Oytener Rentnergang sucht Verstärkung in der ehrenamtlichen Landschaftspflege

Werben um neue Wühlmäuse

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Die Rentnergang bildet ein nettes und kompetentes Team, das sich für die nachhaltige Pflege der Oytener Landschaft einsetzt. Jetzt werben die fleißigen „Wühlmäuse“ um weitere Mitmacher.

Oyten - „Mit meinen 68 Jahren bin ich das jüngste Mitglied der Oytener Rentnergang. Viele andere sind schon 80 oder kurz davor. Wir müssen uns dringend verjüngen, wenn wir unser Pensum in der Landschaftspflege weiter bewältigen wollen“, sagt Erhard Hopert, Sprecher der ehrenamtlichen Arbeitsgruppe „Wühlmäuse“, die vor vielen Jahren vom damaligen Oytener Landschaftswart Kurt Hormann gegründet wurde.

Jetzt sucht die sogenannte Rentnergang händeringend Nachwuchs: „Wer Lust hat, bei uns mitzumachen, ist herzlich willkommen. Bewegung an der frischen Luft ist gesund und beugt Alterserscheinungen vor. Wir sind ein nettes Team und haben uns immer viel zu erzählen, aber wir schaffen auch viel und freuen uns immer, wenn wieder ein Projekt fertig geworden ist“, wirbt Hopert um neue Mitmacher. Die fleißigen „Wühlmäuse“ treffen sich immer donnerstags zum Arbeiten in der Natur, zumeist am Vormittag.

Mit den Jahren wurden zahlreiche Projekte verwirklicht. Ein wunderschönes Stück Heide im Königsmoor wurde durch nachhaltige Pflege und Entkusseln erhalten. Eine unbedingte Maßnahme, ohne die die Heide längst unter wuchernden Birken und anderem Gestrüpp verschwunden wäre. An vielen Feldrainen wurden Hecken gepflanzt, Feldgehölze zur Deckung von Niederwild, und es wurden mehrere Biotope angelegt, die inzwischen auch den Sagehorner Störchen zur Nahrungssuche dienen. Kleine Teiche wurden angelegt und immer wieder vor der Verlandung bewahrt. Zuletzt errichtete die Arbeitsgruppe einen Schutzzaun für Eidechsen am Industriegebiet und legte eine Benjeshecke in der Nähe des Sietmoors an.

Derzeit wird der Grund am Königsmoor vorbereitet, um die Heidefläche zu erweitern, der Bauhof der Gemeinde wird unterstützt und an vielen Stellen die Motorsense angesetzt, um Gestrüpp klein zu halten. „Wir haben für dieses Jahr noch allerhand auf dem Zettel. Dazu gehören das Herrichten der Torfbank, der Bau eines Insektenhotels im Bereich der Heidefläche und das Anbringen von Nistkästen, die Johann Blöthe für uns baut. Auch die vorhandenen Nistkästen müssen gereinigt werden, damit das Brutgeschäft in der nächsten Saison klappt“, schildert Erhard Hopert. All diese Arbeiten würden zum Erhalt natürlicher Ressourcen beitragen und durch eine nachhaltige ökologische Entwicklung auch für eine Verbesserung der Lebensqualität der Oytener Bevölkerung sorgen.

Wer Lust und Zeit hat, daran mitzuwirken, ist also herzlich willkommen. Nähere Informationen gibt es bei Erhard Hopert unter Telefon 04207-3077.

kr

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