Landkreis baut Informationsstand bei Rewe auf / „Wir beraten auch gerne zu Hause“

Hilfsmittel erleichtern Leben im Alter

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Daniela Benke (links) und Karen Hentschel vom Verdener Senioren-Stützpunkt waren mit einem Info-Stand bei Rewe in Oyten vertreten.

Oyten - Alt werden will jeder, das Altsein jedoch bereitet Probleme, die man sich nicht so recht vorstellen mag, wenn man sie noch nicht hat. Der Landkreis Verden mit seinem Senioren- und Pflegestützpunkt im Kreishaus an der Lindhooper Straße in Verden zeigt umfangreiche Möglichkeiten auf, das Leben im Alter zu erleichtern. Um auch Senioren „fernab“ der Kreisstadt auf diese Angebote aufmerksam zu machen, hatten die Mitarbeiterinnen des Fachdienstes Soziales, Daniela Benke und Karen Hentschel, einen Stand im Rewe-Supermarkt in Oyten aufgebaut.

„Viele mühen sich ab, ohne zu wissen, was es für tolle technische Hilfsmittel für Senioren gibt, anderen ist dieses Thema ein bisschen peinlich. Dabei sollte man Technik für den Alltag nutzen, wo immer es geht“, erklärte Karen Hentschel.

Neben umfangreichem und kostenlosen Informationsmaterial hatten sie und ihre Kollegin eine Auswahl an Dingen dabei, die vor Ort ausprobiert werden durften. Sogenannte helfende Hände, wie Greifarme, die das lästige Bücken vermeiden, ein Großtastentelefon, das man auch ohne Brille bedienen kann, diverse Arten von Linsenlupen, Hausnotrufgeräte.

„Das Angebot ist aber viel größer und technisch auf dem neuesten Stand“, machte Hentschel deutlich. Es reiche von A wie Armverlängerung für die Intimpflege über E wie elektrische Möbelerhöhungen und T für Treppensteighilfen für Rollstühle bis W wie Wassersensoren für den Boden mit Alarm.

Viele Senioren würden gar nicht wissen, was alles an Erleichterungen zu haben ist. „Es gibt eigentlich für jede Beeinträchtigung etwas. Je mehr man sich mit Hilfsmitteln selbst helfen kann, desto länger kann man eigenständig leben. Manchmal ist die Lösung für ein Handicap ganz einfach“, stellte die Fachfrau fest und fuhr mit weiteren Beispielen fort.

Sie erwähnte Besteck mit extra dicken und schweren Griffen und biegsamem Mundstück, um das Essen leichter zum Munde führen zu können und Trinkbecher mit einer Aussparung für die Nase, wenn der Kopf sich nicht mehr ausreichend neigen lasse. „Wir beraten gerne und kommen dafür auf Wunsch auch nach Hause“, informierte Hentschel.

Die Beratung für Senioren und Angehörige beschränke sich allerdings nicht auf die technischen Hilfsmittel fürs Alter. Fragen zu seniorengerechtem Wohnen, Essen auf Rädern, Haushaltshilfen, Begleitdienste oder Einkaufsservice seien ebenso Thema wie Gesundheitsvorsorge oder die Vermittlung von Kontakten zu Selbsthilfegruppen. Auch Hilfen bei Verhandlungen mit Krankenkassen seien über den Senioren- und Pflegestützpunkt möglich.

„Unser Spektrum ist breit gefächert und hört auch bei der Beratung zu Fragen von Pflegestufen und Hilfe rund um die Uhr nicht auf“, verdeutlichte Karen Hentschel, während der eine oder andere Senior nach dem Einkauf im Supermarkt zwar interessiert guckte, sich aber meist nicht traute, den Stand zu besuchen.

kr

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