Mozart-Projekttag: Musiktheatergruppe erarbeitet „Zauberflöte“ mit Grundschulkindern

Papageno singt in Sagehorn

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Papageno reist in der Sagehorner Turnhalle als fliegender Vogelhändler umher.

Oyten - Die Turnhalle der Sagehorner Grundschule verwandelte sich gestern in einen geheimnisvollen Garten in einer Oase inmitten der ägyptischen Wüste. Wilde Tiere, Sklaven, Prinzessinnen, Priester und eine Riesenschlange tummelten sich dort. Zu Gast war die Wiener Musiktheatergruppe „Kinder des Olymp“, die mit den Sagehorner Grundschülern in einem Opernworkshop Mozarts „Zauberflöte“ erarbeitete. Möglich machte den Mozart-Projekttag eine Spende der Flohmarktinitiative um Gisela Anselm in Höhe von 1400 Euro, die der Schulverein „För use Lüttjen“ noch mit 200 Euro aufstockte, damit das Musiktheater eingeladen werden konnte.

Die Schauspielpädagogen, ausgestattet mit geschulten Stimmen, vermittelten den Kindern zunächst Wissen über den Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und über den Librettisten Emanuel Schikaneder. Spielerisch wurden die Kinder an das Thema der Zauberflöte herangeführt; lernten, was eine Oper überhaupt ist, warum es ein Orchester braucht, was ein Choreograph macht und welche Erfolge die berühmte, 1791 in Wien uraufgeführte Oper auf allen Weltbühnen bis heute feiert.

Einige Kinder erhielten kleine Rollen zugeteilt, andere wurden in Gruppen eingeteilt für die Darstellungen „tierischer“ Szenen. Im Mittelpunkt standen Pamina, die Tochter der Königin der Finsternis, und Tamino, ein junger mutiger Prinz, die beide gefährliche Prüfungen zu bestehen hatten, um zueinander zu gelangen. Die Königin der Finsternis entpuppte sich als Rachegöttin, die auch vor Mord nicht zurückschreckte, um ihre abhanden gekommenen Sonnenkreise als Zeichen der Macht zurückzubekommen. Der Vogelhändler Papageno und seine Gefährtin Papagena, der Fürst Sarastro und der in Pamina unglücklich verliebte Monostatos füllten die Inhalte im Verwirrspiel von Liebe, Leidenschaft, Macht und Mordabsichten. Racheschwüre, Verrat und Szenen voller Verzweiflung brachten Dramatik ins Geschehen, das von Musik aus der Konserve begleitet wurde, die mit voluminösem Gesang der Theaterpädagogen untermalt wurde.

Zum Schluss siegte natürlich die Liebe, so wie Mozart es in seinem letzten Werk gewollt hatte. Den Grundschülern gefiel es sichtlich. Sie hatten die Grundidee dieses Stücks verstanden und gestalteten das Singspiel mit Engagement und Spielfreude aus. Die Visionen von pompösen Tempeln, der ewigen Wüste, reichen Fürstentümern und machtgierigen Herrschern ließen die Kinder mit großer Begeisterung vor dem geistigen Auge lebendig werden.

kr

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