Kultusministerin bei Einweihung des IGS-Jahrgangshauses

„Beste Voraussetzungen für gelingendes Lernen“

Die symbolischen Schlüssel für Jahrgangshaus und Schulküche überreichte Architekt Tilmann Conrad (li.) an Schulleiter Reinhard Ries.

Oyten - Bildungsräume zu schaffen, in denen sich Kinder zu aktiven, demokratischen Mitgliedern der Gesellschaft entwickeln können, ist für Frauke Heiligenstadt die „wichtigste Gemeinschaftsaufgabe“ überhaupt. Und wie die in Oyten angepackt wird, machte heute sichtlich Eindruck auf die niedersächsische Kultusministerin. Heiligenstadt war prominenter Ehrengast bei der offiziellen Einweihung des neugebauten Jahrgangshauses der Integrierten Gesamtschule (IGS) Oyten. Die Chance, um das pädagogische Konzept herum ein passendes Gebäude zu bauen, gebe es nicht häufig, aber sie schaffe „beste Voraussetzungen für gelingendes Lernen“, sagte die Ministerin. Die Investitionen dafür seien der Gemeinde als Schulträgerin „hoch anzurechnen“.

Kultusministerin Frauke Heiligenstadt bescheinigte der IGS Oyten mit dem heute eingeweihten Neubau „beste Voraussetzungen für gelingendes Lernen“. - Fotos: Holthusen

4,5 Mio. Euro investierte die Gemeinde Oyten in den Anbau eines Jahrgangshauses für die 2012 im Bestand der auslaufenden Haupt- und Realschule gestarteten IGS. Elf Klassen und ihre Lernbüros beherbergt der neue Trakt, den die Schüler nach den Sommerferien bezogen hatten. Gleichzeitig war die Schulküche, die täglich 800 Mittagessen kocht, erheblich erweitert worden. Zur offiziellen Einweihung mit ministerlichen Weihen begrüßten Bürgermeister Manfred Cordes und Schulleiter Reinhard Ries heute zahlreiche Gäste – neben Festrednerin Frauke Heiligenstadt auch die Landtagsabgeordneten Axel Miesner (CDU) und Uwe Santjer (SPD), Vize-Landrätin Karin Labinsky-Meyer, Oytener Ratsvertreter, Marianne Assenheimer als zuständige Dezernentin der Landesschulbehörde, Architekt Tilmann Conrad sowie Lehrkräfte und Vertreter aus Eltern- und Schülerschaft.

„Wir laufen hier im fünften Jahrgang in voller Fahrt“, sagte Cordes stolz. Die IGS als eine Schule für alle, in der Kinder nicht selektiert, sondern voneinander lernen würden, sei für ihn eine persönliche Herzensangelegenheit. „Wer sich nicht wohlfühlt, geht nicht gern zur Schule“, so Cordes, und wer sich nicht wohlfühle, könne nicht lernen. Ein ansprechendes Ambiente, wie es der Neubau biete, sei Motivation zum Lernen. Komplett werde die IGS allerdings erst mit der beantragten gymnasialen Oberstufe: „Wenn dafür die Genehmigung eingeht, bin ich der glücklichste Mensch der Welt“, erklärte Cordes.

Auf dieses Glück allerdings muss der Bürgermeister noch warten. Wer sich von Kultusministerin Heiligenstadt die Oberstufen-Genehmigung als Mitbringsel erhofft hatte, wurde enttäuscht. Sie wolle der Entscheidung durch die Landesschulbehörde nicht vorgreifen, betonte die Ministerin, sagte aber eine „sehr wohlwollende Prüfung“ zu: „Ich bin sicher, dass Sie gute Voraussetzungen haben.“

Schulleiter Reinhard Ries lobte die Gemeinde: „Sie investiert in Schule, wo andernorts Schulen geschlossen werden. Das ist Vertrauen in die Zukunft – und das brauchen wir.“ Mit der IGS gebe es in Oyten eine Schule, die Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in die Zukunft vorbereite, sagte Ries. Und meinte damit nicht gute Schulnoten, sondern die Fähigkeit, „aktiv mitzuwirken“ an der Gestaltung der Welt und der Lösung ihrer Konflikte – vom Klimawandel über Flüchtlingsströme bis zur Demokratiegefährdung: „Wie geht man damit um? Darauf werden die Kinder vorbereitet.“

Wie sie im Themenorientierten Unterricht Problemstellungen anzugehen lernen und dabei Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität und gutes Zusammenleben ausbilden, erklärten Schüler in einer kleinen Präsentation. 

pee

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