„Oyten hilft“ richtet Spendenkonto ein

Lavin braucht Hilfe

Danke in verschiedenen Sprachen auf bunten Ballons
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Die in Oyten lebenden Cousinen von Lavin sagen bildlich Dankeschön für jede Unterstützung. Ihre hübsche Zeichnung mit dem Wort Danke in verschiedenen Sprachen auf bunten Ballons haben schon einige Spender erhalten.

Oyten – Lavin ist 14 Jahre alt und mit ihren Eltern aus Syrien in den Irak geflüchtet. Ihr Onkel lebt mit seiner Familie in Oyten und macht sich große Sorgen um seine Nichte: Lavin leidet unter einer schweren Skoliose, einer Verkrümmung der Wirbelsäule um 70 Grad. Die Ärzte im Irak raten dringend zu einer Operation, die dort aber nicht möglich ist. In Hannover jedoch hat Dr. Heide Borchers, Freundin der Familie und Mitbegründerin des Vereins „Oyten hilft“, eine Spezialklinik gefunden, die das Mädchen als Patientin aufnehmen würde. „Allerdings müssen die Kosten für die Operation – von der Klinik mit voraussichtlich 45.000 Euro angegeben – im Voraus bezahlt werden“, schildert Borchers. Dafür hat sie einen Spendenaufruf gestartet.

Dr. Heide Borchers engagiert sich seit 2015 für geflüchtete Menschen in ihrer Heimatgemeinde Oyten. Sie war Mitinitiatorin der Kleiderkammer – damals im Rahmen der Ankunfts- und ersten Alltagshilfen für Geflüchtete der Grundstein für die Integrationsarbeit, deren Entwicklung in Oyten als vorbildhaft gilt. Dieses auch und vor allem dank des großen Netzwerks von Ehrenamtlichen, dem auch Heide Borchers und ihr Mann seit mehr als sechs Jahren angehören.

Im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Arbeit für die Integration und den Verein „Oyten hilft“ wurde Borchers jetzt von der ihr gut bekannten syrischen Familie in Oyten um Hilfe für die erkrankte 14-jährige Nichte gebeten. „Im Irak wurde eine schwere Skoliose diagnostiziert, die laut Angaben der irakischen Ärzte einer dringenden chirurgischen Versorgung bedarf, um schwere Folgeschäden besonders für die Organe im Brustkorb zu vermeiden. Die Krankenakte liegt mir vor“, berichtet Borchers.

Im Irak sei die aufwendige Operation derzeit nicht durchführbar. Lavins Mutter sei jedoch bereit, ihre Tochter zu einer hilfreichen Operation nach Deutschland zu begleiten. Für Flug und Unterkunft würden die Verwandten Sorge tragen, die in Deutschland ihre neue Heimat gefunden haben. Heide Borchers steht in Kontakt zu der Spezialklinik in Hannover, die das Mädchen aufnehmen und operieren würde. Ohne die Vorauszahlung der Behandlungskosten von voraussichtlich 45.000 Euro bekomme Lavin aber „keine schriftliche Zusage von der Klinik, die jedoch unbedingt nötig ist, um die Visa in der deutschen Botschaft in Erbil zu beantragen“, schildert Borchers.

Ihre Bitte um Hilfe für das Mädchen durch finanzielle Unterstützung des chirurgischen Eingriffs verhallte nicht ungehört. Etwa zwei Drittel der benötigten Summe, also rund 30.000 Euro, seien bereits als Spenden abrufbereit, berichtet die Oytenerin. Ein Großteil stamme von einer Kinderhilfsorganisation, die direkt mit der Klinik kooperiere. Den anderen Teil der Spenden hat Borchers vor allem in ihrem persönlichen Umfeld eingeworben. „15.000 Euro fehlen jetzt noch“ – und für den Endspurt der Hilfsaktion setzt die Initiatorin nun auf breite öffentliche Unterstützung.

Der gemeinnützige Verein „Oyten hilft“ hat das Spendenkonto eingerichtet und bürgt nach eigenen Angaben für die Seriosität der Spendenaktion.

Die Zeit drängt: „Das Leiden des heranwachsenden Mädchens wird von Monat zu Monat dramatischer, deshalb bitte ich Sie höflichst zu helfen“, appelliert Dr. Heide Borchers in einem Aufruf. Fragen beantwortet sie unter Telefon 04207/3391 und mobil unter 0151/26574065.

Das Spendenkonto des Vereins „Oyten hilft“ bei der Kreissparkasse Verden hat die IBAN DE32 2915 2670 0020 3873 87 und den BIC BRLADE21VER. Wichtig ist die Angabe des Verwendungszwecks der Spende: Das Kennwort lautet Operation Lavin.

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