„Enten“-Clubtreffen am Oytener Backsberg

Minimum an Komfort – Maximum an Fahrspaß

Ala Bauer aus Bielefeld reiste mit ihrer cremefarbenen Ente beim Treffen in Oyten an. - Foto: Woelki

Oyten - Einsteigen, anschnallen, losfahren – und ohne viel Elektronik oder Komfort das Fahrgefühl hautnah spüren und dabei jede Menge Spaß haben. Das erleben nach eigenen Angaben Besitzer des 2CV Citroens, im Volksmund „Ente“ genannt. Am Wochenende lud der 2CV-Entenclub Bremen zum großen „Ente meets Mini“-Treffen auf den Oytener Backsberg ein, zu einem Rendezvous der Enten- und Mini-Besitzer.

Lüder Bomhoff vom Gastgeber-Club berichtet: „Die Leute kommen aus dem gesamten Bundesgebiet zwischen Schleswig und Bonn. Man kennt sich inzwischen untereinander. Die Leute kommen her, um sich auszutauschen und um ihre Erlebnisse mit anderen zu teilen.“ Ente fahren sei reines Fahrgefühl, schwärmt er von seinem Auto. Und ergänzt: „Wer Ente fährt, der mag das Entschleunigen beim Fahren.“ Denn Ente-Fahrer rasen nicht, sie reisen über die Straßen.

In den 90er Jahren des vorigen Jahrhunderts hat Citroen die 2CV-Produktion eingestellt. Aber ungebrochen ist das Interesse an dem Modell, das sich schon lange zu einem Kultauto entwickelt hat. „Das Enten-Treffen organisieren wir seit Jahren. Auf der der diesjährigen Bremen Classic Motorshow haben uns die Mini-Fahrer gefragt, weil sie kein eigenes Treffen mehr organisieren, ob sie zum Enten-Treffen kommen könnten. Wir haben das sofort bejaht, weil wir hier auf dem Veranstaltungsgelände Platz ohne Ende haben“, berichtet Bomhoff. Und: „Seit 2004 sind wir hier auf dem Platz. Die Ente erinnert viele an ihre Jugendzeit. Das ist auch bei mir der Fall. Denn Ente fahre ich seit meinem 18. Lebensjahr. Jetzt bin ich 50.“

Bomhoff findet: „Ente-Fahrer sind ein eigenes Völkchen. Auf Oldtimer-Treffen fühlen wir uns nicht wohl, weil wir keine Oldtimer fahren.“ Bomhoff schildert: „Wenn du nach Frankreich mit einer Ente fährst, wirst du überall freundlich aufgenommen. Denn du fährst dann ein Auto von ihnen.“

Viele reisen zum Treffen auf dem Oytener Backsberg mit der ganzen Familie an. Während die Erwachsenen vor ihren Wohnwagen oder Zelten sitzen, ins Gespräch kommen, in der Sonne baden oder grillen, laufen die Kinder quer über den Platz, entdecken Baumstämme oder anderes zum Herumklettern und Spielen.

Wer ein wenig handwerkliches Geschick hat, der kann vieles an seiner Ente selber reparieren. Die Grundkonstruktion stammt aus einer Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg aus dem Jahr 1936. Die hat sich seitdem in ihrem Aussehen nur leicht verändert. Eine cremefarbene Ente fährt Ala Bauer, die aus Bielefeld zum Backsberg reiste. „Sie ist einfach schick“, schmunzelt sie und genießt das schöne Wetter und die nette Atmosphäre auf dem Treffen.

woe

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