Praxisnahe Schulungstage im Oytener Rathaussaal / Auch Augenbinde wird mit eingesetzt

Nun rundum fit in Sachen Barrierefreiheit

Der örtliche Beirat für Menschen mit Behinderung hatte die Schulung zur „Barrierefreiheit innerhalb von Gebäuden“ im Oytener Rathaus ermöglicht. Teilnehmer kamen auch aus Osterholz-Scharmbeck, dem Heidekreis, aus Harsefeld, Thedinghausen und Achim.

OYTEN - Barrierefreiheit ist für 10 Prozent der Bürger unabdingbar notwendig, für weitere 40 Prozent wichtig, aber für 100 Prozent der Nutzer komfortabel und ein Qualitätsmerkmal. Der Blinden- und Sehbehindertenverein (BVN) bietet niedersachsenweit erneut Schulungen zum Thema an.

Auch der Beirat für Menschen mit Behinderung Oyten (BMBO) mit seinem Sprecher Peter Müller und die Gemeinde Oyten unterstützen dieses Vorhaben. Auf Bitte des BMBO stellte die Verwaltung im Bürgertrakt des Rathauses Räume für die Schulung zur Verfügung. Es nahmen unter anderem auch Beauftragte für Menschen mit Behinderung und Behindertenbeiratsmitglieder aus Oyten, Osterholz-Scharmbeck, Harsefeld, dem Heidekreis, Thedinghausen und Achim teil.

Während der zweimal zwei Schulungstage machten sie sich mit Barrierefrei-Anforderungen und deren Umsetzung vertraut. Das Arbeitsmaterial ermöglichte anschließend, jederzeit auf das Gelernte zurückzugreifen.

Nach dem erfolgreichen Projekt „Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehrsraum“ ging es jetzt um „Barrierefreiheit innerhalb von Gebäuden“. Wie barrierefreie Lösungen aussehen müssen, ist an verschiedenen Stellen umfangreich dargelegt. Die niedersachsenweite Schulung richtet sich an Mitglieder aus Behinderten- und Sozialverbänden, Behindertenbeauftragte und -beiräte, aber auch an Planer und Bauausführende der öffentlichen Hand sowie der Privatwirtschaft.

Dank der Förderung durch die „Aktion Mensch“ ist es möglich, diese Schulung kostenlos anzubieten.

In Modulen vermittelten praxisbezogene Simulationseinheiten im Rollstuhl, mit dem Blindenstock und mit Hilfe der Augenbinde behinderungsspezifische Beeinträchtigungen.

Ein Film informierte über verschiedene Hör-Defizite. In theoretischen Teilblöcken ging es um Fachwissen zur barrierefreien Gestaltung von Gebäuden und um Normen und Regelwerke.

In Übungen wendeten alle ihr neues Wissen praktisch an. DIN und andere Bestimmungen gebündelt klar vorzustellen sowie den Umgang damit zu üben – das wurde an diesen Tagen gut umgesetzt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind nun in der Lage, fachkundig barrierefreie Lösungen zu entwerfen und umfassend zu beraten.

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