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Lavin braucht Hilfe – und bekommt sie

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Von: Petra Holthusen

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Lavins Cousinen sagen allen großherzigen Spenderinnen und Spendern Dank mit diesem gemalten Blumenstrauß.
Lavins Cousinen sagen allen großherzigen Spenderinnen und Spendern Dank mit diesem gemalten Blumenstrauß. © privat

Oyten – Mit einem von Lavins Cousinen in Oyten gemalten Blumenstrauß „reichen Lavin, ihre Familie und Freunde allen Spendern die Hand zum tief empfundenen Dank für deren Empathie, Solidarität, Herzlichkeit und tatkräftige Unterstützung“. Überglücklich ist Dr. Heide Borchers, die sich im Verein „Oyten hilft“ für geflüchtete Menschen engagiert, über den Erfolg ihres Spendenaufrufs. Die großherzig eingezahlten Summen auf das Konto von „Oyten hilft“ ermöglichen jetzt die rund 45 000 Euro teure Operation eines schwer erkrankten 14-jährigen Mädchens, das mit seinen Eltern aus Syrien in den Irak geflüchtet ist und dessen in Oyten lebender Onkel um Unterstützung gebeten hatte.

„Lavin braucht Hilfe“ – unter dieser Überschrift berichteten wir zum Jahreswechsel über das Leiden des Mädchens und die rollende Welle der Hilfsbereitschaft. Allerdings fehlten zu der benötigten Summe noch 15 000 Euro. Tatsächlich gingen nach dem öffentlichen Spendenaufruf weitere 25 000 Euro bei „Oyten hilft“ ein. „Ich bin zutiefst beeindruckt und gerührt“, sagt Dr. Heide Borchers dankbar. Inzwischen seien der Klinik in Hannover die erforderlichen 45 000 Euro Vorauszahlung für Lavins Operation zur Verfügung gestellt worden, berichtet sie. Die Gelder stünden der Klinik abrufbereit zur Verfügung „und erlauben nun die Beantragung der medizinisch begründeten Visa für Lavin und ihren sie begleitenden Vater“.

„Die bedingungslose Hilfsbereitschaft der Spender hat die Wende für Lavins Leidensweg gebracht. Das Echo auf den Spendenaufruf weist weit über sein eigentliches Ziel hinaus. Jeder einzelne Spender unterstreicht die Worte Wilhelm von Humboldts: ,Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben’“, erklärt Borchers, die für detaillierte Auskünfte allen Spendern unter Telefon 04207/3391 zur Verfügung steht.

Die 14-jährige Lavin leidet unter einer schweren Skoliose, einer Verkrümmung der Wirbelsäule um 70 Grad. Die Ärzte im Irak haben dringend zu einer Operation geraten, die dort aber nicht möglich ist. In Hannover jedoch hat Borchers eine Spezialklinik gefunden, die die dringend erforderliche chirurgische Versorgung des Mädchens übernimmt, „um schwere Folgeschäden besonders für die Organe im Brustkorb zu vermeiden“, so Borchers. Voraussetzung war jedoch die Vorauszahlung der Behandlungskosten von geschätzten 45 000 Euro. Die haben viele Spender nun zusammengetragen, sodass Lavin für die Operation nach Deutschland kommen kann – „so schnell wie möglich, eventuell noch vor Ostern“, hofft Borchers.

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