Tennisclub Oyten startet mit der energetischen Hallensanierung

Das neue Dach liegt schon auf dem Hof

Baustelle alte Tennishalle
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Die alte Tennishalle ist schon eingerüstet, die neuen Dachelemente liegen bereit: Der Tennisclub Oyten um den Vorsitzenden Sascha Erbacher startet mit der energetischen Sanierung der frisch erworbenen Halle.

Sagehorn – Die Vorfreude ist groß, der Zeitplan straff, das Ziel sportlich. Der Tennisclub Oyten (TCO) startet mit der energetischen Sanierung seiner Tennishalle, in der bereits zur Wintersaison 2021/2022 der Spielbetrieb wieder laufen soll. Erst kürzlich hatte der TCO die neben seiner Freiluftanlage in Sagehorn gelegene alte Halle gekauft, in der der Club bis dato nur Mieter gewesen war.

Dem ambitionierten Vorhaben, die Halle zu kaufen und von Grund auf zu sanieren, hatte die Mitgliederversammlung des Tennisclubs Anfang vorigen Jahres nach intensiver Diskussion zugestimmt.

Für die Umsetzung des zukunftsweisenden Projekts bildete der 260 Mitglieder zählende Verein einen Arbeitskreis mit dem TCO-Vorsitzenden Sascha Erbacher sowie Frank Wiesenmüller, Hartmut Schmidt-Klute, Uwe Fahrenholz und Rüdiger Klein.

„Die Halle haben wir im April dieses Jahres für 400 000 Euro gekauft“, berichtet Sascha Erbacher. „Bei der energetischen Sanierung unterstützt uns die Gemeinde Oyten mit einem Zuschuss von 202 000 Euro.“ In ähnlichen Größenordnungen beteiligen sich der Landessportbund und der Landkreis Verden an der Finanzierung.

Die anstehende Sanierung ist umfangreich. So muss das jetzige Dach abgetragen, entsorgt und durch neue Elemente ersetzt werden. Die Heizung wird erneuert und auf Pellets als Brennstoff umgestellt. Auch erhält die Tennishalle eine neue Lichtanlage mit energiesparender LED-Technik sowie moderne Sanitäranlagen und Duschen.

Zwar sind die Arbeiten noch nicht gestartet, aber der Verein vergibt für die Wintersaison bereits Spielzeiten im Abonnement. Wer sich Zeiten in der sanierten Tennishalle sichern möchte, richtet seine Reservierungsanfrage per E-Mail an halle@tc-oyten.de. „Die Mailadresse haben wir extra für diesen Zweck der Hallenbelegung eingerichtet“, sagt Erbacher.

Inzwischen hat der Tennisclub auf seiner Außenanlage an der Kirchweyher Straße die Sommersaison eröffnet – coronakonform, wie Erbacher erläutert: „Einzel dürfen wir spielen. Dazu haben wir ein Hygienekonzept erstellt und ein Online-Buchungssystem freigeschaltet, mit dem Mitglieder sich Spielzeiten auf den Plätzen reservieren können. So entzerren wir auch die An- und Abfahrten der Sportler. Auf der Anlage gilt die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bis zum Platz. Beim Spielen dürfen die Mitglieder die Maske abnehmen.“

Zur Kontaktverfolgung nutzt der Verein mittlerweile auch die Luca-App, „was die Dokumentation sehr erleichtert“, so Erbacher. Zwar erlaube der Tennisverband inzwischen auch das Doppelspiel. „Aber darauf verzichten wir, weil wir als Vorstand finden, dass es sicherer ist, nur Einzelpartien auf den Plätzen zuzulassen“.

Als Werbeaktion für seinen Sport, dessen Ausübung in der Pandemie fast durchgängig möglich war, hat der TCO ein Schnuppertraining initiiert. „Bereits 60 Tennisinteressierte haben im Rahmen dieses Angebots den Weg zu uns gefunden. Davon sind bislang 17 Personen dem Verein beigetreten. Wir sind vollkommen begeistert von der guten Resonanz“, berichtet der Vorsitzende.

Das Schnupperticket zum Saisonauftakt kostet 29 Euro. Damit können Neu- oder Wiedereinsteiger unbegrenzt Tennis auf der TCO-Anlage spielen – inklusive zwei Einzeltrainingsstunden. Eigentlich sollten die Schnupperwochen am 31. Mai enden – aber „wegen des Erfolgs haben wir die Aktion bis zum 6. Juni verlängert“, erklärt Erbacher und ergänzt: „Neue Mitglieder binden sich für zwei Jahre an den Verein, zahlen aber nur die Gebühr für ein Jahr.“

„Wir als Tennisclub bieten sowohl Breiten- und Freizeitsport als auch Jugendtraining und Leistungssport an. Die Punktspielsaison beginnt voraussichtlich Mitte Juni. Wann genau, das entscheidet der Verband. Dazu haben wir 16 Teams in unterschiedlichen Alters- und Leistungsklassen gemeldet“, schildert der Clubvorsitzende.

Damit auf der Anlage alles in Schuss ist, hatte Platzwart Heinz Breyer zum Saisonstart ganze Arbeit geleistet. „Wir bewegen insgesamt 20 Tonnen rotes Ziegelmehl als Spielbelag für die Plätze. Eine Fachfirma entfernt das vorhandene Ziegelmehl und trägt neues wieder auf. Danach sind die Plätze mehrfach zu walzen und zu bewässern. Für unseren Platzwart bedeutet das immer viel Aufwand“, so Erbacher.

Von Tobias Woelki

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