Mammutaufgabe gemeistert

Tennisclub Oyten weiht neu erworbene und kernsanierte Halle ein

Sascha Erbacher
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Mit einem alten Holzschläger und einem ebenso betagten Ball (noch weiß) schoss Clubvorsitzender Sascha Erbacher symbolisch die alte Zeit in den Wind und läutete eine neue Ära beim TC Oyten ein.

Oyten – Wenn ein Sportverein wie der Tennisclub Oyten (TCO) ein Projekt mit einem Volumen von mehr als einer Million Euro stemmt, dann kann das getrost als Mammutaufgabe bezeichnet werden. Das wurde auch am Samstagnachmittag beim Festakt zur offiziellen Einweihung der nun vereinseigenen kernsanierten Tennishalle an der Kirchweyher Straße überdeutlich.

Landrat Peter Bohlmann fasste das Projekt in wenigen Worten zusammen: „Damit so eine alte Halle wieder richtig in Schuss gebracht werden konnte, war jede Menge betriebliche, rechtliche, finanzielle und handwerkliche Kompetenz nötig.“

Neben den Kosten für den Kauf des bis dato privaten Objekts samt Grundstück und Nebengebäude kamen auf den TCO auch noch rund 670 000 Euro Sanierungskosten zu. Zuschüsse flossen von der Gemeinde (203 000 Euro), dem Land 100 000 Euro), dem Landkreis (50 000 Euro) sowie aus einem Energiesparfördertopf der Bundesregierung (70 000 Euro). Die Restsumme finanziert der Verein über Kredite. „Und das alles ohne eine Beitragserhöhung“, betonte TCO-Vorsitzender Sascha Erbacher in seiner Festansprache.

Zunächst hatte Erbacher den dramatisch schlechten Zustand der alten Sportstätte beschrieben: „Teilweise liefen da die Ratten durch die Halle.“ Wie der TCO-Vorsitzende weiter erläuterte, seien nach zweijähriger Planungsphase die eigentlichen Arbeiten, vieles davon in Eigenleistung, in einem halben Jahr durchgezogen worden. Erbacher: „Einige Frauen haben ihre Männer in dieser Zeit kaum zu Gesicht bekommen. Ich bin froh, dass wir als Team diese Herausforderung gemeistert haben.“

Zahlreiche TCO-Vereinsmitglieder taten sich bei der Renovierung und Sanierung der Tennishalle als Aktivposten hervor. Sie alle wurden bei der feierlichen Einweihung mit großem Dank und Präsenten belohnt.

Ökologische Aspekte wurden bei den Umbau- und Sanierungsarbeiten ganz groß geschrieben. So „ziert“ das Dach eine Fotovoltaik-Anlage, die geldbringend verpachtet werden konnte, und die alte Ölheizung wurde durch eine moderne Pellet-Heizung abgelöst. Von der energiesparenden Beleuchtung, die mit fast 10 000 Lux per LED für taghelles Licht sorgt, konnten sich die Gäste bei der Feierstunde und dem anschließenden Tag der offenen Tür persönlich überzeugen.

Doch nicht nur die Umwelt kommt zu ihrem Recht, auch die Gelenke der Tennisspieler werden geschont, denn der ausgelegte Spezialteppichboden in leuchtendem Blau ist mit einer schwingenden Unterkonstruktion versehen.

Mit Kostproben ihres Könnens lockerten Nachwuchsakteure des Vereins den Festakt auf, wobei selbst in diesen kurzen Einlagen deutlich wurde, dass die Trainingseinheiten nicht nur stur auf Racket und Filzkugel ausgerichtet sind, sondern auch Koordinations- und Beweglichkeitsschulung beinhalten.

Die zahlreichen Gäste – neben den Aktivisten des Großprojekts auch Vertreter der Gemeinde, von befreundeten Vereinen und des Verbandes, Sponsoren und beteiligte Firmen sowie die TCO-Gründungsmitglieder – erfuhren zudem, dass der Tennissport in Oyten derzeit boomt. Sascha Erbacher: „Wir konnten in kurzer Zeit einen Zuwachs um 40 Prozent auf nunmehr 350 Mitglieder verzeichnen.“ Weiteren Zulauf verspricht sich der Vorsitzende von der gerade angelaufenen Kooperation mit der IGS.

Versteht sich von selbst, dass nicht nur die reine Halle, sondern auch die Nebenanlagen wie Sanitärbereiche und Umkleidekabinen auf Vordermann gebracht wurden. Selbst die großflächigen Fenster der Gastronomie im Obergeschoss waren auf Hochglanz poliert worden. Durch sie konnten alle Gäste der Feierstunde beim abschließenden Büfett noch einmal einen Blick auf das „Gesamtkunstwerk“ werfen.

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