Warten auf den Ansturm

Knaus Campingpark Oyter See: Öffnung unklar

Beliebtes Zentrum des Knaus Campingparks: Der Camperstrand des Oyter Sees.
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Beliebtes Zentrum des Knaus Campingparks: Der Camperstrand des Oyter Sees.

Oyten – Die Hecken sind gestutzt, die Wohnwagen-Plätze vorbereitet: Wenn es nach Katrin Kieper ginge, könnte es bald wieder losgehen mit dem Campingplatz-Betrieb am Oyter See. Wenn, ja wenn da nicht die Corona-Pandemie wäre. „Bis zum 9. Mai haben wir ja ohnehin noch geschlossen“, sagt die kommissarische Leiterin, die seit gut einem Jahr in Oyten ist, „und was dann passiert, wissen wir noch nicht – da müssen wir im Moment wie alle anderen einfach abwarten.“

Ob mögliche Besucher dann nur mit Test auf den Platz kommen und mit welchen Begrenzungen sie zurechtkommen müssten, das steht alles noch in den Sternen. Groß sei die Wahrscheinlichkeit einer Öffnung gegenwärtig eher nicht, schätzt sie – aber man wisse ja nie.

Katrin Kieper, kommissarische Leiterin des Campingparks.

Die vergangenen Wochen waren jedenfalls auch für die 49-Jährige speziell: Nicht nur, dass sie wie sonst auch die Rezeption bediente, tägliche Putzarbeiten mussten verrichtet werden, noch dazu in Kurzarbeit.

„Durch die Pandemie ist alles anders“, sagt sie – allerdings nicht, was die Dauercamper und deren Nachfrage betrifft. Nachdem der Platz im November geschlossen worden war, durften sie ab dem 1. April wieder auf den Platz, „zu ihrer großen Freude“, sagt Kieper. Zumindest durften sich diejenigen freuen, die schon länger in Oyten campen. Neue Dauercamper werden dagegen seit dem gleichen Datum nicht mehr zugelassen: Da mit einer großen Anfrage von „normalen“ Urlaubsgästen gerechnet wird, habe die Leitung hier eine Grenze gezogen. Zum Leidwesen einiger Interessenten, denen sie bereits Absagen hätte erteilen müssen, so Kieper.

Etwa 100 Plätze für Dauercamper gebe es gegenwärtig, etwa 20 Menschen sind seit Anfang April auch schon auf dem Platz; mal mehr, mal weniger. Insgesamt bietet der Knaus Campingpark 230 Plätze an, 15 davon sind Zeltplätze (zusätzlich zu der großen Zeltwiese). Die Attraktion des rund neun Hektar umfassenden Geländes ist natürlich der See.

Wie groß ist denn die Nachfrage gegenwärtig, werden die Campingfreunde schon ungeduldig? „Ja“, sagt Kieper, „sobald klar ist, dass wir wieder öffnen dürfen, werden die Leute auch kommen.“ Im Moment säße man in der Warteschleife, aber das könne sich ganz schnell ändern. Wenn die Inzidenzzahlen weiter sinken würden, hofft sie darauf, dass spätestens zu Pfingsten wieder Leben in der Bude beziehungsweise auf dem Campingplatz sei: „Die Leute müssen ja auch raus.“

Langweilig ist ihr aber auch in den pandemie-geprägten letzten Wochen nie geworden, zu tun habe es genug gegeben. Gemeinsam mit ihrem Mann Ralf, der sich um die Grünpflege kümmert, hat sie auch auf dem Gelände ordentlich angepackt, Laub aufgesammelt, die Gräben aufgeräumt, Müll rausgebracht. Lediglich die vier Mobilheime sind noch nicht wieder „fit gemacht“, die sind noch in der Winterruhe. Nichtsdestotrotz weiß auch Katrin Kieper: So langsam könnte es mal wieder richtig losgehen.

Von Frank Schümann

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