Fünf Tage die Woche mit virtuellen Angeboten auf Sendung

Sport-TV live aus der Oytener Halle

Online-Fitness
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Fitness zum Mitmachen am Bildschirm: Lilli Kremin macht die Übungen für die Online-Teilnehmerinnen vor.

Oyten – Die Corona-Pandemie hält an, die Zahl der Neuinfektionen steigt. Auch der Vereinssport leidet darunter. Deshalb suchen die Vereine seit Monaten Wege, ihren Mitgliedern Sportangebote zu ermöglichen – wenn schon nicht in der Halle, wenn schon nicht draußen, dann wenigstens virtuell.

Inzwischen bieten der TSV Fischerhude-Quelkhorn, der TSV Ottersberg, der TSV Bassen und der TV Oyten Online-Training für zu Hause an.

Der TV Oyten zählt mittlerweile mehr als 15 Online-Sportkurse, bei denen sich Bewegungshungrige von montags bis freitags aus dem heimischen Wohnzimmer zuschalten können. Das virtuelle Angebot setzen unter anderem die Übungsleiterinnen Elisabeth Kremin und Birgit Kunze um. Statt Präsenz in der Halle gibt"s nun Präsenz vorm Bildschirm.

„Wir haben bereits im ersten Lockdown im vergangenen Jahr auf die Corona-Situation reagiert und versucht, für unsere Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer Online-Sport aufzubauen. Wir sind auf den Vorstand zugegangen, der uns super unterstützt hat. Wir haben uns dank der Hilfe des Vorstandes die technische Ausstattung besorgt und erstmal herumprobiert“, berichtet Elisabeth Kremin. „Im Mai 2020 sind wir mit den ersten Kursen gestartet. Anfang Juni kamen die Fitnessgruppen dazu. Die Teilnehmerinnen waren begeistert“, erinnert sich Elisabeth Kremin.

Auch an diesem Montagabend ist die Trainerin wieder alleine in der Bewegungshalle des TV Oyten an der Stader Straße und baut ihr Fitness-Equipment vor einem riesigen Monitor auf. Eine Kamera ist mittig auf dem Tisch platziert, der Laptop mit der installierten Zoom-App daneben. Auf der anderen Seite steht eine tischhohe Musikbox. „Gleich kommen meine Teilnehmer“, sagt die erfahrene Übungsleiterin, die jeder im Verein nur Lilli nennt, schmunzelnd.

Der Uhrzeiger nähert sich der Kursstartzeit von 18.30 Uhr. Normalerweise würde in diesem Moment die Tür zur Bewegungshalle aufgehen und würden die Sportlerinnen mit ihren Fitnessmatten hereinschlendern, sich irgendwo ein Plätzchen in der Halle suchen, sich einrichten, klönen und darauf warten, dass die Übungsleiterin alle begrüßt und mit ihrem Programm startet...

Doch in Corona-Zeiten bleibt Lilli auch an diesem Abend alleine in der Halle. Zumindest physisch. Gesellschaft stellt sich via Bildschirm ein: Auf dem großen Monitor ploppen plötzlich die Bilder der Teilnehmerinnen auf, die sich über Zoom eingewählt haben. Lilli, mit einem Headset-Mikro ausgestattet, lächelt in die Kamera und begrüßt jede Kursteilnehmerin mit Vornamen.

Seit vorigem Jahr sendet Oytens „Sport-TV“ live und regelmäßig aus der Halle. „Natürlich haben wir anfangs viel ausgetestet. Und abgeklärt, wie der Ton, das Bild oder die Musik "rüberkommen. Im Laufe der Zeit haben wir die Abläufe perfektioniert, jetzt beherrschen wir den Umgang mit der Technik“, erzählt Elisabeth Kremin, während immer mehr Teilnehmerbilder auf dem Schirm auftauchen.

„Mit den Monaten ist unser Programm gewachsen. Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Na klar, es ist eine Umstellung. Denn in der Präsenzveranstaltung hast du deine Teilnehmer vor dir und siehst sofort, wenn Haltungen zu korrigieren sind. Das Training vor dem Monitor ist anders. Vor der Kamera musst du mehr erklären“, schildert die Trainerin.

Die Vereinsmitglieder nehmen den Tele-Sport dankbar an. „Die Online-Kurse bieten wir auch Nicht-Mitgliedern an. Ein Teilnehmer hat sich sogar mal aus Bayern bei uns zugeschaltet“, erzählt Lilli Kremin lächelnd. Der Aufwand lohnt sich: „Nicht nur den Vereinsmitgliedern wollen wir zeigen, dass wir da sind – jeder kann sich hier zuschalten.“ Und in der Regel sind es bis zu 25 Teilnehmer pro Kurstermin. Das Angebot ist kostenlos, „aber wir bitten unsere Teilnehmer, die nicht Mitglied im TV Oyten sind, um eine Spende“, so Elisabeth Kremin.

Trotz der guten Online-Resonanz hofft sie genau wie ihre Kolleginnen, dass die Temperaturen bald steigen und die Corona-Schutzmaßnahmen zumindest Outdoor-Sport wieder zulassen – damit die Kursleiterinnen ihren Teilnehmerinnen und Teilnehmern wieder persönlich gegenüberstehen können.

Von Tobias Woelki

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