Oyten ergänzt Betreuung und Verpflegung

Druck durch Geburten und Schülerzahlen

Oyten - Die Erweiterung der Küche in der Integrierten Gesamtschule Oyten (IGS) wirft ihre Schatten voraus: Wenn alles nach Plan läuft, kann sie nach den Sommerferien bereits in Betrieb gehen.

Vor diesem Hintergrund stellte Daniel Moos, Leiter des Fachbereichs Soziale Dienste in der Oytener Gemeindeverwaltung, im Sozialausschuss eine Konzeption für das Essen (Mittagstisch und Frühstücks- bzw. Nachmittagsimbiss) in den Kindertagesstätten (Kitas) vor, der ohne Beschlussempfehlung zur Kenntnis genommen wurde. Die Gemeinde möchte einheitliche Qualitätskriterien für die Verpflegung an Kitas festlegen, die auch unabhängig von einer speziellen Zubereitungsart gelten. Dies hat Auswirkungen auf die Art der Küche, die Küchenausstattung und den Essenspreis.

Fünf verschiedene Zubereitungsarten sind möglich, zwei davon werden in Oytener Einrichtungen bereits angewendet: die Warmanlieferung (Kita Bassen) und die Aufbereitung von Tiefkühlkost (Grundschule Oyten). Die Verwaltung wird nun beauftragt, drei andere Möglichkeiten durchzurechnen: Die Frischküche, das Modell „Cook & Chill“, bei dem die Zubereitung von der Ausgabe abgekoppelt ist, sowie eine Mischform.

Durch die Erweiterung der Küche an der IGS ergeben sich nun mehr Möglichkeiten. Derzeit werden an der IGS 650 Essen täglich ausgegeben. „Wir rechnen perspektivisch damit, dass der Bedarf auf 1000 Essen täglich steigen wird“, so Daniel Moos, der dies mit den wachsenden Schülerzahlen begründet. Die wesentlich kleinere Küche der Grundschule Oyten versorgt neben Schülern auch die beiden kirchlichen Kindertagesstätten. Sie könnte von einer Zubereitungsküche für TK-Kost auf eine Frischküche umgebaut werden.

Eine einstimmige Beschlussempfehlung gab das Gremium für die Einrichtung eines Betriebskindergartens. Obgleich es unstrittig sei, dass sich der Bedarf in den nächsten Jahren einstellen werde, so Moos, stecke das Vorhaben sozusagen noch in den Kinderschuhen. Bis Ende 2017 soll das Bauprojekt abgeschlossen sein.

Nach Anmeldephase wird Bedarf konkreter

Wahrscheinlich sei nicht der Bau einer Kita durch ein einzelnes Unternehmen, sondern, dass die Gemeinde selbst eine Einrichtung bauen lässt, in der sich Betriebe Plätze reservieren lassen können. Ein bestimmter Anteil an Plätzen bleibt Kindern aus der Kommune vorbehalten, weitere können dann an Betriebe vergeben werden. Der Ausschuss empfahl, dass die Verwaltung zunächst anfragen solle, welche Oytener Unternehmen Interesse hätten, sich an einem Betriebskindergarten zu beteiligen.

Konkreteres wurde auf die nächste Sitzung des Gremiums am 22. Februar vertagt. Grund: „Wir sind bis Ende Januar noch in der Anmeldephase für die Kindergartenplätze“, erklärt Moos. Zahlen zum Bedarf könnten erst nach Ablauf dieser Frist vorgelegt werden. Doch ein positiver Trend zeichne sich ab, meint Moos. Nachdem die Zahl der Geburten in den vergangenen Jahren bei etwa 140/150 pro Jahr lag, sei sie 2015 auf 180 angestiegen. Nach Angaben des Fachbereichsleiters werden bereits 60 Prozent der Kinder im Krippenalter in Oyten in einer Krippe oder Tagespflege betreut.

ldu

Rubriklistenbild: © dpa

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