Klangbeispiele und Vortrag

Orgelrenovierung in St. Petri-Kirche Oyten abgeschlossen

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Karl-Heinz Voßmeier (rechts) und Udo Feopentow stellten die runderneuerte Orgel in der St. Petri Kirche vor rund 30 Besuchern fachlich und klanglich vor.

Oyten - Von Bernd Hägermann. Rund ein Dreivierteljahr verstrich, bis die Renovierungsarbeiten an der Kemper-Orgel der St. Petri Kirche in Oyten abgeschlossen waren. In dieser Zeit behalf sich die Gemeinde mit einer kleinen und transportablen Orgel am Altarraum: „Das ging besser als gedacht“, sagte Pastor Hans-Peter Strübing. Nur bei einer Konfirmation, als die Kirche vollbesetzt war, sei das fehlende klangliche Volumen wirklich störend gewesen. Damit ist es jetzt vorbei.

Bereits Ende Oktober, anlässlich des Gottesdienstes zum Reformationstag, hatte Organistin Ute Becker die neue Qualität der Orgel, die 1963 gebaut worden war, vorstellen können. Offiziell abgenommen wurde die Orgelrenovierung Anfang November. Dafür verantwortlich war der Orgelrevisor der hannoverschen Landeskirche, Karl-Heinz Voßmeier. Er war es auch, der am Donnerstag auf einer Empore-Veranstaltung und auf Einladung des Kirchenvorstands einige Klangbeispiele zu Gehör brachte.

Über die Renovierungsarbeiten berichtete Udo Feopentow von der gleichnamigen Orgelbau-Firma, welche die Erneuerungsmaßnahmen durchgeführt hatte. Die einzelnen Renovierungsabschnitte hielt Feopentow in einem bildlichen Arbeitstagebuch fest. Etwa dreißig Interessierte warfen darauf genauere Blicke.

Die Erbauer der Kemper-Orgel haben in den sechziger Jahren laut Feopentow einige unkonventionelle Materialien verwendet – zum Beispiel Kork und Plastik, statt wie jetzt bei der Renovierung

Filz, Teflon und Edelstahl verbaut

Filz, Teflon oder Edelstahl. Auch der alte Spieltisch habe nie richtig funktioniert. Die Hebelverhältnisse stimmten nicht. „Das war bei Kemper einfach so“, sagte der Orgelbauer. Jetzt ist (fast) alles anders und besser und „sicher für die nächste Generation“.

Die Orgelbaufirma Kemper gibt es nicht mehr. Sie war in Lübeck beheimatet. Die größte Kemper-Orgel steht dort in der Marienkirche. Sie gilt als die größte mechanische Orgel der Welt und verfügt über 100 Register. Eine weitere steht in der Hamburger Jacobi Kirche. Das Besondere dabei: „In der Jacobi Kirche gibt es auch eine Schnitger-Orgel“. Derartig hochkarätige klangliche Konkurrenz hat die runderneuerte Kemper-Orgel in Oyten, die über 1.300 Pfeifen verfügt, nicht zu fürchten. Ihr Ton werde vor allem beeinflusst von Temperaturunterschieden, so Karl-Heinz Voßmeier. „Wenn es in der Kirche gleichmäßig warm ist, klingt die Kemper-Orgel am besten.“

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