Futter und Geld gespendet

Landwirte aus Oyten und Ottersberg tuckern ins Krisengebiet

Mehr als 70 voll beladene Traktorgespanne umfasste der Futterspendentransport hiesiger Landwirte ins Ahrtal.
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Mehr als 70 voll beladene Traktorgespanne umfasste der Futterspendentransport hiesiger Landwirte ins Ahrtal.

Oyten/Ottersberg – Es war ein beeindruckender Konvoi: Mit mehr als 70 Traktorgespannen und 2000 Ballen Heu und Silage an Bord hatten sich hiesige Landwirte im September an einem sehr frühen Samstagmorgen auf den Weg nach Rheinland-Pfalz ins Ahrtal gemacht, um Berufskollegen im Hochwasserkatastrophengebiet mit Futterspenden zu unterstützen.

„Nach etwa 15 Stunden und mehr als 400 Kilometern sind wir gegen 20 Uhr in Sinzig angekommen“, berichtet Cornelius Traupe, einer der Organisatoren des Futterspendentransports. In der dort aufgebauten Feldküche des Aktionsbündnisses „Bunt kochen“ aus Frankfurt „konnten wir ein super Abendessen und ein großartiges Frühstück einnehmen“, erzählt der Oytener.

In der Zeit dazwischen verbrachten die rund 100 Transportfahrer aus den Landkreisen Verden, Rotenburg und Osterholz in den mitgenommenen Zelten der Jugendfeuerwehren des Fleckens Ottersberg und Feldbetten der Gemeinde Oyten „eine doch recht angenehme, wenn auch kurze Nacht“, so Traupe. Am Abend des folgenden Sonntags seien dann fast alle wieder zu Hause auf ihren Höfen gewesen – „bis auf eine kleine Gruppe, die aufgrund von zwei Pannen im Raum Soest noch eine zusätzliche Übernachtung genießen durfte“.

„Wir sind sehr stolz, dass diese Tour so reibungslos funktioniert hat, und bedanken uns bei allen Spendern und Unterstützern“, betont Traupe. Allein das gespendete Futter kostete in der Herstellung rund 50.000 Euro, und jedes Gespann hatte dazu etwa 1000 Euro an Kosten. Viele Landwirte und der Landwirtschaft nahe stehende Firmen aus der Region unterstützten die Aktion mit Sach- und Geldspenden. Neben dem Futter für die Höfe im Ahrtal „konnten wir noch eine Summe von mehr als 20.000 Euro an das Helferdorf in Walporzheim spenden“, berichtet Traupe stolz. Dieses Containerdorf könne 200 Helfer und Anwohner ohne Bleibe beherbergen, zudem gebe es ein marktähnliches Baustoffzelt, in dem Baumaterialien gelagert und kostenlos verteilt würden.

„Das Dorf wird ausschließlich durch Spendengelder betrieben und ist ein fester Ankerpunkt im Ahrtal geworden. Wir denken, hier ist das Geld sehr gut aufgehoben und kommt allen Betroffenen gleichermaßen zugute“, schildert der Sprecher der hiesigen Landwirte, die mit ihrer Hilfsbereitschaft echte Solidarität gelebt haben. Getreu dem geflügelten Wort, das sie Traupe zufolge aus dem Ahrtal mitgenommen haben: „You AHR not alone...“

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