Container schlägt leck

Chemie-Alarm in Oyten: Feuerwehr stuft austretenden Stoff bei Gefahrguteinsatz als explosiv ein

Zwei Feuerwehrleute in Schutzanzügen tragen einen Container.
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In speziellen Schutzanzügen wollen die Oytener Feuerwehrleute den Container abdichten. Dies scheitert jedoch.

Alarm am Dienstagmorgen. Bei einer Chemiefirma in Oyten war ein 1000-Liter Container leck geschlagen. Der austretende Stoff gilt als explosiv. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr handelten deshalb mit Vorsicht.

  • Am Dienstamorgen kam es zu einem Chemieunfall bei einer Firma in Oyten.
  • Ein 1000-Liter-Container mit Gefahrgut hat leck geschlagen.
  • Bei Kontakt zu Wasser ist der austretende Stoff explosiv.

Oyten – Großalarm am Dienstagmorgen in Oyten: Gegen 9  Uhr mussten die Feuerwehren Oyten und Bassen sowie der Gefahrgutzug des Landkreises Verden und die Schnelleinsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes ausrücken. Auf dem Gelände einer Chemiefirma an der Rudolf-Diesel-Straße in Oyten war ein 1000-Liter-Container leck geschlagen, sodass eine Chemikalie austrat.

GemeindeOyten
Einwohner15.863
Fläche63,44 km²
Postleitzahl28876

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte hatten Mitarbeiter den austretenden Stoff als explosiv eingestuft. Daher hätten die Feuerwehrleute zunächst Abstand gehalten, erläutert Frederik Boie, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Verden.

Feuerwehr Oyten eilt mit Spezialanzügen ins Gebäude

Die Halle wurde geräumt. Die Feuerwehr eilte mit Spezialanzügen in das Gebäude und konnte schließlich die Gefahr bannen. Verletzt wurde niemand. Ein Mitarbeiter der Firma wurde vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Boie zufolge war die Leckage bei Arbeiten an dem Container entstanden. Speziell geschulte Einsatzkräfte versuchten zunächst langsam und vorsichtig, den Behälter abzudichten. Dazu trugen sie einen Chemikalienschutzanzug, laut Boie eine Art zweite Haut. Sie verwendeten eine sogenannte Leckdichtpaste, die nicht mit dem explosiven Stoff reagieren kann.

Gefahrenstoff: Einsatz von Wasser führt zur Explosion

Der Einsatz von Wasser hätte zur Explosion führen können, so Boie. Der Versuch misslang aber. Darum entschieden sich die Löschkräfte, den Stoff umzupumpen. Diese Arbeiten liefen bis mittags. Danach waren die Feuerwehrleute noch mit der Säuberung der Halle befasst. Das dauerte bis weit in den Nachmittag hinein.

Für die insgesamt rund 100 Einsatzkräfte habe keine Gefahr bestanden, auch nicht für die Bevölkerung, versichert Boie. Die Firma habe sich zudem sehr kooperativ gezeigt. Die Feuerwehr Oyten hatte in dem Unternehmen schon mehrfach Übungen veranstalten dürfen, sagte der Feuersprecher.

Von Christian Butt Und Philipp Köster

Feuerwehrleute aus Oyten und Bassen bereiten sich auf den Einsatz vor. Dafür ziehen sie sich spezielle Schutzanzüge an.

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