgetauscht.

Bei der Außeninstandsetzung sollen auch Verglasung und Anstrich der zweiflügeligen Eingangstüren aus Holz entsprechend dem Befund erneuert werden.

Voraussichtlich im November könnte das gesamte Vorhaben nach bisherigen Planungen abgeschlossen sein.

woe

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

20. Etappe: Froome hat vierten Toursieg so gut wie sicher

20. Etappe: Froome hat vierten Toursieg so gut wie sicher

Bartels trifft gegen Ex-Club, aber Werder verliert

Bartels trifft gegen Ex-Club, aber Werder verliert

Israel nimmt nach Anschlag Bruder des Attentäters fest

Israel nimmt nach Anschlag Bruder des Attentäters fest

Württemberg-Cup in Ristedt

Württemberg-Cup in Ristedt

Meistgelesene Artikel

Der brennende Mönch: Domfestspiele feiern eine überzeugende Premiere

Der brennende Mönch: Domfestspiele feiern eine überzeugende Premiere

Lautes Gebrüll im Gericht: „Mann, die da waren das!“

Lautes Gebrüll im Gericht: „Mann, die da waren das!“

Bauamtsleiter Frank Bethge hat gekündigt

Bauamtsleiter Frank Bethge hat gekündigt

Vom Männerballet bis Lucky Luke: Kirchlinter Schützen feiern unkonventionell

Vom Männerballet bis Lucky Luke: Kirchlinter Schützen feiern unkonventionell

Kommentare