Info über Blockheizkraftwerke / Ausgaben für Straßenbau

Gemeinde Oyten muss Energie sparen

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Das einstige Aldi-Gebäude: Vielleicht bald eine Flüchtlingsunterkunft? Das deutete jedenfalls Verwaltungs-Vize Axel Junge an.

Oyten - Die Heizanlage im Rathaus muss erneuert werden, da sie nicht mehr dem Stand der Technik entspricht. Daher beschäftigte sich der Ausschuss für Umwelt- und Gemeindeentwicklung der Gemeinde Oyten mit Energieversorgung, um das Rathaus, das Heimathaus, das Feuerwehrhaus, den Bauhof und das Jugendzentrum zu beheizen.

Über ein entsprechendes Konzept informierte von einem Bremer Planungsbüro Eike Schmerling. Die beiden jetzigen Heizkessel im Rathaus stammten aus den Jahren 1983 und 1997. Laut der Energieeinsparverordnung dürfen Kessel, deren Baujahr vor 1985 liegt, nicht mehr eingesetzt werden. Aus sechs Varianten einer Energieversorgung empfahl Schmerling den Austausch der beiden Heizkessel und den Einsatz von Blockheizkraftwerken. Diese Variante würde 125900 Euro kosten. Der Ausschuss nahm das Ergebnis zur Kenntnis und verwies das Thema in die Fraktionen.

Anschließend diskutierte das Gremium den SPD-Antrag den Bockhorster Mühlengraben wieder zu vernässen. Das Projekt wird seit Jahrzehnten immer wieder einmal aus der Schublade herausgeholt und neu diskutiert. „Die Verwaltung soll die Machbarkeit und die Kosten ermitteln. Denn das Projekt könnten wir zu Ausgleichsmaßnahmen für Baugebiete gut nutzen“, fand Ralf Großklaus (SPD). Hinrich Claus (CDU) warnte eindringlich: „Dann würden die Keller am Graben alle wieder voll Wasser stehen. Die Wasserführung wie heute ist vernünftig.“ Bei einer Gegenstimme von Hinrich Claus beauftragte der Ausschuss die Verwaltung die Machbarkeit zu prüfen.

Schließlich widmete man sich den Ansätzen des Haushalts 2016, die den Fachausschuss betreffen. Auf Antrag von Norbert Neisen (CDU) stellte der Ausschuss 20000 Euro für die Planung einer Umgehungsstraße am Schulzentrum vorbei nach Sagehorn ein. Zudem stimmte man einvernehmlich dafür, den Ansatz für Straßenunterhaltungen von 436500 Euro auf 600000 Euro zu erhöhen. Weitere 6000 Euro sollen für den Wiesenpark und 15000 Euro für den Oyter See bereitgestellt werden.

Auf Nachfrage, ob man denn das ehemalige Aldi-Gebäude abreißen könne und damit 5900 Euro einsparen würde, entgegnete Verwaltungs-Vize Axel Junge: „Vielleicht brauchen wir das Haus noch als Unterkunftskapazität für Flüchtlinge. Auch wollen wir dort kein Loch haben.“

Ein kurzer Disput entbrandete bei dem Thema ÖPNV und der Buslinie 745, die eigentlich eine Schulbuslinie ist, aber durch den „Kauf der Linie durch die Gemeinde“, so Ausschussvorsitzender Bodo Becker (CDU), und damit durch den Einsatz weiterer Busse verbindet die Linie die Gemeinde mit dem Achimer Bahnhof. „Die Linie wird wenig genutzt“, fand Becker. Und schob nach: „Beim Bürgerbus durften wir nach 2,5 Monaten den 1000-sten Fahrgast begrüßen. Damit haben wir nicht gerechnet“. Ralf Großklaus (SPD) betonte: „Wir haben die verdammte Pflicht das Angebot einzurichten. Dann müssen wir mehr dafür werben.“

woe

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