Im „Sprachendorf“ testen Achtklässler ihre Kenntnisse in Englisch, Französisch und Spanisch

International Airport Oyten für einen Tag

Marius (links) und Thorben beim Rollenspiel auf Englisch im Duty-Free-Shop. - Fotos: Sommerfeld

Oyten - International Airport Oyten mit Abflügen nach Rio, Sydney, Kapstadt, Tokio und New York... – für einen Tag hatte Oyten gestern einen Flughafen. Die Schalter und Läden befanden sich in der Aula der IGS – dieses aus Anlass des ersten fremdsprachlichen Projekttags der Schule.

15 Fremdsprachenlehrkräfte hatten das „Sprachendorf“ aufgebaut, in dem die rund 150 Achtklässler der IGS ihre Kenntnisse in Englisch, Französisch und Spanisch testeten: In Rollenspielen, die alltägliche Situationen im Flughafenbetrieb simulierten.

Die Idee, die Aula in einen Flughafen und die Mensa in einen Wartesaal zu verwandeln, stammte von Alexandra Seba, zugleich Hauptorganisatorin. „Ich hörte, dass das ‚Sprachendorf’ zu einer erfolgreichen Einrichtung in anderen Schulen geworden ist“, sagte sie. Um zu erfahren, wie solch ein Dorf aufgebaut ist, hospitierte sie im vorigen Jahr an der KGS Sittensen. Gemeinsam mit ihren Kollegen sammelte die Spanisch- und Deutschlehrerin dann Material, mit dem sie die Stände ausgestaltete.

Gute Beratung gab's im Reisebüro des International Airport Oyten.

So hatte Marius im Duty-Free-Shop eine große Auswahl an Souvenirs. „Jemandem etwas mitbringen“, lautete seine Aufgabe. Das Kaufgespräch sollte auf Englisch geführt werden – und „Verkäufer“ Thorben legte außer guter Sprache auch noch die typisch englische Höflichkeit an den Tag, mit der er bediente. Denn gemäß dem „Drehbuch“ dauerte es ein wenig, bis sich „Käufer“ Marius entschieden hatte. Drei bis fünf Minuten währten die Dialoge. Benotet wurden Aussprache, Sprachmelodie und Rollenspiel, erklärte Lehrerin Lena Boulinguiez-Schmelzer, die dort Aufsicht führte.

„Es hat uns großen Spaß gemacht, und der Projekttag könnte öfter stattfinden“, waren Marius und Thorben einer Meinung. „Die Situationen bereiten uns auf den Urlaub vor, denn sie sind aus dem Leben gegriffen“, ergänzte Thorben. Marius nickte und fügte hinzu: „So wird die Fremdsprache abwechslungsreich und man lernt vieles hinzu.“

Das freute Alexandra Seba zu hören. „Der Spaß soll im Vordergrund stehen, und die Schüler sollen sich als jemanden erleben, der eine fremde Sprache spricht“, nannte sie den Sinn des Projekttags. Logisch, dass die Ergebnisse in die mündliche Note mit einfließen.

Die Schüler führten Gespräche an drei Ständen, davon zwei auf Englisch, und, je nach Wahl, eines auf Spanisch oder Französisch. Wer dann noch Zeit hatte, besuchte einen weiteren Stand. Die Themen waren in einem kleinen gelben Heft vorgegeben, das die Schüler am Vortag bekommen hatten. So gab es außer dem Souvenir-Shop unter anderem Reisebüro, Restaurant, Gepäckkontrolle, Polizeistation, Fundbüro und Krankenstation.

Im „Wartesaal“, der Mensa, bereiteten sich die Schüler auf die Gespräche vor. „Die Situationen sind auf Deutsch beschrieben und wir müssen sie in die jeweilige Sprache übersetzen. Die Vorbereitung im Wartesaal hat uns geholfen“, meinten Marius und Thorben. Sie lieben die englische Sprache, und da war es kein Wunder, dass Lehrerin Lena Boulinguiez-Schmelzer sie mit einer Eins benotete.

Und zum Abschluss des Projekttags gab es Englisch für alle: Die Achtklässler sahen gemeinsam den Film „Rain Man“.

is

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