Öko-Projekt mit Lerneffekt

Kooperationsvertrag für Oytener Schulwald unterzeichnet

Symbolische Durchtrennung des Absperrbandes durch Schülersprecher Maximilian Sagemann
+
Mit der symbolischen Durchtrennung des Absperrbandes durch Schülersprecher Maximilian Sagemann wurde der Oytener Schulwald seiner Bestimmung übergeben. Über den Projekt-Startschuss freuten sich unter anderem Ricarda Hasch (li.), die das Grundstück zur Verfügung gestellt hatte, Franziska Dannenberg (2. v. li.) von der Stiftung Zukunft Wald, Schulleiterin Maria Schmidt (grüne Jacke) sowie Bürgermeisterin Sandra Röse (re.).

Oyten – Drei Komponenten braucht man, um einen Schulwald anzulegen. Eine Schule, die die Initiative ergreift, fachkundige Beratung und Unterstützung sowie eine geeignete Fläche. In Oyten war alles gegeben. So wurde jetzt im Rahmen einer Feierstunde im Freien mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen Vertretern der IGS, der Stiftung Zukunft Wald mit ihrem Projekt „Schulwälder gegen Klimawandel“ und der Familie Hasch als Eigentümerin einer großen Wiese dieses ökologische Langzeitvorhaben im Ortsteil Bockhorst abseits des Weges „Zur tiefen Wiese“ festgeklopft.

Der 1,2 Hektar große künftige Wald, rund anderthalb Kilometer von der Schule entfernt, soll mit 8 000 Bäumen bepflanzt werden, deren Anschaffung von der Stiftung finanziert wird. „Bei uns werden Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein großgeschrieben.

Jeder Schüler und jede Schülerin, auch in den folgenden Jahrgängen, soll mindestens einmal einen Baum in die Erde setzen. Zudem hat die Beschäftigung mit dem Wald durchaus einen hohen Lerneffekt“, erläuterte Schulleiterin Maria Schmidt, die zudem darauf hinwies, dass im direkten Nahbereich der Schule keine geeigneten Flächen für solch eine Aufforstung zur Verfügung gestanden hätten.

Los geht es mit der ersten Pflanzaktion bereits im Rahmen einer Projektwoche in sechs Wochen. Die Schule wird natürlich dauerhaft für die Hege und Pflege des jungen Waldes zuständig sein.

Diverse junge Bäume werden in verschiedenen Etappen in die Erde gesetzt. „Wir haben bei der Auswahl darauf geachtet, dass die Bäume auch den Auswirkungen eines Klimawandels trotzen können“, erläuterte Franziska Dannenberg von der Stiftung Zukunft Wald. Am Rande der Feierstunde verlautete zudem, dass auch die mitunter pingeligen Auflagen der Naturschutzbehörde berücksichtigt werden mussten, damit das Vorhaben überhaupt genehmigt werden konnte.

Mit dem im wahrsten Sinne des Wortes ersten Spatenstich für „ihren“ künftigen Wald brachten einige Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht von Charlotte Baumann (re.) von der Waldstiftung einen jungen Ahorn in die Erde.

Gepflanzt werden fast ausschließlich heimische Gehölze, damit einmal ein für die Gegend typischer Laubmischwald heranwächst – also Eichen, Buchen, Linden, Pappeln, Ahorne und mehr. Dazu gesellen sich passende Sträucher. Noch sind die Setzlinge nur zwischen 20 und 50 Zentimeter hoch, doch sie haben ja viel Zeit zu wachsen.

Für 30 Jahre hat die Familie Hasch ihren Grund und Boden zur Verfügung gestellt. „Danach werden die Bäume aber bestimmt nicht gefällt“, erklärt Juniorchefin Ricarda Hasch vom gleichnamigen und benachbarten Seniorenpflegezentrum. „Ich bin eine Bockhorster Göre, und diese Sache ist mir eine Herzensangelegenheit.“ Über ihre die IGS besuchenden Kinder sowie die Mitarbeit in Elterngremien war sie darauf aufmerksam geworden, dass die Schule eine Fläche für das Vorhaben suchte. „Dann hat der Familienrat spontan entschieden und die für den eigentlichen Zweck nicht mehr benötigte Viehweide angeboten.“

Bürgermeisterin Sandra Röse sagte im Namen der Gemeinde: „Unser Anteil war klein, aber die Freude ist groß.“ Diese Einschätzung wurde dadurch unterstrichen, dass auch Vertreter der Grundschule und der örtlichen Kindergärten bei der Feierstunde dabei waren, die den Schulwald ebenfalls in ihre pädagogische Arbeit mit einfließen lassen wollen.

Franziska Dannenberg von der Waldstiftung sicherte den Oytener Schülern und Lehrkräften bei Bedarf fachliche Unterstützung zu. „Die IGS ist jetzt Teil des Netzwerkes, das schon 60 Schulen in ganz Niedersachsen umfasst.“

Merlin Hankel, Schüler der 9. Klasse und engagierter Mitstreiter in dieser Sache, meinte: „Dieser Wald bietet unheimlich viele Möglichkeiten, und vor allem werden sich auch noch nachfolgende Generationen an ihm erfreuen und von ihm profitieren.“  sp

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

iPhone 13 jetzt schon sichern – zu diesen Hammer-Konditionen

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Angela Merkel: die wichtigsten Momente ihrer Karriere

Meistgelesene Artikel

2G-plus: „Es brodelt“

2G-plus: „Es brodelt“

2G-plus: „Es brodelt“
Weihnachtsmarkt: 2G-plus und  Resignation pur

Weihnachtsmarkt: 2G-plus und Resignation pur

Weihnachtsmarkt: 2G-plus und Resignation pur
Freie Impfaktion für 500 Willige am 13. Dezember im Rathaus

Freie Impfaktion für 500 Willige am 13. Dezember im Rathaus

Freie Impfaktion für 500 Willige am 13. Dezember im Rathaus
Wieder Mangel an Impfstoff

Wieder Mangel an Impfstoff

Wieder Mangel an Impfstoff

Kommentare