Gemeinde und Investor stellen Bürgern Donnerstag überarbeitete Pläne für Ortsmitte vor

Mehr Grün statt Beton

Der Plan für Oytens neue Mitte steht.

Oyten - Von Petra Holthusen. Mehr Grün, weniger Beton – überarbeitet haben Gemeinde und Investor die Gestaltungsplanung für Oytens neue Ortsmitte. Nach Vorstellung des ersten Entwurfs im Mai hatte es Kritik aus Politik und Einwohnerschaft gehagelt. Das nachgebesserte Konzept für die ans Neubaugebiet Alter Sportplatz anschließende Wohn- und Geschäftsbebauung zwischen Haupt- und Jahnstraße stellen die Verantwortlichen am Donnerstag, 7. November, um 18 Uhr im Schützenhaus an der Jahnstraße allen Interessierten in einer Bürgerinformationsveranstaltung vor. Nach der Präsentation können Bürger Kritik und Ideen zu Protokoll geben.

Neu ist vor allem das grüne Tor zur neuen Mitte. Bislang war das Areal, auf dem der abgerissene alte Aldi stand, als zugepflasterte Parkfläche mit 63 Plätzen geplant. In der Weiterentwicklung des städtebaulichen Entwurfs sind noch 35 Autostellplätze entlang der Zufahrt von der Hauptstraße vorgesehen – der größere Teil der Fläche „wird grün gestaltet mit Büschen, Bäumen und Rasen“, schildert Bauamtsleiter Wolfgang Röttjer. Das bedeute weniger Flächenversiegelung und mehr Aufenthaltsqualität. Die große Grünfläche soll, ebenso wie der Lidl-Parkplatz, auch für Veranstaltungen und Märkte nutzbar sein.

Die Schaffung von Aufenthaltsqualität zur Belebung der Ortsmitte und Stärkung des Einzelhandels im Zentrum gehört zu den erklärten Zielen der vor zehn Jahren gestarteten Ortskern-Umgestaltung im Rahmen des Förderprogramms „Stadtumbau West“. Finales Herzstück ist nun die neue Mitte mit dem 1300-Quadratmeter-Lidl, der vom Wehlacker umsiedelt, mit künstlichem See und mit Wohnraumschaffung im Zentrum. 63 Eigentums- und Mietwohnungen in allen Größen für verschiedene Bedarfe, zehn davon mit Sozialbindung, sind in sechs Mehr-Parteien-Häusern geplant. An deren Anordnung, Anfahrtswegen und Bauhöhe von 13,5 Metern hat sich in der überarbeiteten Planung nichts geändert. Nur mehr Autostellplätze für die Bewohner wurden eingezeichnet, damit die Jahnstraße nicht wie befürchtet wild zugeparkt wird.

Schützen will die Gemeinde im städtebaulichen Vertrag 23 der vorhandenen Bäume, so Vize-Verwaltungschef Axel Junge. Acht Bäume sollen der Bebauung weichen, aber „für jeden gefällten Baum muss der Investor drei neue pflanzen“. Außerdem sehe der aktuelle Planentwurf die Begrünung der Dächer von Wohn- und Geschäftsgebäuden vor. Und in die Fassadengestaltung der bislang kaltweiß gezeichneten Gebäude „wollen wir noch Klinker reinbringen“, berichtet Junge von laufenden Gesprächen mit der Bremer Art-Bau Novus GmbH, die Planer und Investor ist.

Im Frühjahr sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Bebauung erfüllt sein. Zuerst wird dann die Ampelkreuzung für die Zufahrt von der Hauptstraße ausgebaut, und „im Spätsommer 2020“, so Röttjer, „sollen die Bauarbeiten im Gebiet selbst starten“. Bis auf den gewünschten kleinteiligen Einzelhandel, dessen Ansiedlung fernab wirtschaftlicher Realität sei, entspreche die aktuelle Planung durchaus den damaligen Ergebnissen des städtebaulichen Wettbewerbs, ergänzt Bürgermeisterin Sandra Röse.

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