Die Deutsche Bahn ist pünktlich

Neuer Haltepunkt in Sagehorn geht an den Start

Barrierefrei: Die Fußgängerüberführung mit Aufzügen am neuen Haltepunkt am Schwarzen Weg.
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Barrierefrei: Die Fußgängerüberführung mit Aufzügen am neuen Haltepunkt am Schwarzen Weg.

Sagehorn – Die Deutsche Bahn ist pünktlich: Denn genau wie geplant, geht am Sonntag, zeitgleich zum Fahrplanwechsel, der neue Haltepunkt Sagehorn an den Start. 2015 hatten die Planungen begonnen; rund anderthalb Jahre betrug die Bauzeit. Die neue Verkehrsstation der Deutschen Bahn (DB) liegt 800 Meter westlich von der bisherigen entfernt.

Konkret werde der neue Haltepunkt der DB in der Nacht von Sonntag, 12. Dezember, auf Montag, 13. Dezember um 3 Uhr nachts in Betrieb genommen, teilt Oytens Bürgermeisterin Sandra Röse mit. „Ab Montag früh halten und fahren die Züge also nicht mehr am und vom alten Bahnhof, sondern am und vom neuen Haltepunkt am Schwarzen Weg“, fährt Bürgermeisterin Röse fort, und ergänzt: „Alle Provisorien sind von der DB und von uns rechtzeitig fertig.“ So sei der Zugang zu den Bahnsteigen ab Montag gewährleistet.

„Die Außenbahnsteige mit je 220 Metern Länge und 76 Zentimetern Höhe sorgen für einen bequemen Ein- und Ausstieg der Kundinnen und Kunden in die Züge“, teilt eine Bahnsprecherin mit. Die Fußgängerüberführung mit Aufzügen ergänze die Verkehrsstation. „Damit kommen alle Reisenden barrierefrei zu den Bahnsteigen“, so die DB-Sprecherin weiter.

Ausgestattet ist der neue Bahnsteig laut der Bahnsprecherin mit energetischen Beleuchtungsanlagen, Wetterschutzhäusern, Schriftanzeigern für die Fahrgastinformation sowie neuen Vitrinen und Abfallbehältern.

Realisiert hat die DB den Haltepunkt-Neubau im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms (ZIP) des Bundes. „Nach der Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs wird die bisherige Station Sagehorn zum Fahrplanwechsel geschlossen. Der Rückbau der alten Anlage ist in Planung“, erläutert die Bahnsprecherin.

Über die finanzielle Seite der Baumaßnahme hielt sich die Bahnsprecherin bedeckt. „Zum jetzigen Zeitpunkt eine Investitionssumme zu nennen, wäre nicht valide, da weitere Arbeiten folgen. Maßgeblich zählt dazu der Rückbau der alten Verkehrsstation, der sich in Planung befindet“, führte sie aus.

Hier war die Gemeinde federführend: Die Park+Ride-Anlage an der Nordseite ist bis auf die Bepflanzung fertiggestellt.

Nicht die Deutsche Bahn, sondern die Gemeinde Oyten muss die Infrastruktur für den neuen Haltepunkt schaffen, wie etwa den Ausbau der Park+Ride-Anlage an der Nordseite und des Bahnhofsvorplatzes. Laut Sabine Müller, Bauamtsleiterin der Gemeinde Oyten, ist die Park+Ride-Anlage seit dieser Woche fertiggestellt. „Pflanzungen und Eingrünungen (Bäume, Sträucher, Rasen) erfolgen im Frühjahr“, so Müller. Der genaue Zeitpunkt für die Pflanzungen sei witterungsabhängig. Unterdessen gehe der Bahnhofsvorplatz an der Südseite in die Ausführungsplanung, die Politik werde laufend informiert, betont Müller. Der Stand dieser Baumaßnahme sei auch der Grund dafür, dass die Gemeinde noch keine Gesamtkosten ermitteln konnte. „Das wird von uns laufend kontrolliert und aktualisiert“, so Müller.

Hinzu kommen Fahrradparkplätze. An der Südseite stellt die Gemeinde laut Röse 15 Bügel zum Abschließen von 30 Fahrrädern zur Verfügung. „An der Nordseite schaffen wir diese Möglichkeit für insgesamt 30 Räder (fünf Bügel stehen unter der Z-Brücke, 20 Fahrräder finden im Häuschen bei der P+R-Anlage Platz)“, erläutert Röse. Die Bürgerbushaltestelle an der Südseite sei ebenfalls hergerichtet.

„Die offizielle Einweihung des neuen Haltepunkts holen wir nach, sobald die Begleitanlagen auf der Südseite fertiggestellt sind“, kündigt die Bürgermeisterin an. Auch seitens der Bahn sei „vor dem Hintergrund der aktuellen pandemischen Lage“ derzeit keine offizielle Einweihung geplant. Eine kleine Aufmerksamkeit für Reisende und Pendler hat sich das Unternehmen dennoch überlegt: „Am Montag, 13. Dezember, verteilen ab 14 Uhr Promoterinnen Nikoläuse als kleines Dankeschön für alle Reisenden für deren Geduld“, kündigt die Bahnsprecherin an.

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