Oyten feiert den heiligen Mann mit Laternenumzug, Fackel, Musik und Rummel

St. Martin reitet hoch zu Ross voran

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Eckhard Kauert, Ehrenvorsitzender des VdS, Anke Wörder, Organisatorin, Hans-Joachim Blohme, VdS-Vorsitzender und Axel Junge, Vize-Chef im Rathaus (v.l.), haben die Weichen für das Martinsfest 2015 in Oyten gestellt.

Oyten - Der 10. November ist der Tag des Heiligen Martin. Es soll schon vor seiner Wahl im Jahre 800 nach Christi zum Bischof der französischen Stadt Tours ein sehr frommer, bescheidener Mann gewesen sein. Wahrscheinlich hätte er es sich nicht träumen lassen, dass er im Jahre 2015 noch immer verehrt wird und ihm zum Gedenken Feste gefeiert werden. Am Wochenende des 7. und 8. Novembers ist es in Oyten wieder soweit.

Mit einem zweitägigen Martinsfest huldigt die Gemeinde dem gütigen Mann, der sich aus Furcht vor seiner Wahl in einem ländlichen Gänsestall versteckt hielt. Die Überlieferung sagt, dass die Gänse ihn durch ihr lautes Geschnatter verrieten und er so sein anfangs ungeliebtes Amt annehmen musste. Den Gänsen ist der Verrat schlecht bekommen. Sie wurden geschlachtet. Bis heute hat sich in der Folge der Brauch gehalten, am 10. November Gänsebraten zu verzehren.

Das traditionelle Oytener Martinsfest beginnt wie immer mit dem großen Laternenumzug nach einer ökumenischen Andacht in der St. Petri Kirche. Das spektakuläre Martinsspiel, bei dem St. Martin zu Pferde angeritten kommt und bei Fackelschein seinen Mantel mit einem Bettler teilt, darf auch in diesem Jahr nicht fehlen.

Danach führt er als Reiter den Laternenumzug an, der sich erstmalig über die Schulstraße Richtung Biesewig, Lindenstraße, am Hof Meyer vorbei zur Feuerwehr und dann zum Heimathaus bewegt. Dort gibt es für die Kinder süße Martinshörnchen und die Jugendfeuerwehr grillt Würstchen für alle. Die Vereinigung der Selbständigen (VdS) Oyten als Veranstalter bemüht sich derzeit noch um die passende musikalische Begleitung.

Am Sonntag, 8. November startet das eigentliche Martinsfest mit dem gewohnten Rummel auf der Hauptstraße und am Busbahnhhof und der vorderen Lindenstraße, für das wieder der Durchgangsverkehr in der Zeit von 9 bis 19 Uhr ausgesperrt wird.

Mehr als 40 Buden, nostalgische Fahrgeschäfte sowie Präsentationen von Vereinen und Verbänden werden dort aufgebaut sein, wo sonst der Verkehr durchrauscht. Ein riesiger Obststand mit frisch gepflückten Äpfeln und Birnen aus dem Land, eine Orchideenausstellung und winterliche Floristik, Stände mit erstem Glühwein und kulinarischen Angeboten, Kinderbelustigung und vieles mehr sollen das Publikum begeistern.

Gänse sind auch am Sonntag das große Thema des Festes. Zum einen wurde wieder eine junge Oytenerin engagiert, die mit einer hölzernen Gans als Gänseliesel durch die Festmeile zieht und Lebkuchenherzen an die Kinder verteilt, zum anderen stehen vor den Geschäften lebensgroße, aber eben nicht lebendige Gänse, die das Festmotto bestärken und dann ist da noch die große Verlosung mit bratfertigen Gänsen vom Geflügelhof Rump aus Ottersberg. Wem das Glück hold ist, der kann dort einen saftigen Braten gewinnen.

Trotz der Fahrbahnsanierung der Hauptstraße erwartet die Gemeinde Oyten keinerlei Komplikationen im Straßenverkehr. Dem Publikum steht genügend Parkraum hinter den Geschäften, die selbstverständlich geöffnet haben werden, und auf dem Rewe-Parkplatz sowie der Feuerwehrwiese kostenlos zur Verfügung.

kr

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