„Das hätte Kurt gefreut“

„Wühlmäuse“ installieren Schild für „Hormanns Heide“ im Königsmoor

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Sponsoren und Unterstützer hatten die „Wühlmäuse“ gestern zur offiziellen Einweihung der Beschilderung von „Hormanns Heide“ im Königsmoor eingeladen. 

Oyten - Die Schranke, die auf dem Wirtschaftsweg in der Oyter Heide die ohnehin verbotene Durchfahrt von Quads, Motorrädern und Autos verhinderte, ist abmontiert. Sie wurde durch Vandalismus zerstört, soll aber in Kürze repariert und wieder aufgestellt werden. „Das ist ein Schaden von etwa 1000 Euro“, sagt Erhard Hopert, Sprecher der Oytener Naturschützer- und Naturpflegergruppe „Wühlmäuse.“ 

Bis zur erneuten Installation der Schranke wollen die Ehrenamtlichen ein besonders waches Auge auf „Hormanns Heide“ haben, wie dieses besondere Fleckchen Erde im Königsmoor jetzt benannt und per Hinweisschild gekennzeichnet wurde.

Die unermüdlichen Naturschützer hatten zur Einweihung des Schildes, das an den vor einigen Monaten verstorbenen ehemaligen Landschaftswart Kurt Hormann erinnert, gestern seine Frau Elfriede eingeladen sowie Vertreter der Gemeinde und der Volksbank als Sponsor, dazu Antje Mahnke-Ritoff von der Naturschutzbehörde des Landkreises Verden und Azubis der Oytener Firma Brema. Die jungen Leute, die sich schon in verschiedene Aktionen der „Wühlmäuse“ eingeklinkt hatten, kamen nicht mit leeren Händen, sondern brachten als Geschenk der Firma allerhand nützliches Gerät für die Landschaftspflege mit.

Elfriede Hormann an dem Schild, das an ihren Mann Kurt erinnert, der lange Jahre engagierter Naturschützer in Oyten war.

Schubkarren, Düngestreuwagen und eine Walze wurden von den „Wühlmäusen“ begeistert entgegengenommen, ist doch ihr Etat stets knapp bemessen. Ihr Dank galt auch der Volksbank Oyten, die ein Grundstück am Bassener Köbens gekauft und der Gemeinde zur Verfügung gestellt hat: Auf dem 5000 Quadratmeter großen Areal sollen Obstbäume gepflanzt und eine Bienenweide sowie Hecken angelegt werden. Im November sollen die ersten Arbeiten beginnen. Für die Anschaffung von Pflanzen stellt die Bingo-Umweltstiftung 2680 Euro zur Verfügung. Die Bienenweide soll im kommenden Frühjahr mit der Aussaat von ein- und mehrjährigen Pflanzen folgen. Dafür soll die „Verdener Imkermischung“ verwendet werden, so Erhard Hopert.

„Dass seine Arbeit fortgesetzt wird, dass sich immer wieder Freiwillige finden, denen der Natur- und Umweltschutz wichtig ist, das hätte Kurt gefreut“, sagte Elfriede Hormann und erinnerte an die „Rentnergang“, die Kurt Hormann gegründet hatte und aus der die „Wühlmäuse“ erwachsen sind.

Immerhin zählen inzwischen 16 junge Rentner zu der Gruppe, die sich nicht scheuen, auch bei Wind und Wetter zu Spaten, Hacke und Sense zu greifen und immer donnerstags viele Stunden in die Pflege der Natur zu investieren. Der Erfolg, so sagte Hopert, spreche für sich. Im Königsmoor tragen die angepflanzten Obstbäume Früchte, ein Storchennest wurde bereits von Weißstörchen interessiert in Augenschein genommen. Das Biotop ist voller Leben, das Insektenhotel ist ausgebucht, eine Imkerin hat dort Bienenkörbe aufgestellt, und junge Heidepflanzen sprießen vielversprechend. Dass diese ungehindert wachsen können, ist nur möglich, weil die „Wühlmäuse“ die Heide von Hand entkusseln und die aufstrebenden Birken entfernen. 

kr

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