„Wir feiern heute einen Meilenstein“

Richtfest am Bürogebäude vom Ingenieur-Dienst-Nord im Gewerbepark „Oyten A1“ 

+
Zimmerleute, Bauherren und Architekt taten unter dem Richtkranz in luftiger Höhe ihr Bestes, um dem neuen Bürogebäude des Oytener Unternehmens Ingenieur-Dienst-Nord (IDN) im Gewerbepark „Oyten A1“ Glückbringendes mit auf den Weg zu geben. 

Oyten - Als die Gemeinde Oyten vor vier Jahren den neuen Gewerbepark „Oyten A1“ im Turbo-Tempo auf die grüne Wiese zaubern musste, um die üppige EU-Förderung nicht zu verlieren, half das Oytener Planungsbüro Ingenieur-Dienst-Nord (IDN) maßgeblich mit, Bauleitplanung, Flächenankäufe und Erschließung in rekordverdächtigen elf Monaten zu realisieren. Jetzt baut der IDN selbst im Gewerbepark „Oyten A1“ ein neues Bürogebäude für seine 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bis zum Jahresende wollen die Planer und Ingenieure von der Industriestraße ins neue Domizil umgezogen sein – am Freitag hatten die geschäftsführenden Gesellschafter Prof. Dr.-Ing. Jörn Anselm und Dipl.-Ing. Jörg Kahlenberg zum Richtfest am Rohbau eingeladen.

Dazu versammelten sich die Mitarbeiter mit Familien, Architekten, Handwerkern und Vertretern der Gemeinde am Neubau. Zimmermeister Johann Warnke zog getreu dem traditionellen glückbringenden Ritual den Richtkranz auf und bat auch die Bauherren Anselm und Kahlenberg aufs Dach, um die symbolischen letzten Nägel ins Gebälk zu zimmern.

„Wir feiern heute einen Meilenstein“, sagte Anselm. Seitdem der IDN 2016 – im Jahr seines 50-jährigen Bestehens – seinen 50. Mitarbeiter begrüßen konnte, waren die räumlichen Kapazitäten an der Industriestraße erschöpft. „Wenn wir weiter wachsen und unser Leistungsspektrum erweitern wollen, müssen wir was machen“, schilderte Anselm die vor zwei Jahren begonnenen Überlegungen. Eine weitere Aufstockung des alten Unternehmensgebäudes wurde nach einigen Überlegungen verworfen, stattdessen entschieden sich die beiden geschäftsführenden Gesellschafter für den Neubau eines Bürogebäudes – und blieben ihrer Heimatgemeinde treu, indem sie als Standort das neue Gewerbegebiet „Oyten A1“ wählten, das sie selbst im Auftrag der Gemeinde geplant hatten und in dem sie nun demnächst selbst zu Hause sind. Rund 2,5 Mio. Euro investiert das Unternehmen nach eigenen Angaben in den Neubau.

Dass der IDN ein leistungsstarkes und kompetentes Planungs- und Ingenieurbüro sei, „wollen wir jetzt auch nach außen darstellen“, ergänzte Kahlenberg mit Blick auf das repräsentative Gebäude. Und „wir wollen zeigen, dass wir ein attraktiver Arbeitgeber sind“: „Alle sollen gern bei uns arbeiten!“, unterstrich Kahlenberg. Denn mit dem Neubau sei nicht nur das betriebliche Ziel verbunden, weiter zu wachsen, um die große Nachfrage der Auftraggeber bedienen und das Leistungsspektrum zielgerichtet erweitern zu können, sondern auch die Schaffung einer angenehmen Arbeitsatmosphäre und bester Arbeitsbedingungen. Dahinter stehe die Überzeugung, dass nur zufriedene Mitarbeiter die geforderte Qualität in der Projektarbeit leisten könnten. Deshalb flossen die Bedürfnisse der Mitarbeiter in die Planung des neuen Hauses ein. So bietet der Neubau für zukunftsweisende 65 Arbeitsplätze überwiegend die gewünschten Zweier-Büros und dazu kleine Extras – wie einen Ruheraum mit Liegesesseln, einen Raum mit Kickertisch und Dartscheibe zur aktiven Erholung, ein Bistro und eine Terrasse samt (Fußbad)-Teich.

Die geschäftsführenden Gesellschafter Jörg Kahlenberg und Jörn Anselm (v.re.) begrüßten ihre Mitarbeiter und alle Baubeteiligten zum Richtfest am Neubau des IDN im Gewerbepark „Oyten A1“.

Dass der Oytener IDN im neuen Park eines der begehrten Grundstücke erhielt, war für Bürgermeister Manfred Cordes nicht nur keine Frage, sondern eine Freude, wie Cordes zum Ausdruck brachte. Schließlich sei das Ingenieurbüro nicht nur verlässlicher Partner der Gemeinde Oyten in zahlreichen Projekten, sondern stehe auch für deren Ziel, vor allem kleine und mittlere Betriebe aus Oyten und Umgebung anzusiedeln, die eine gesunde mittelständische Wirtschaft spiegelten. Logistiker und andere viel Fläche verbrauchende Unternehmen dürften sich im neuen Gewerbepark laut Ratsbeschluss nicht mehr ansiedeln.

Der IDN arbeitet norddeutschlandweit als Planungs- und Ingenieurbüro mit den Schwerpunkten Wasserwirtschaft, Infrastruktur, Tragwerksplanung sowie Umwelt- und Freiraumplanung. Gestartet war das Unternehmen 1966 in Bremen mit fünf Mitarbeitern. 1985 zog das wachsende Büro unter Regie von Gründer Rolf Anselm nach Oyten in den Gewerbepark an der Autobahn um – und auch den hatte der IDN übrigens selbst geplant. 

pee

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Erdogan-Party in der Türkei: AKP-Anhänger feiern möglichen Wahlsieg wie WM-Triumph

Erdogan-Party in der Türkei: AKP-Anhänger feiern möglichen Wahlsieg wie WM-Triumph

WM-Aus für Lewandowski: James führt Kolumbien zum 3:0

WM-Aus für Lewandowski: James führt Kolumbien zum 3:0

Fotos vom Hurricane-Abschluss am Sonntagabend

Fotos vom Hurricane-Abschluss am Sonntagabend

Federer verliert Finale und Nummer 1 - Kein Jubel bei Zverev

Federer verliert Finale und Nummer 1 - Kein Jubel bei Zverev

Meistgelesene Artikel

97 Abiturienten am GaW entlassen

97 Abiturienten am GaW entlassen

Schwerer Unfall auf der A27 bei Verden: Zwei 24-Jährige verletzt

Schwerer Unfall auf der A27 bei Verden: Zwei 24-Jährige verletzt

Klaus-Störtebeker-Schule meistert ihre letzte Schulentlassung

Klaus-Störtebeker-Schule meistert ihre letzte Schulentlassung

Abi-Varieté im Domgymnasium mit temporeichen Darbietungen

Abi-Varieté im Domgymnasium mit temporeichen Darbietungen

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.