Infoabend am Montag geplant

Sagehorner stellen Weichen – damit das Dorf Zukunft hat

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Günter Block-Osmers, Hermann Wahlers und Reinhard Lueßen (v.li.) laden Jung und Alt aus ihrem Dorf am Montagabend zur Ideensammlung für Sagehorns Zukunft ein.

sagehorn - Egal, welchen Platz Sagehorn im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ am Ende belegt – gewonnen hat die 1700-Einwohner-Ortschaft in der Gemeinde Oyten jetzt schon. Allein deshalb, weil Sagehorner sich gezielt zusammen Gedanken machen und ins Gespräch darüber kommen, wie die Zukunft ihres Dorfes eigentlich aussehen kann und soll.

Den Anfang machten die im Oytener Gemeinderat vertretenen Sagehorner Kommunalpolitiker Günter Block-Osmers, Hermann Wahlers und Reinhard Lueßen. Dann holten sie Vertreter der örtlichen Vereine wie Schützen, Liederfreund, Tennisclub und „Wir Sagehorner“ mit ins Boot – und jetzt sind alle Sagehornerinnen und Sagehorner eingeladen, sich die bisherige lose Ideensammlung anzuhören und eigene Ideen für ihr Dorf einzubringen. Das gemeinsame Ziel ist, dass junge wie alte Menschen sich im Ort wohl fühlen und das Dorf l(i)ebenswert bleibt. Auf den Weg dahin sollen sich die Einwohner zusammen machen.

Wie das funktionieren kann und wie der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ abläuft, erklären die Initiatoren um Ortsvorsteher Günter Block-Osmers beim öffentlichen Informationsabend am Montag, 29. Mai, ab 19.30 Uhr im Sagehorner Schützenheim am Schwarzen Weg. Jung und Alt sind dazu eingeladen.

Gleich sieben Dörfer aus dem Landkreis Verden – neben Sagehorn auch Eitze, Emtinghausen, Haberloh, Neddenaverbergen, Sehlingen und Völkersen – bewerben sich aktuell im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Bis zum 31. August haben die Dörfer Zeit, ihre Bewerbungsunterlagen zusammenzutragen und beim Landkreis einzureichen. Eine fachkundige Jury wird die Dörfer im September bereisen und Ende Oktober die Sieger küren. Die beiden bestplatzierten Dörfer qualifizieren sich für den Landesvorentscheid. Gefragt sind dabei nicht die schönsten Vorgärten oder andere Äußerlichkeiten, sondern das Engagement der Bürgerinnen und Bürger, für ihr Dorf gemeinsame Zukunftsperspektiven zu entwickeln und diese nachhaltig umzusetzen. Es geht darum, mit möglichst vielen Beteiligten die Potenziale vor Ort zu erkennen und zu erschließen, Stärken zu benennen und Schwächen herauszuarbeiten, das soziale und kulturelle Leben im Dorf zu stärken sowie die Belange von Natur und Umwelt bei der Entwicklung des Dorfs als Wohn-, Wirtschafts- und Erholungsstandort zu berücksichtigen. Dass den Sagehornern dazu eine Menge einfällt, davon zeugen schon viele bunte Klebezettel auf großen Plakaten – kreatives Ergebnis der ersten Brainstormings im kleinen Kreis von Rats- und Vereinsvertretern.

Viele Ideen ranken sich um die „Villa Rotstein“

„Wir müssen einfach versuchen“, so Hermann Wahlers, „dieses Dorf zusammenzuhalten.“ Wobei Sagehorn die spezielle Problematik habe, durch die Bahnlinien spürbar in drei Quartiere geteilt zu sein. Und da komme der Wettbewerb genau richtig – „als Weg, die Gemeinschaft zu prägen“. Zumal „wir auch gerade im Umbruch sind“, sagt Günter Block Osmers. Und meint damit die kommende Verlegung der Bahnstation weiter in den Ort hinein, damit verbundene Veränderungen in der Verkehrssituation und die Aufgabe der Tennis-/Schützenhalle. Interessenskonflikte könnten im Prozess des Wettbewerbs gelöst, gleichzeitig neue Chancen ergriffen werden – etwa die Sanierung und Umnutzung der „Villa Rotstein“. Eine Kneipe, ein Treff auch für junge Leute, ein Kulturforum zum Beispiel fehlen den Sagehornern. Die Umsetzung würde natürlich peu à peu folgen, erstmal ist wichtig „zu merken, dass sich etwas bewegt in Sagehorn“, so Block-Osmers. „Man kann über viele Sachen nachdenken“, ergänzt Wahlers, „und das ist das, was wir wollen: zusammen nachdenken.“ Oder wie Reinhard Lueßen es formuliert: „Wir wollen diesen Wettbewerb nutzen, um zu gucken, was könnte man für diesen schönen Ort tun.“

Und weil Block-Osmers, Wahlers und Lueßen so auch ihre Aufgabe als Ratsmitglieder definieren, „macht es richtig Spaß, an diesen Wettbewerbskriterien zu arbeiten“. Ihre Begeisterung wollen die drei am Montagabend nun auf möglichst viele Sagehorner übertragen und sie als Ideengeber und Aktivisten mit an Bord holen. J pee

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