202 von 210 Plätzen ab Sommer belegt

Trotz Krippen-Neubau schon wieder leichte Luftknappheit

Oyten - Die Nachfrage nach Kinderbetreuungsplätzen boomt weiter. Trotz des kurz vor Vollendung stehenden Neubaus der Kindertagesstätte Oyter Mühle – der siebten Kita im Gemeindegebiet – herrscht in der Bedarfsplanung der Gemeinde Oyten besonders im Krippenbereich für unter Dreijährige schon wieder Luftknappheit. 

Von 210 verfügbaren Krippenplätzen in den sieben Kitas sind zum neuen Kindergartenjahr 2018/19 bereits 202 belegt. Darüber informiert die Gemeindeverwaltung im Vorfeld der öffentlichen Sitzung des Ratsfachausschusses für Kindergartenangelegenheiten am Donnerstag, 14. Juni, ab 19.30 Uhr im Rathaus.

Auch in der Kita Oyter Mühle geht – neben dem Einzug der zurzeit übergangsweise extern untergebrachten beiden Krippengruppen – gleich noch eine dritte Kleinkindgruppe an den Start. Mit 45 Plätzen für Ein- bis Dreijährige ist die neue Kita Oyter Mühle dann die gemeindeweit größte Krippe. Dazu hält eine 24-köpfige Kindergartengruppe Einzug im Neubau – der fünfte Gruppenraum bleibt noch in Reserve.

Freie Kindergartenplätze gibt es laut Verwaltung ab Sommer noch 29, vorrangig in der Kita Am Berg. 444 der verfügbaren 473 Betreuungsplätze für Kinder ab drei Jahre sind in den sieben Einrichtungen nach derzeitigem Anmeldestand belegt. Für die Kita Am Berg hat das den Vorteil, dass die Gruppengrößen von 25 auf 19 bis 20 Kinder reduziert werden können.

Diskutiert werden im Kindergartenausschuss des Rates nächste Woche auch die Auswirkungen der vom Land Niedersachsen zum 1. August geplanten Gebührenfreiheit für Kindergartenkinder ab drei Jahren. Die für die Gemeinde damit wegfallenden Gebührenzahlungen der Eltern sollen durch eine erhöhte Finanzhilfe des Landes für das Kindergartenpersonal ausgeglichen werden. Die Rechnung allerdings geht für die Gemeinde Oyten nicht auf. Selbst wenn das Land seine Personalkostenzuschüsse wie geplant von bisher 20 im neuen Kindergartenjahr auf 55 Prozent steigert, ergeben sich für die Gemeinde Oyten unterm Strich Mindereinnahmen von 230 651 Euro in ihrem Kindergartenbetrieb. Das hat die Gemeindeverwaltung ausgerechnet. In den Folgejahren soll der Personalkostenzuschuss des Landes zwar jährlich um ein Prozent bis auf dann 58 Prozent im Kita-Jahr 2021/22 steigen, was für Oyten dennoch immer weiter Mindereinnahmen von zuletzt noch 70 529 Euro pro Jahr bedeuten würde.

 „Zurzeit verhandeln die kommunalen Spitzenverbände mit dem Land Niedersachsen eine Härtefall-Regelung, um Kommunen, bei denen durch die erhöhte Personalkostenerstattung der Wegfall der Gebühreneinnahmen nicht vollständig abgedeckt wird, eine zusätzliche Entschädigung zu zahlen“, berichtet Daniel Moos, Fachbereichsleiter im Oytener Rathaus. Beabsichtigt sei zurzeit, dass davon diejenigen Kommunen Gebrauch machen könnten, die trotz der erhöhten Erstattungen noch einen Verlust von mindenstens fünf Prozent verzeichneten. Danach könnte die Gemeinde Oyten voraussichtlich für die Kita- Jahre 2018/19 (minus 10,2 Prozent) und 2019/20 (minus 6,7 Prozent), eventuell auch für 2020/21 (minus 4,9 Prozent), im Rahmen der Härtefallregelung zusätzliche Mittel beantragen, so Moos. 

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