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Standort für neue Oytener Kita gesucht

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Von: Lisa Duncan

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Die Kita Sagehorn soll einen Anbau erhalten. Das kann aber nur Engpässe auffangen, die der Gemeinde Oyten durch das Auslaufen eines Mietvertrags entstehen.
Die Kita Sagehorn soll einen Anbau erhalten. Das kann aber nur Engpässe auffangen, die der Gemeinde Oyten durch das Auslaufen eines Mietvertrags entstehen. © Woelki

Oyten – Noch kann die Gemeinde Oyten den Rechtsanspruch der Eltern auf Krippen- und Kindergartenplätze für das Kita-Jahr 2022/23 bedienen. In naher Zukunft werden jedoch weitere Gruppen benötigt. Das teilte Meike Haase, die bei der Gemeinde für den Bereich Kindertagesstätten zuständig ist, im Fachausschuss am Donnerstagabend im Rathaussaal, mit.

Kapazitäten sollen kurzfristig durch den Ausbau der Kita Sagehorn und der Kita Pestalozzistraße entstehen. Für den Bau einer neuen Kita, die der Gemeinderat bereits 2020 beschlossen hatte, prüft die Verwaltung gerade verschiedene Standorte. 50 000 Euro Planungskosten sind für den Neubau bereits vorausschauend im Gemeindehaushalt 2022 vermerkt.

Zunächst gab Haase einen kurzen Sachstandsbericht zu Corona an den Kitas. Wegen der verstärkten Infektionslage habe es in letzter Zeit vereinzelt Schließungen gegeben – „weil Erzieher oder über 50 Prozent der Kinder erkrankt sind“, so Haase. Die Gemeinde habe darauf mit strikter Gruppentrennung und dem Herunterfahren der Betreuungszeiten reagiert. Aktuell seien alle Gruppen geöffnet, aber mit eingeschränkten Zeiten. „Wir sind dankbar, dass dies von den Eltern mitgetragen wird“, betonte Haase. Auf Nachfrage von Cynthia Schwiebert, Vorsitzende des Gemeindeelternrats, berichtete Haase, dass die Gemeinde 1 440 Tests pro Woche vom Land erhalte. Dies reiche nicht aus, um auch die Kinder unter drei Jahren flächendeckend mit Tests zu versorgen. Was die Testpflicht im Kindergarten betrifft, die am 15. Februar in Kraft tritt, wolle die Gemeinde einen Mittelweg aus Kontrolle und dem Aufrechterhalten der Vertrauensbasis zu den Eltern verfolgen.

Nach den vorläufigen Anmeldezahlen kann die Gemeinde Oyten mit 210 Krippenplätzen in 14 Gruppen allen Kindern unter drei Jahren einen Betreuungsplatz anbieten. Rein rechnerisch würden zwar zum neuen Kita-Jahr neun Plätze fehlen, aber das will die Gemeinde auffangen, indem die Kinder, die im Herbst 2023 drei Jahre alt werden, schon zum 1. Januar 2023 in den Kindergarten wechseln. Außerdem soll laut Haase im Haus Hasch – das Pflegeheim war schon vorübergehend Domizil für Kinder der von einem Wasserschaden betroffenen Kita Oyter Mühle – eine altersgemischte Gruppe für Zwei- bis Vierjährige geschaffen werden.

536 Plätze in 23 Gruppen gibt es im Kindergartenbereich, davon seien bislang 349 besetzt, 187 wären also übrig, aber dem stehen laut Haase 154 aktuelle Neuanmeldungen gegenüber. Nach dieser Rechnung würden die Kapazitäten knapp ausreichen, jedoch werde es nicht möglich sein, die Gruppengröße wie ursprünglich geplant an allen gemeindeeigenen Kitas auf maximal 20 Plätze zu begrenzen.

Ein Blick auf die Bedarfsplanung macht schon deutlicher, dass die Gemeinde schnellstmöglich Räume (und auch Fachkräfte) für weitere Gruppen braucht. Obgleich das Zahlenwerk Haase zufolge noch auf Hochrechnungen basiert und noch keine aktuellen Anmeldungen mit einbezieht. Hier könnten sich noch nachträglich Anmeldungen durch Zuzüge aber auch Abmeldungen ergeben, sofern Eltern ihren Kita-Erstwunsch nicht erfüllt bekommen.

Neue Gruppenräume werden bald kurzfristig geschaffen: Die Kita Sagehorn soll einen Anbau erhalten und an der Kita Pestalozzistraße soll ein weiteres Stockwerk auf die ebenerdige, ehemalige Hausmeisterwohnung draufgesattelt werden. Die neuen Räumlichkeiten können aber nur den Wegfall der Gruppen im Haus Falldorf auffangen. Das Wohnhaus neben der Kita Pestalozzistraße beherbergt derzeit einige Kitagruppen. Dort läuft der Mietvertrag aber zum 31. Juli 2023 aus. Damit bleibt der Gemeinde Zeit, die Erweiterungen an den Kitas Sagehorn und Pestalozzistraße bis zum 1. August 2023 einzugsfertig zu machen.

„Ein Neubau ist dringend erforderlich“, sagte Reinhard Lueßen (CDU). Das sahen offenbar auch die anderen Fraktionen so und stimmten ohne Ausnahme für den Bau einer neuen Kita. Wie der Ausschussvorsitzende Ralf Großklaus (SPD) betonte, sind im Haushaltsplan schon die entsprechenden Planungskosten eingestellt.

Bis zur nächsten Sitzung des Ausschusses für Kindergartenangelegenheiten, voraussichtlich Ende April, will die Verwaltung ihre Ergebnisse für mögliche Standorte der neuen Kita vorlegen.

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