Pläne für Anbauten an IGS Oyten und Grundschule Bassen in politischer Beratung

Millionen für die Zukunft der Schulen

Luftbild Schulzentrum
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Vor der Sporthalle an der Pestalozzistraße ist jetzt der – rot markierte – Erweiterungsbau der IGS Oyten geplant.

Oyten – Zurück auf Anfang: Der im März von der Oytener Politik befürwortete Plan der Gemeindeverwaltung, den erforderlichen Erweiterungsbau für die IGS auf den Grünflächen hinter dem Jahrgangshaus zu errichten, hat sich als untauglich erwiesen. Der neue Plan sieht nun vor, das Gebäude direkt vor der Sporthalle an der Pestalozzistraße zu platzieren.

Das geht aus den Unterlagen für den Schulausschuss des Gemeinderates hervor, der sich nächste Woche erneut mit dem Bauvorhaben beschäftigt. An der Raumplanung und den geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 3,83 Millionen Euro hat sich laut Bauamt grundsätzlich nichts geändert.

Seit zwei Jahren ist die bauliche Erweiterung der Integrierten Gesamtschule (IGS) für die schon drei Jahre laufende gymnasiale Oberstufe in der Beratung. Zuletzt hatten sich Gemeinde, Schule und Architekt auf den Plan verständigt, in einem eingeschossigen Anbau moderne naturwissenschaftliche Fach- und Sammlungsräume für Physik, Chemie und Biologie zu schaffen und zu bündeln. Die mit Auslagerung der Fachräume freiwerdenden Kapazitäten im Bestandsgebäude sollen zu den allgemeinen Unterrichtsräumen umgebaut werden, die der Gesamtschule noch fehlen.

Eigentlich sollten in diesem Sommer die Anbauarbeiten starten. Stattdessen muss erstmal ein neuer Platz dafür beschlossen werden: Es hat sich herausgestellt, dass der auserkorene Standort hinter dem Jahrgangshaus planungsrechtlich außerhalb der bebaubaren Flächen liegt. Um hier Baurecht zu schaffen, müsste die Gemeinde in einem aufwendigen Verfahren den Bebauungsplan ändern – was den Ausführungen des zuständigen Fachbereichs zufolge neben erheblichen Kosten eine Zeitverzögerung von bis zu zwei Jahren verursachen würde.

Die Zeit drängt jedoch, und so verständigten sich Verwaltung, Schulleitung und Planungsbüro auf einen alternativen Platz für das Naturwissenschaftshaus: „Mehrheitlich wurde der Standort vor der Sporthalle als am geeignetsten angesehen“, heißt es aus dem Rathaus. Für den Bau an dieser Stelle müssten die derzeitigen Parkflächen mit 19 Autoabstellplätzen und 236 Fahrradbügeln weichen und verlegt werden. Das Problem ließe sich laut Bauamt unter anderem durch eine Erweiterung des Schulparkplatzes gegenüber vom Haupteingang der IGS lösen. Im Zuge der neuen Standortkonzeption sei zudem mit Hilfe eines Fachplaners für naturwissenschaftliche Räume die Raumentwurfsplanung optimiert worden.

Der Erweiterungsbau soll Ende 2022 fertig sein; der Umbau der alten Fach- zu neuen Klassenräumen, der mit 230 000 Euro in der Gesamtkostenschätzung zu Buche schlägt, soll voraussichtlich 2022/2023 folgen.

Die Schulpolitiker des Gemeindesrates sollen nächste Woche grünes Licht für das neue Konzept geben, damit der beauftragte Fischerhuder Architekt Peter Bischoff weiter planen und erste Auftragsvergaben vorbereiten kann.

Ein politisches Votum ist außerdem gefragt für die bauliche Erweiterung der Grundschule Bassen im Zuge ihrer Entwicklung zu einer teilgebundenen Ganztagsschule. Dafür plant die Gemeinde Oyten 2,2 Millionen Euro ein. Drei Architekten haben im Rahmen eines Wettbewerbs auf Grundlage des festgelegten Raumbedarfs und des Kostenbudgets Entwürfe gefertigt und einer Jury vorgestellt. Das Gremium aus Rats-, Schulleitungs- und Verwaltungsvertretern hat sich für die Variante eines zweigeschossigen Anbaus nordöstlich Richtung Sporthalle entschieden. Der favorisierte Entwurf beinhaltet mit ganzheitlichem Blick auf die Schule zudem den Umbau von Werkraum, Küche und Lehrerzimmer. Geschätztes Kostenvolumen: 2,19 Millionen Euro. Die Jury plädiert zusätzlich für den etwa 95 000 Euro teuren Einbau eines Aufzugs in der Grundschule Bassen. Alle Architektenentwürfe werden in der Sitzung des Schulausschusses öffentlich vorgestellt.

Von Petra Holthusen

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