IGS Oyten nimmt an Praxisdialog teil 

„Schule auf EssKursion“

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Thorben Wendorff, Marie Turner, Dennis Enns und Katharina Busch von der Schülerfirma präsentieren IGS-Schulleitungsmitglied Dieter Schmidt, Bürgermeister Manfred Cordes sowie Annette Schrader und Kathrin Bratschke von der Verbraucherzentrale (von links) das Konzept. 

Oyten - Die IGS Oyten greift nach den Sternen. Genauer gesagt, sie arbeitet an ihrem fünften Stern. Und zwar in Sachen Schulverpflegung. 

Zum fünften Mal nimmt die IGS mit ihrem Mensakonzept am Praxisdialog der niedersächsischen Verbraucherzentrale unter dem Motto „Schule auf EssKursion“ teil. Mit diesem Praxisdialog will die Verbraucherzentrale erfolgreiche Mensakonzepte – wie das bereits mit vier Sternen ausgezeichnete in Oyten – vorstellen und den Austausch darüber unter den Schulen fördern. Dazu öffnete die IGS-Mensa in Oyten gestern ihre Türen für Gäste.

Zum Praxisdialog begrüßte Schulleitungsmitglied Dieter Schmidt rund 60 Lehrer, Mensamitarbeiter und Schulträger aus ganz Niedersachsen in der Oytener IGS.

„Das Thema ‚Schulverpflegung‘ gewinnt immer mehr an Bedeutung“, haben Kathrin Bratschke und Annette Schrader, Regionalfachberaterinnen für Ernährung der Verbraucherzentrale Niedersachsen, beobachtet. „Schulen, die ihre Verpflegung voranbringen wollen, können sich bei uns bewerben. Sie entwickeln ein Konzept, und wenn sie den Zuschlag erhalten, setzten sie ihr Konzept mit fachlicher Begleitung der Verbraucherzentrale innerhalb eines Dreivierteljahres um. Für ihr Engagement erhalten sie dann einen Stern“, erläuterte Bratschke.

Vier Sterne eingefahren

Vier dieser Sterne hat die IGS inzwischen eingefahren. „Wir meinen, die Schule hat Potenzial“, lobten Bratschke und Schrader. Schulleitungsmitglied Schmidt fasste kurz zusammen, wie die Schule zu den Sternen kam: „Die IGS ging 2012 an den Start. Bald merkten wir, dass wir ein Gremium brauchen, das sich um die Mensa kümmert.“ Das nahm sich jedes Jahr etwas Neues vor. So gab es den ersten Stern für die Einführung des „Powertags“ – an dem werden beispielsweise Vollkornnudeln serviert –, den zweiten für das Schulcafé, den dritten für die verbesserte Atmosphäre in der Mensa und den vierten für das Angebot zertifizierten Fischs.

In den Mensabetrieb mit eingebunden ist die Schülerfirma, die in drei Abteilungen gegliedert ist und in der Neunt- und Zehntklässler mitarbeiten. Da gibt es zum einen das Kräuterlabor, das aus einem Thema der „EssKursion“ entstanden ist. „Wir bauen Kräuter nicht nur für die Mensa an, sondern stellen auch Produkte her, die wir verkaufen, beispielsweise Kräutersalze und -öle“, sagte Abteilungsleiter Thorben Wendorff. Zehn Schüler machen mit.

Der Schulkiosk besteht schon länger. „Wir stiegen ein, als die Eltern sich zurückzogen, erst an einem Tag in der Woche, dann immer öfter“, beschrieb Abteilungsleiter Dennis Enns den Werdegang. Im Kiosk gibt es belegte Brötchen, Muffins vom Bäcker und Obst je nach Saison zu kaufen. Keine Süßigkeiten. „Leider“, bedauerte Enns lachend. Er freut sich besonders darüber, dass Mädchen und Jungen der fünften bis siebten Klassen beim Brötchenschmieren helfen. Momentan sind zehn Schüler im Kiosk aktiv, Verstärkung ist willkommen.

Das Catering, der dritte Bereich der Schülerfirma, trat und tritt vor allem bei Schulveranstaltungen in Aktion. Jetzt gibt es für das Team um die Abteilungsleiterinnen Marie Turner und Katharina Busch ein weiteres Betätigungsfeld: ein kleines, aber feines Restaurant mit zehn Plätzen. Das ist jeden Donnerstag neben dem Mensabetrieb geöffnet. „Für die Mittagspause bereiten wir ein Drei-Gänge-Menü vor“, sagte Turner. Der besondere Service wird erst seit einigen Wochen angeboten und erfreut sich schon großer Beliebtheit. So großer, dass Tischreservierungen nötig sind, um an den gedeckten Tischen dinieren zu können. Ein Service, den bisher überwiegend Lehrer nutzen.

Zurück zur „EssKursion“: Einen fünften Stern zu bekommen, sei nicht einfach, kündigten die Mitarbeiterinnen der Verbraucherzentrale an. Denn solche Kandidaten werden äußerst kritisch beäugt. „Bisher haben das nur fünf Schulen erreicht“, sagte Schrader. Dennoch, Schmidt und seine Mitstreiter gehen ihr neues Projekt voller Zuversicht an: weniger Fleischkonsum und Reduzierung der Speiseabfälle. is

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