„Multi-Kulti“-Sommerfest im Hof der Altenpension Lueßen

Oytener Volkstänzer treffen afrikanische Trommler

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Afrikanische Trommelmusik sorgte für Stimmung bei Lueßens Fest. 

Oyten - Größer und interessanter hätten die musikalischen Gegensätze kaum sein können beim traditionellen Sommerfest der Privat-Altenpension Lueßen in Sagehorn, das am Sonntag unter dem Motto „Multi-Kulti“ gefeiert wurde. Zuerst spielte die Oytener Kapelle „De Thüner“ alte deutsche Volkslieder, zu denen an den Tischen im Innenhof sogar ein bisschen geschunkelt wurde, und dann griffen Hobbymusiker von der afrikanischen Elfenbeinküste zu ihren Trommeln. Die Gruppe junger Flüchtlinge bearbeitete ihre Instrumente mit einzigartigem Rhythmusgefühl und mitreißender Lebensfreude, von der sich die Gäste gerne anstecken ließen. Zuerst wurde noch zögerlich mit den Füßen gewippt, dann aber sprang der Funke über und die Musik ging in die Beine. Hier und da sah man sogar einige jüngere Leute tanzen.

„Früher tanzten Männer und Frauen immer zusammen. Heute ist das wohl ein bisschen anders“, wunderte sich eine ältere Dame vom Fuhrenkamp, die sich kein Sommerfest bei Lueßens entgehen lässt. Aber auch schon vor der afrikanischen Einlage wurde getanzt: Die Volkstanzgruppe des Heimatvereins Oyten absolvierte einen vielbeklatschten Auftritt in Tracht.

Großer Aufmerksamkeit erfreute sich auch das warme Buffet, das Hobbyköche aus Syrien und Pakistan gezaubert hatten. Zafer, Assis, Habib und Abdulkala hatten für eine Hühnchen-Reis-Chili-Pfanne samt einer Variante mit Kartoffeln nicht nur am Herd gestanden, sondern ließen es sich auch nicht nehmen, die Teller zu füllen und den Gästen „Guten Appetit“ zu wünschen.

„Es herrscht wieder eine ganz tolle Atmosphäre“, freute sich Gastgeberin Margret Lueßen, die sich für jedes Sommerfest immer etwas Besonderes einfallen lässt. Die Idee, diesmal Flüchtlinge aktiv an der Ausgestaltung des Festes teilnehmen zu lassen, erwies sich als Volltreffer. Auch die Verknüpfung von traditioneller deutscher und afrikanischer Musik kam gut an. „Man darf keine Berührungsängste haben, dann erlebt man viel Neues“, lautete das Motto des Tages. 

kr

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