Teilemarkt auf dem Backsberg

Die große Fundgrube für alte und seltene Auto-Utensilien

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Auch für die Fahrer moderner Maschinen war der Teilemarkt durchaus ein Anziehungspunkt.

Oyten - Wer alte Vergaser, ausgebaute Motoren, chromblanke Zierleisten oder nostalgische Spiegel oder nur einen verrosteten Hammer suchte, dem dürfte der Teilemarkt auf dem Backsberg zwischen Oyten und Fischerhude am Wochenende wie eine große Fundgrube vorgekommen sein.

Kritischer Blick: Passt dieser alte Spiegel ans eigene Fahrzeug und ist er auch nicht zu teuer?

Manche würden anderswo die alten Teile gleich direkt dem Schrott überlassen. Das geht natürlich nicht auf dem Backsberg, wo alles rund um alte Autos und Kräder, teilweise von Rost überzogen, zu Geld gemacht wird. Alte Kostbarkeiten an Ersatzteilen, die längst nicht mehr produziert werden und denen man auf den ersten Blick wegen ihres Alters ihren Wert auch nicht ansieht, fanden hier ihren Käufer.

An drei Tagen boten Standbetreiber aus Norddeutschland am Wochenende Ersatzteile historischer Traktoren, Autos und Motorräder inklusive Bedienungsanleitungen auf dem Teilemarkt auf dem Backsberg an. Den Teilemarkt organisierte wie in den Vorjahren Herbert Streithoff, der mit dem Zuspruch zufrieden war. „Die Resonanz ist gut und deshalb werden wir auch im nächsten Jahr den Teilemarkt organisieren“, kündigt Streithoff an.

Den Teilemarkt veranstaltete Streithoff nun zum siebten Mal. Mehr als 30 Aussteller aus dem norddeutschen Raum reisten an, um an ihren Stand Nostalgisches an den Mann zu bringen – nicht nur Ersatzteile, sondern auch Werkzeug sowie mehr der weniger wertvolle Emailleschilder.

Angeboten wurde alles, was an Ersatzteilen in ein Auto oder in ein Krad passt. Das reichte von Auto- und Radteilen bis hin zu Bedienungsanleitungen und Fachbüchern. Doch auch nostalgische Edelkarossen bestaunten die Gäste, darunter als besonderes Highlight einen Morgan Threewheeler Matchless, also ein englisches Dreirad aus den 30er Jahren des vorherigen Jahrhunderts oder einen Delorean, einen Sportwagen, der in Nordirland produziert wurde.

Ob Alfa Romeo, Borgward, alte Opel, amerikanische Fabrikate, was hier zu sehen war, findet man in keinem Museum. Auch nicht den VW-Käfer in Himmelsblau, den Harry Peix fährt.

Oldtimer-Teilemarkt in Oyten

Eine Gruppe der älteren Generation, allesamt über 70 Jahre, saß an ihren Autos in einem Halbkreis und unterhielt sich. Die Stimmung war gelöst. Und es gab jede Menge zu gucken, weil die einen mit alten PS-Lieblingen gerade ankommen, andere hingegen wieder abfahren. In der Gruppe saß auch der Bremer Harry Peix und zeigte auf den blauen „Käfer“ vor ihm in einigen Meter Entfernung. „Das Fahrzeug ist Baujahr 1970 und 1971 zugelassen. Ich fahre ihn seit mehr als 20 Jahren. Das Auto läuft und läuft und läuft“, schmunzelt der 87-Jährige.“

Sein Freund Herbert Zech fährt ein Mercedes Cabrio SL 109. „Ich habe zuerst eine andere Marke gefahren und dann mich für Mercedes Benz entschieden. Ich habe die Entscheidung, das Auto zu kaufen, nie bereut. Ich kann mir ein Fahren ohne das Cabrio gar nicht mehr vorstellen“, schwärmt der 80-Jährige von seinem Auto mit dem Stern.

woe

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