Kunst, Musik und grüne Erbsen

Marks' Garten in Oyten ist ein ländliches Paradies

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Renate Marks ist Gärtnerin aus Leidenschaft und freut sich, wenn ihr Garten auch anderen Menschen gefällt. Am Sonntag hatte sie ihren Garten für Gäste geöffnet.

Oyten - Ländlichen Charme in Oyten muss man mehr und mehr suchen. Es wird gebaut, erweitert, vorstädtisch gestaltet. Nicht so an der Schubertstraße. Dort bewirtschaften Renate und Kurt Marks einen 1200 Quadratmeter großen naturnahen Wohn- und Nutzgarten, der das Prädikat „ländlich“ noch verdient.

Im Rahmen der regionalen Aktion „Die offene Pforte“ durften Besucher am Sonntag einen Blick nicht nur über den Gartenzaun werfen – sie durften auch hinein in die grüne Idylle, als Marks ihren Garten für interessierte Gäste öffneten.

Kochen mit Gemüse aus dem eigenen Garten

Ein großer alter Kirschbaum dominiert den Bereich vor einem Gartenhaus, das im traditionellen Fachwerkstil von Kurt Marks in akribischer Eigenleistung errichtet wurde. Ein von Buchs gesäumter Weg führt schnurgerade auf den Eingang zu und erinnert an alte Bauerngärten. Stockrosen umspielen das herzige Gebäude, das nicht nur dekorative Zwecke hat, sondern für Geräte und Gartenzubehör seinen Nutzen erfüllt und sich dabei nahtlos in den gewachsenen Garten einfügt.

Ans Gartenhaus schließt sich ein Gemüsegarten an, in dem zur Zeit der Borretsch, ein würziges Gurkenkraut, mit herrlichen hellblauen Blüten dominiert. Erbsen wachsen auch prächtig, Zucchini setzen erste Früchte an und allerlei Kräuter stehen so, wie es sich jeder Gartenfreund wünscht. Renate Marks liebt es, Gemüse vom Garten direkt auf den Tisch zu bringen. „Es macht Mühe, na klar, aber es ist immer wieder ein schönes Erlebnis, im Frühjahr die Beete mit dem Gemüse anzulegen und zu sehen, wie es wächst“, erklärt Renate Marks ihre gärtnerische Leidenschaft.

Selbstgebautes Haus für fünf Hennen

Natürlich gibt es auch Rasen und Rabatten. Das Haus ist quasi eingerahmt davon. Freie oder ungenutzte Flächen sieht man nicht, Nutz- und Ziergarten gehen nahtlos ineinander über. Der Clou in Marks' Garten erschließt sich dem Besucher erst auf den zweiten Blick: In der hintersten Ecke, säuberlich eingezäunt, befindet sich ein Hühnerhof. Fünf Legehennen, die ohne Hahn auskommen müssen, weil die Geräuschentwicklung im Wohngebiet unerwünscht wäre, scharren zutraulich und leise gackernd unter einem schattigen Baum. Eine der gefiederten Damen zeigt sich nicht, die anderen genießen die Aufmerksamkeit der Besucher am Tag des offenen Gartens. Sie kennen ihre Pflichten und legen tatsächlich jeden Tag ein Ei für leckere Omeletts. Ein selbstgebautes Nurdachhaus ist ihr Domizil. Allerdings leben die Hühner nicht ungefährlich. Gerne schleichen Marder und auch mal ein Fuchs in der Nacht umher und versuchen, ins Häuschen zu kommen, was für die Hühner generell tragisch ausgeht.

Renate Marks, deren Garten im Rahmen der Aktion „Offene Pforte“ seit vielen Jahren ein beliebter und viel bewunderter Anlaufpunkt ist, freute sich auch in diesem Jahr wieder über großen Zulauf. Der Schubertchor, in dem sie selbst seit vielen Jahren Mitglied ist, ließ es sich nicht nehmen, sich im offenen Garten musikalisch mit klassischen Stücken einzubringen. Die Achimer Malerin Bärbel Waldmann, die sich der gegenständlichen Aquarellistik widmet, machte den Gartentag rund. Zwischen Rosenstöcken, unter Ziersträuchern und in blühenden Rabatten griffen ihre gezeigten Werke sommerliche Themen auf, die den Eindruck von Natur künstlerisch fortsetzten. 

kr

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