Arbeitskreis sichere Überquerung entschärft Gefahrenpunkte

Im Zeichen des Zebrastreifens

Von Autofahrern nicht zu übersehen: Der Zebrastreifen auf der Straße Am Triften in Oyten. 
Foto: Holthusen
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Von Autofahrern nicht zu übersehen: Der Zebrastreifen auf der Straße Am Triften in Oyten.

Oyten – Ein neuer Zebrastreifen an der Straße Am Triften (K 2) in Höhe des Neubaugebiets Bertolt-Brecht-Straße in Oyten ermöglicht Fußgängern, dort sicher auf die andere Straßenseite zu gelangen. Die Maßnahme, die die Gemeinde 35 000 Euro kostete, hatte der Arbeitskreis zur Schaffung sicherer Überquerungsmöglichkeiten auf den Straßen der Gemeinde Oyten mit Vertretern aus Rat und Verwaltung binnen zwei Jahren angestoßen und auf den Weg gebracht. „Wir hoffen, das wird gut angenommen“, sagt Axel Junge, Fachbereichsleiter im Rathaus, der die Einrichtung der Querungshilfe bereits kürzlich im Ausschuss für Umwelt und Gemeindeentwicklung bekannt gegeben hatte.

Zuvor hatte es viele Diskussionen gegeben. So war die Gemeinde Oyten mit dem Versuch gescheitert, den Landkreis Verden für wenigstens einen Anteil der Kostenübernahme zu verpflichten. Eine Fußgängerzählung habe aber das dafür erforderliche Maß der Verkehrsbehörde nicht erreicht. „Dafür sind die Vorschriften in ganz Niedersachsen, von Göttingen bis Cuxhaven, die gleichen. Schließlich hat die Gemeinde den Zebrastreifen selber bezahlt“, erläutert Junge. Zudem sollte Am Triften ursprünglich ein zweiter Zebrastreifen in Höhe des Heimathauses entstehen. Dieser Vorschlag erhielt aber keine behördliche Genehmigung.

Die Kosten für die neue Querung Am Triften in Höhe von 35 000 Euro beinhalten laut Junge nicht nur eine Fahrbahnmarkierung und gut sichtbare Verkehrsschilder, sondern auch eine LED-Beleuchtung und einen barrierefreien Ausbau mit Absenkung und Neupflasterung der Fußwegbereiche.

Aber nicht nur Am Triften gilt es, gefährliche Straßensituationen zu entschärfen – der Arbeitskreis hat noch weitere Aufgaben auf dem Zettel. Zum Beispiel soll auch eine Querungshilfe auf der Landesstraße in Höhe Schap-huser Dorfstraße installiert werden. „Das will der Fachausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen besprechen“, teilt Junge mit, der ansonsten bei diesem Thema nicht vorgreifen möchte.

Von Politik und Verwaltung zurückgestellt wurde zudem eine Mittelinsel auf der Landesstraße 168 am Ortseingang Bassen in Höhe Heidort. Grund: „Das Projekt ist mit erheblichem finanziellen Aufwand verbunden“, sagt Junge und spricht von einem Kostenaufwand in Höhe 150 000 Euro. Was daran so viel kostet, sind in erster Linie die erforderlichen Fahrbahnverschwenkungen. Denn die Straße gehört laut Axel Junge zum militärischen Grundnetz und muss daher weiterhin für Schwerlastfahrzeuge befahrbar sein. Dies erfordere die Einhaltung bestimmter Fahrbahnbreiten, auch wenn die Straße um die Mittelinsel herumgeführt werden muss. „Das wäre die nächste Maßnahme, die wir in Angriff nehmen müssten und die schon längere Zeit auf dem Plan steht. Das wollen wir nicht vergessen“, sagt Junge. Seit gut zwei Jahren befasst sich der Arbeitskreis damit. Auch in diesem Fall sind die Kosten voraussichtlich von der Gemeinde zu tragen.

Ebenfalls auf der Agenda des Arbeitskreises steht ein Zebrastreifen auf der alten Hauptstraße im Bereich zwischen dem Rathaus und der Tankstelle. Laut Junge könne dieser aus dem Städtebauförderprogramm Stadtumbau West („Neue Ortsmitte“) bestritten werden, sodass auf die Gemeinde kein Eigenanteil entfallen würde.

Ein weiteres, bereits abgeschlossenes Projekt: Zeitgleich mit dem Neubau der Kindertagesstätte Oyter Mühle schuf die Gemeinde auf eigene Kosten einen Überweg mit Fußgängerampel über die Landesstraße („Oytermühle“) und legte zur Kreuzung hin einen Fußweg an. Auf diese Weise gelangen Fußgänger, die von der Kita oder Polizeistation kommen, sicher zum Einkaufszentrum Wehlacker. ldu

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