Schwerpunktthema einer Projektwoche

„Widerstand gegen Rechts“: IGS Oyten zeigt klar Flagge

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Die Theater-AG thematisierte Rassismus im Unterricht an einem konkreten Fall und erntete dafür begeisterten Applaus.

Oyten - „Widerstand gegen Rechts“ war das große Thema der Projektwoche an der IGS Oyten. Im Rahmen eines Schulfestes wurden die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert. Das große Interesse von Eltern, Großeltern, Geschwistern und anderen Besuchern an dieser Veranstaltung deutete sich bereits draußen an: Parkplätze waren äußerst rar.

Gleich zu Beginn brachten die Schüler das klassenübergreifende Stück „Was für ein Theater“ auf die Bühne, das Rassismus in der Schule thematisiert:

Ein türkisches Mädchen, das unvermittelt seine Heimat verlassen musste, soll in Oyten eingeschult werden. Kopftuch tragend, kein Wort Deutsch sprechend und sehr schüchtern, wird es von Mitschülern gemobbt. Verängstigt zieht das Mädchen sich zurück.

Andere aber leisten Hilfe und Beistand, helfen ihr, sich in der deutschen Sprache zurecht zu finden und bieten ihr Freundschaft an.

Dieses Stück stellte das besondere Engagement der Schule als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in den Vordergrund. Die Zuschauer applaudierten begeistert, ebenso wie beim sich anschließenden Mini-Musical mit Tanz und Gesang. Internationale Tänze gingen den Grußworten von Schulleiter Reinhard Ries und Bürgermeister Manfred Cordes voraus.

Auf den Gängen und Fluren waren Präsentationen einzelner Arbeitsgruppen zu sehen, die sich mit Rassismus in unterschiedlichsten Lebensbereichen beschäftigt hatten.

Im Außenbereich vergnügten sich Schüler, aber auch Eltern mit Geschicklichkeitsspielen. Wer eine kleine Pause einlegen wollte, fand am neu angelegten Teich unter Schatten spendenden Bäumen ein ruhiges Plätzchen.

Den Teich nebst Kräutergarten im Innenhof hatten Schüler der IGS im vergangenen Schuljahr angelegt. Beide Refugien bilden jetzt eine kleine Oase innerhalb des umtriebigen Schulgefüges.

Hoch her ging es, als sich Schüler mit einer Hip-Hop-Einlage tänzerisch gegen „Rechts“ stark machten. Locker und lässig fegten sie über die Bühne. Rudi Klemm vom Weser-Aller-Bündnis „Wabe“, das sich für Demokratie und Zivilcourage einsetzt, übergab eine Urkunde für die IGS als Anerkennung für deren Engagement auf diesem Gebiet.

kr

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