Wanderfreunde stolz auf Gewässerpatenschaft

16 Jahre ein Kleinod der Natur erhalten

Eine „Wohlfühloase für Flora und Fauna“ entwickelte sich auf einem Oytener 12 000-Quadratmeter-Naturgrundstück, für das die Achimer Wanderfreunde eine Gewässer-Patenschaft übernahmen und das sie einst auch mit anlegten und bepflanzten.

Oyten/Achim  - Die Gewässerpatenschaft der Achimer Wanderfreunde für ein etwa 12.000 Quadratmeter großes Naturgrundstück mit zwei Wiesenteichen in der Gemeinde Oyten geht jetzt ins siebzehnte Jahr.

Daran erinnert der Wanderfreunde-Naturschutzwart Wolf Wendel sen. und schreibt weiter: „Längst wurde diese Patenschaft zu der liebgewordenen Selbstverständlichkeit, eine pflegende, schützende Hand auf dieses naturbelassene Kleinod zu halten.

Die ersten Jahre waren von sehr vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden geprägt. Zuerst räumten Arbeiter der Gemeinde Oyten ein altes Wochenendhaus vom Gelände ab. Dann begannen Ausbaggerarbeiten an dem vorhandenen, aber fast verlandeten Wasserloch. Ein weiterer, viel größerer Wiesenteich entstand zeitnah in einiger Entfernung auf dem vorgelagerten Gelände.

Nun kamen die fleißigen Achimer Wanderfreunde zu ihren ersten körperlichen und sehr schweren Einsätzen. Unter dem Motto ,Im Großen denken, im Kleinen handeln' wurden auf der als schutzwürdig anerkannten Oytener Landschaftsfläche viele Bäume und Büsche gepflanzt.

Diese Arbeiten waren im Januar 2000 abgeschlossen. So wurden hier mit Bagger, Spaten, Schaufeln, Schiebkarren und sehr viel Schweiß die nötigen Voraussetzungen zum heutigen Schutz für Reh, Fasan und Co. geschaffen.

Danach blieb ein großer Teil der Fläche unberührt, und es entwickelte sich eine Wohlfühloase für Fauna und Flora, mitten in den Weiten der offenen Pferdewiesen!

Als jährliche Arbeit blieb und bleibt der Schutz der zwei Wiesenteiche vor dem Verlanden.

Gerne würden die jährlich auflaufenden Erlen, Birken und Weiden, die Binsen und neuerdings auch das hohe Riedgras die flachen, immer mit Wasser gefüllten Teiche zu einer Kloake verkommen lassen.

Für ein Kiebitz-Pärchen wäre in der vorgelagerten Wiese, die nur einmal im Jahr gemäht wird, sicherlich viel Platz. Leider ist diese interessante, noch vor Jahren häufig vorkommende Vogelart hier in dieser Gegend längst ausgestorben.

Nicht nur Sonntag für Sonntag die herrliche Natur als Wandervereinsmitglieder genießen, sondern aktiv etwas für unsere heimische Natur ehrenamtlich tun – auch das zeichnet die Achimer Wanderfreunde aus“.

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