Nachfrage in Oyten bleibt hoch / „Gartenvillen“ und „Imhof“ entwickeln sich

Bauland lockt Interessenten

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Das zentral gelegene Wohnquartier Am Sportplatz/Pferdewiese.

Oyten - Von Lisa Duncan. Vor rund drei Jahren kam es zum ersten Spatenstich im Oytener Baugebiet Alter Sportplatz. Nun hat das zentral gelegene Wohnquartier bereits deutlich Formen angenommen. Auch die einheitlichen Fassaden seien laut Vize-Verwaltungschef Axel Junge mittlerweile akzeptiert. Einen ganz anderen Weg hat die Gemeinde mit den Grundstücken zwischen Wächterstraße und Nachtigallstraße eingeschlagen. Am „Imhof“ haben die privaten Bauherren weitgehend freie Hand. Beide Lösungen scheinen sich zu bewähren, denn die Nachfrage nach Bauland in Oyten bleibt hoch.

Bereits die Hälfte der Grundstücke im „Gartenvillen“-Viertel seien verkauft, die Hälfte der Häuser fertig, informiert Wolfgang Röttjer, Fachbereichsleiter Finanzen und Steuern in der Gemeindeverwaltung. Insgesamt 45 Grundstücke mit 70 Wohneinheiten finden auf dem rund zwei Hektar großen Gebiet Platz. Als nächstes sollen fünf Mehrfamilienhäuser mit je fünf Wohneinheiten entstehen.

Die Architektur ist von der ausführenden Parc Bauplanung GmbH klar definiert: Kastige Stadtvillen mit flachen Pult- oder Zeltdächern (wir berichteten). Das stieß nicht sofort auf Gegenliebe bei den umliegenden Anwohnern, die im Schatten der Villensiedlung einen Wertverlust ihrer eigenen Grundstücke fürchteten. „Niemand ist begeistert, wenn der Blick auf die Wiese zugebaut wird“, so Wolfgang Röttjer. „Man sieht jetzt, dass das einheitliche Baugebiet gut ankommt“, stellt Axel Junge fest.

In etwa gleich groß wie das Gelände am Alten Sportplatz ist das zukünftige Baugebiet „Imhof“, das sich planungsmäßig jedoch „noch in den Kinderschuhen befindet“, so Bauamtsleiter Michael Rath. Der Bebauungsplan befindet sich noch in der Aufstellungsphase, soll aber voraussichtlich im Oktober fertig sein. Die Erschließung könne im günstigen Fall im September erfolgen. Danach könne mit den Arbeiten für den Schmutzwasserkanal und die Straßenbeleuchtung begonnen werden. Dabei habe man sich mit einer Verrohrung nicht „für die ganz grüne Lösung entschieden“, gibt Wolfgang Röttjer zu, denn hätte man den natürlichen Graben in der Mitte belassen, wäre Baufläche verloren gegangen.

Im Vergleich zum „Gartenvillen“-Projekt handelt es sich beim „Imhof“ um eine Standard-Lösung: „Der Bauherr kann selbst überlegen, was er dort baut“, sagt Röttjer. Mit geringfügigen Einschränkungen: Entlang der Wächterstraße sind Mehrfamilienhäuser mit zwei Vollgeschossen bis zu 10,50 Meter erlaubt, im restlichen Bereich der Einfamilienhäuser dürfen die Gebäude eine Höhe von 9,50 Meter nicht überschreiten, informiert Michael Rath. Die Grundflächenzahl pro Haus ist auf maximal 0,3 festgelegt (bei 1000 m² dürfen 300 m² bebaut werden). Das Neubaugebiet sei entsprechend der Umgebung geplant worden, in der nicht ein bestimmter Hausstil prägend ist, so Rath. Vom Schwedenhaus bis zum Bau mit lilafarbenem Pultdach sei damit auch künftig vieles denkbar.

Erste Anfragen für die 24 Baugrundstücke kamen laut Röttjer bereits vor ein bis zwei Jahren. Für fünf weitere Baugrundstücke will die Gemeinde Investoren finden, da dort Mietwohnungen entstehen sollen. „Das läuft gut an“, gibt Röttjer Auskunft über den aktuellen Stand und auch Axel Junge bestätigt: „Wir werden das sicherlich in einem Rutsch verkaufen.“ Vor allem viele Familien befänden sich unter den Interessenten. Ein Zeichen für Bevölkerungszuwachs? Wolfgang Röttjer: „Wenn wir neue Baugebiete erschließen, geht es darum, die Einwohnerzahl zu halten. Man muss aber auch gleichzeitig gucken, dass die Infrastruktur mitwachsen kann, etwa, dass wir genügend Kita-Plätze bereit stellen können.“

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