Kalt, windig und etwas nass

Novemberwetter prägt gut besuchtes Martinsfest

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Wie Sankt Martin mildtätig seinen Mantel mit einem Bettler teilte, erlebten die Laterneläufer beim Martinsspiel am Heimathaus.

Oyten - Kalt, windig und etwas nass präsentiert sich passend zur Jahreszeit der November. Trotzdem erschienen zum Oytener Martinsfest, zu dem die Vereinigung der Selbstständigen (VdS) am Sonntag in den gesperrten Ortskern eingeladen hatte, zahlreiche Besucher. Dem Wetter zum Trotz strömten am Nachmittag viele Gäste auf die zur Bummelmeile umfunktionierte Hauptstraße.

Mit rund 50 Ständen und Buden, verkaufsoffenen Geschäften und Unterhaltungsangeboten für Kinder verwandelten die Veranstalter die Hauptstraße einmal mehr in eine Schlemmer-, Shopping- und Vergnügungsmeile – was die Besucher sichtlich genossen, wenn auch warm und wasserdicht ausgerüstet mit Jacken, Mützen und Regenschirmen. Die Aussteller waren am Nachmittag mit dem Besuch zufrieden.

Die diesjährigen „Gänseliesel“ Katharina und Ida schoben unter ihren Regenschirmen die rollende Martinsgans, aus der sie die jüngsten Festgäste mit Lebkuchen und Mandarinen beschenkten. „Der Lebkuchen ist ausgegangen. Den müssen wir nachholen“, sagte Katharina.

Dicke Jacken und warme Mützen waren quasi Pflicht am Nachmittag beim Oytener Martinsfest – aber wettertechnisch gut gerüstet stand dem Bummel über die Marktmeile im gesperrten Ortskern dann nichts mehr im Wege.

Auch der Oytener Bürgerbusverein nutzte die Möglichkeit, sich mit seinem Bürgerbus einer großen Öffentlichkeit vorzustellen. Gretel Bremkamp, Irene Windhorst und Gerd Windhorst informierten interessierte Festbesucher über das Bürgerbuskonzept und den Trägerverein. „Wir suchen immer neue Fahrer. Derzeit fahren 25 Personen den Bürgerbus, der immer besser angenommen wird. Im September hatten wir über 1000 Fahrgäste – wir sind sehr zufrieden“, erzählte Fahrdienstleiterin Irene Windhorst. 

Aus der rollenden Martinsgans verteilten Katharina (li.) und Ida als Gänseliesel Vitaminreiches an die jüngsten Oytener Festbesucher.

Als Stammgäste präsentierten sich wie in den Vorjahren die Oytener „Sanis“, diesmal aber mit etwas Neuem: „Wir haben ein rotes Zelt für Einsätze neu gekauft und zeigen es hier“, schilderte Edith Esselmann, Vorsitzende des DRK Oyten, während die Standbetreiber ringsum herbstliche Genüsse und Dekoration feilboten.

Martinsfest in Oyten

Mit dem großen Martinslaternenumzug war das Fest am Samstag gestartet. Nach einer Andacht in der St.-Petri-Kirche zogen rund 500 Laterneläufer – mit Holger Bischoff als Sankt Martin hoch zu Pferd vorweg – durch Oyten bis zum Heimathaus. Dort warteten Pastor Benjamin Will von der evangelischen und Diakon Hendrik Becker von der katholischen Kirchengemeinde. An einer Feuerstelle spielten Will als Bettler und Bischoff als Sankt Martin die überlieferte Legende nach, in der der Heilige seinen wärmenden Mantel zerteilt und die eine Hälfte dem Bettler schenkt. 

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