Oyter See und Umgehungsstraße meist genannt bei Bürgerdialog-Auftakt der SPD

„Muss doch was geben zwischen Wasserskipark und Nichtstun“

SPD-Vorsitzender Ralf Großklaus und seine Vertreterin Mareike Kiss moderierten die Auftaktveranstaltung der Bürgerdialogreihe der Oytener Sozialdemokraten unter dem Motto „Mitmachen statt meckern“. - Foto: Holthusen
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SPD-Vorsitzender Ralf Großklaus und seine Vertreterin Mareike Kiss moderierten die Auftaktveranstaltung der Bürgerdialogreihe der Oytener Sozialdemokraten unter dem Motto „Mitmachen statt meckern“.

Oyten - „Also, da ist deutlich mehr bei rausgekommen, als ich gedacht hätte.“ Zufrieden pflückte SPD-Chef Ralf Großklaus nach zwei Stunden die Stichwortzettel wieder von den Pinwänden. 25 Mitglieder und Gäste der Oytener Sozialdemokraten hatten am Mittwochabend im „Alten Krug“ zum Auftakt der SPD-Bürgerdialogreihe Handlungsfelder für die örtliche Politik benannt, gesammelt und bewertet. Am häufigsten fielen dabei die Stichworte Oyter See und Umgehungsstraße.

„Input von außen“ für die Arbeit im Gemeinderat in der neuen Legislaturperiode ab November erhofft sich die Oytener SPD von ihren Bürgerforen. Und wenn sich bei den Veranstaltungen noch der eine oder andere neue Kandidat für die Kommunalwahl am 11. September findet – auch gut. „Mitmachen statt meckern“, das hat die SPD als Devise für ihre Bürgerdialoge ausgegeben. Die nächsten finden statt am Montag, 2. Mai, im Gasthaus Segelken in Bassen; am Dienstag, 10.  Mai, im Schützenhaus Mühlentor in Schap-husen; am Freitag, 13. Mai, im Schützenhaus in Sagehorn. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Bürgerinnen und Bürger können sich ihre ortsnächste Veranstaltung aussuchen oder den für sie passendsten Termin.

Was sich mit Gestaltungswillen (und dem nötigen finanziellen Spielraum) politisch vor Ort bewegen lässt, verdeutlichte die SPD-Führung eingangs unter dem Programmpunkt „Erreichtes“: Neues Gewerbegebiet an der A 1, Fortschreibung der Ortskernsanierung, neue Baugebiete, Wiesenpark-Ausbau, schnelles Internet in allen Ortsteilen, Bürgerbus, Ausbau frühkindlicher Erziehung, Einrichtung IGS... – was die SPD vor der Kommunalwahl vor fünf Jahren auf ihre Agenda gesetzt hatte, „ist alles abgehakt“, stellte Heiko Oetjen fest. „Wir haben sozusagen schon alles erreicht“, witzelte der Vorsitzende der SPD-Mehrheitsfraktion im Rat.

Scherz beiseite – zu tun gibt's natürlich immer was. Was das in den nächsten Jahren sein könnte, förderte das „Brainstorming“ der Runde zu Tage. Die notierten Stichworte sortierten Parteichef Großklaus und seine Stellvertreterin Mareike Kiss unter den Sammelbegriffen Wirtschaft/Finanzen, Feuerwehr/Sicherheit, Schule, Jugend/Kultur/Soziales/Senioren/Sport sowie Umwelt/Gemeindeentwicklung ein. In einer zweiten Runde wurden in Kleingruppen Prioritäten gesetzt und die Chancen und Risiken der für dringlich erachteten Projekte bewertet.

Immer eingedenk der Mahnung von Großklaus, sich „nicht die Köpfe heiß zu reden über Sachen, für die die Gemeinde nicht zuständig ist“. Wie etwa eine neue Disco, einen Bioladen oder Car-Sharing. Auch die gewünschte verstärkte Polizeipräsenz „können wir nicht beeinflussen – aber vielleicht bei den zuständigen Stellen anstoßen“, merkte Großklaus an.

Von allen Arbeitsgruppen genannt wurde eine notwendige Attraktivierung des Erholungsgebiets Oyter See. Wenn auch nicht gerade das angeregte Seehotel – so „muss es doch was geben zwischen der damals abgelehnten Wasserski-Anlage und dem heutigen Nichtstun“, meinte Günter Block-Osmers.

Während vereinzelt mehr Fußgängersicherheit, speziell Überwege an alter Hauptstraße und Triften angemahnt wurden, brachte Block-Osmers einen Verkehrsentwicklungsplan als Aufgabe für Oyten ins Gespräch, der die Bedürfnisse von Fußgängern, Radlern und Autofahrern gemeindeweit in ihrer Gesamtheit betrachte und bearbeite.

Ganz oben auf der Prioritätenliste des Abends fanden sich außerdem eine Umgehungsstraße für Sagehorn zur Verkehrsentlastung des Ortszentrums, sozialer Mietwohnungsbau, ein Discounter am Berg sowie ein Haus der Kulturen im Ortskern als Anlaufstelle aller Altersgruppen zur Begegnung und Unterhaltung. 

pee

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