Oytener Gewerbepark-Start: Auf Empfang mahnt Lies auch Erdgas-Ehrlichkeit an

1000 Arbeitsplätze erhofft

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Er sei sicher, dass sich der neue Oytener Gewerbepark an der Autobahn 1 bald füllen werde, meinte der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies (rechts) als Gastredner beim Empfang der örtlichen Selbständigen-Vereinigung im vollen Ratssaal. Lies sprach schwerpunktmäßig über die Energiewende und damit verbundene Entwicklungen.

Oyten - „Das Bild im neuen Gewerbepark an der A1 wird sich ändern. Ich bin mir sicher, dass diese attraktive Lage schnell zu Neuansiedlungen führt“, betonte der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies auf dem Empfang der Oytener Selbstständigen, zu dem die Gemeinde ins Rathaus eingeladen hatte.

Bürgermeister Manfred Cordes begrüßte neben dem Minister mehr als 200 Gäste im Saal. „Vielen Unternehmen in Niedersachsen geht es gut. Das ist eine ideale Situation, um ein Land voranzubringen“, betonte der Gast. Er wandte sich aber auch gegen dauernde Bedenken bei Investitionen. Lies forderte: „Wir brauchen eine Akzeptanz von Technik mit hoher Öffentlichkeitsbeteiligung und Transparenz sowie klar strukturierte Verfahren – und nicht wie in der Vergangenheit, dass es einfach so eine Genehmigung gibt.“

Energiewende heiße aber auch, „dass wir Energieversorgung brauchen“, so der Minister. Da müsse auch über Erdgas ehrlich debattiert werden. „In Deutschland wollen wir es nicht mehr, aber in Russland und anderen Ländern akzeptieren wir es“ – das sei keine sinnvolle Haltung.

„Wir sind Energieproduktionsland, was ein großer Vorteil ist“, so Lies. Energiewende bedeute aber auch den Ausbau von Strom- und Schienennetzen. Weiter sprach der Minister Themen wie die Digitalisierung der Wirtschaft oder die Elektromobilität bei Autos an.

Landrat Peter Bohlmann beglückwünschte in seiner Ansprache die Gemeinde Oyten ebenfalls zum neuen Gewerbegebiet. „Mit diesem werden drei Punkte stets verbunden bleiben. Der eine Punkt ist die Schnelligkeit, mit der das Gebiet entwickelt worden ist. Der zweite ist, dass die EU mit Fördermitteln dies alles erst ermöglicht hat. 2,58 Millionen Euro sind in das Gebiet geflossen. Der dritte Punkt ist die interkommunale Zusammenarbeit. Denn für die Erschließung war eine enge Kooperation mit der Achimer Verwaltung notwendig.“

Mit dem Gewerbegebiet werde die in den 80er und 90er Jahren begonnene dynamische Entwicklung des Standorts Oyten weiter fortgesetzt, freute sich der Landrat.

„Wir haben in Oyten 5500 Arbeitsplätze am Wohnort. Oyten ist die drittstärkste Gemeinde im Kreisgebiet, von der Steuerkraft her als auch von der Einwohnerzahl“, rief Bohlmann in Erinnerung. Im neuen Gewerbegebiet sei laut Studien mit mehr als 1000 Arbeitsplätzen zu rechnen.

Bürgermeister Manfred Cordes unterstrich: „Die Förderung der Wirtschaft, besonders der kleinen und mittelständischen Unternehmen, steht ganz oben auf der Agenda des Gemeinderates Oyten. Wir sind froh über jede neue Initiative, die Perspektiven eröffnen.“ Ausbildung, Weiterbildung, Marketing, Wirtschaftsförderung, Gemeindeentwicklung und Planung seien Fragen, die alle angehen und deren Lösung ein gemeinsames Vorgehen nahe lege.

Der Wettbewerb werde größer und härter. Um sich gut zu positionieren, müsse das eigene Angebot 100-prozentig stimmen. Heute komme es darauf an, frühzeitig zu erkennen, wo die Entwicklung hinlaufe, um flexibel, dynamisch und auch mit Mut zu ungewöhnlichen Entscheidungen zu reagieren, so Manfred Cordes.

Musikalisch umrahmten Yannik (14) und Kim (12) Woelki den Empfang mit teils von Yannik selbstkomponierten Stücken. Damit berührte er sichtlich die Festgemeinde samt Bürgermeister.

woe

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