Unfallgeschehen auf der A1 mit einem Todesopfer und hohem Sachschaden

Kettenreaktion nach Reifenplatzer

Als der Sattelzug am Vormittag auf das Stauende auffuhr, wurde der aus Polen stammende Fahrer tödlich verletzt.
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Als der Sattelzug am Vormittag auf das Stauende auffuhr, wurde der aus Polen stammende Fahrer tödlich verletzt.

Oyten – Zu einner dramatischen Kettenreaktion kam es am Dienstagvormittag auf der A1 bei Oyten. Am frühen Morgen gegen 5.20 Uhr hatte ein Reifenplatzer zwischen dem Bremer Kreuz und der Anschlussstelle Oyten bereits einen schweren Lkw-Unfall ausgelöst. Die Autobahn musste voll gesperrt werden, heißt es im Polizeibericht. Noch während die Aufräumarbeiteten liefen, fuhr am Vormittag dann ein Sattelzug auf das Ende des Staus auf, der sich gebildet hatte. Dabei erlitt der Fahrer tödliche Verletzungen. Insgesamt schätzt die Polizei die Höhe des Sachschadens auf ungefähr 300 000 Euro.

Als der Reifen platzte, war der 59 Jahre alte Lkw-Fahrer dem Bericht zufolge in Richtung Hamburg unterwegs. Der Lkw sei daraufhin nach links von der Fahrbahn abgekommen und habe die Mittelschutzplanke durchbrochen. In der Gegenrichtung blieb der Lkw quer zur Fahrbahn liegen. Der Fahrer wurde bei dem Unfall nicht verletzt, berichtet die Polizei. Er habe selbstständig die Fahrerkabine verlassen können. An dem Fahrzeug sei ein Schaden von rund 30 000 Euro entstanden. Die Ladung Kalk habe sich auf der Fahrbahn verteilt.

Für die Reinigungs- und Bergungsarbeiten, das hatten die Ordnungshüter bereits am Morgen gemeldet, musste die Autobahn 1 zwischen den Anschlussstellen „Oyten“ und „Bremer Kreuz“ in Fahrtrichtung Osnabrück voraussichtlich noch bis in die Nachmittagsstunden vollständig gesperrt werden. In Fahrtrichtung Hamburg wurden zudem zwei der drei Fahrstreifen gesperrt. Neben der Autobahnpolizei Langwedel waren Rettungskräfte und die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz.

Ein Folgeunfall schloss sich dann gegen 9.25 Uhr in Fahrtrichtung Osnabrück an. Mittlerweile hatte sich zwischen den Anschlussstellen Posthausen und Oyten ein Stau gebildet. Dem Polizeibericht zufolge bremsten der Fahrer eines Lkw mit nicht beladenem Bootstrailer sowie der 58-jährige Fahrer eines Sattelzuges hintereinander ab. Ein weiterer Sattelzug folgte, der auf den Zug des 58-Jährigen auffuhr und diesen auf den Lkw mit Anhänger schob. Dabei sei der polnische Fahrer des hinteren Sattelzuges tödlich verletzt worden. Er sei noch an der Unfallstelle gestorben, berichtet die Polizei. Der Fahrer des mittleren Sattelzuges sei nach ersten Erkenntnissen leicht verletzt, er sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Die beiden Insassen des Lkw

Die Polizei berichtet, dass allein beim Folgeunfall ein Sachschaden von etwa 250 000 Euro entstanden sei. Zudem seien Kraftstoffe und Öl ausgettreten.

Für die Unfallaufnahme und die Bergungsarbeiten blieb die A 1 in Richtung Osnabrück zwischen dem Anschluss Posthausen und dem Bremer Kreuz für mehrere Stunden vollständig gesperrt. Neben der Autobahnpolizei Langwedel waren die Freiwillige Feuerwehr und Rettungskräfte im Einsatz.  cb/kle

Nach einem Reifenplatzer hatte der Lkw die Mittelleitplanke durchbrochen.
Der Lastzug war auf den Bootstrailer vor ihm geschoben worden.

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