„Rent a hen“

Kindergarten wird zum Hühnerhof

Zusammen mit Erzieherin Ann-Cathrin Struck streicheln Kinder des Bassener Kindergartens eines der Hühner, die für zwei Wochen zu Gast in der Kita sind. - Fotos: Woelki
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Zusammen mit Erzieherin Ann-Cathrin Struck streicheln Kinder des Bassener Kindergartens eines der Hühner, die für zwei Wochen zu Gast in der Kita sind.

Bassen - Sie scharren, picken und gackern, lassen sich streicheln und legen fleißig Eier – fünf Hennen machen den Garten der Kindertagesstätte Bassen für zwei Wochen zum Hühnerhof und verbreiten Bauernhof-Flair.

Frei nach dem Motto „Rent a hen“ hat die Kita die Hühner für ein pädagogisches Projekt für 14 Tage gemietet, und die munter durchs Gehege trapsenden Vögel sind bei den Kindern schon nach wenigen Tagen „sehr beliebt“, freut sich Kitaleiterin Inge Meierdierks.

Der Vermieter aus Achim hat die fünf Hühner samt Stall, Freilaufgehege und Futterbehältern in Bassen angeliefert. Seit Montag steht für die insgesamt 130 Kinder in der Kita gruppenweise nach einem aufgestellten „Dienstplan“ Hühner füttern, Stall ausmisten und Eier sammeln auf dem Programm. Und „eigentlich wollen alle nur noch draußen bei den Hühnern sein“, schmunzelt Inge Meierdierks. Zu den bevorzugten Beschäftigungen der Kinder gehört in diesen Tagen, die Hennen zu beobachten und zu locken – und nach Würmern und Käfern Ausschau zu halten, um sie den Hühnern als kleine Extraportion zuzustecken. Zur Not wird eben Grünzeug gerupft und durch den Zaun gereicht...

Munter trapsen die Hühner im Garten der Kita Bassen.

Bei der intensiven Beschäftigung mit den gackernden Gästen inklusive ausgiebiger Streicheleinheiten machen die Kindergartenkinder Erfahrungen, die heute ansonsten selbst auf dem Lande rar werden – zum Beispiel, dass Eier nicht in der Pappschachtel im Kühlschrank wachsen, sondern harte Hühner-Arbeit sind, und dass sich ein Federkleid ganz anders anfühlt als das Fell der Katze zu Hause. Und nicht zu vergessen die Erfahrung, für das Wohlergehen eines anderen Lebewesens Sorge und Verantwortung zu tragen. Die Eier, die die Miethühner in Bassen legen, darf der Kindergarten behalten und in seiner Küche verarbeiten. Gerecht aufgeteilt, sind die selbst aus dem Nest gesammelten Eier zurzeit das i-Tüpfelchen beim gemeinsamen Frühstück der Kita-Kinder. Die Mietgebühr für die Hühner übernimmt übrigens der Förderverein der Bassener Kindertagesstätte, wie Inge Meierdierks dankbar betont. 

pee

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