IGS Oyten ist Modellprojektschule des Landes

Für zukunftsfähige Bildungsansätze

Elftklässler Merlin Hankel, Schulleiterin Maria Schmidt und der didaktische Leiter Dieter Schmidt.
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Freuen sich über die Aufnahme der IGS Oyten in das niedersächsische Modellprojekt „Zukunftsschule“: (v.l.) Elftklässler Merlin Hankel, Schulleiterin Maria Schmidt und der didaktische Leiter Dieter Schmidt.

Oyten – 2012 begrüßte die Integrierte Gesamtschule (IGS) Oyten die ersten Fünftklässler, 2021 verabschiedete sie ihre ersten Abiturienten – und jetzt ist die immer noch junge Schule eine von 65 in Niedersachsen, die das Land in das Modellprojekt „Zukunftsschule“ aufgenommen hat. Die Bewerbung der IGS Oyten hatte das Kultusministerium überzeugt.

Neue Lernformen etablieren, bei denen sich Schülerinnen und Schüler Lerninhalte selbstständig erarbeiten, und Kompetenzen vermitteln, die für das Leben in einer komplexen Gesellschaft mit ihren ökologischen, kulturellen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen wichtig sind – diese im Bewerbungstext aufgeführten Ziele der IGS entsprechen den Schwerpunkten in dem auf fünf Jahre angelegten Modellprojekt.

„Miteinander nachhaltig und gesund in einer Welt leben“, so lautet ein Schulentwicklungsziel. „Mit ihrer Teilnahme an Fridays-for-Future-Demonstrationen haben unsere Schülerinnen und Schüler bereits ihr Interesse an Nachhaltigkeits- und Klimathemen bewiesen“, heißt es im Schreiben der IGS ans Kultusministerium.

An der Gesamtschule gibt es die Unterrichtsformen Lernbüro und Themenorientierter Unterricht (TO). Im Lernbüro werden die Hauptfächer Deutsch, Englisch, Mathematik sowie die zweiten Fremdsprachen unterrichtet und Lerninhalte auf der Basis von Bausteinen selbst entwickelt. Sach- und Nebenfächer wie Gesellschaftslehre, Werte und Normen/Religion sowie Arbeit-Wirtschaft-Technik, Naturwissenschaften, Musik, Kunst und Darstellendes Spiel werden übergreifend im TO unterrichtet.

Diese Formen „tragen bereits zum eigenverantwortlichen Lernen und damit zur Persönlichkeitsentwicklung der Schüler bei“, betonen die IGS-Verantwortlichen. Zusätzlich werde das durch die außerschulischen Projekte „Verantwortung“ im Jahrgang acht sowie „Herausforderung“ in den Jahrgängen neun und zehn unterstützt.

Das dritte Schulentwicklungsziel heißt „Digitalisierung – lernen, leben und arbeiten in einer digitalisierten Welt“. An der IGS Oyten gibt es im kommenden Schuljahr erstmals zwei Laptop-Jahrgänge, die besonders die Umwandlung zum digitalen Lernen in Angriff nehmen.

„Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und „Demokratiebildung“ sind zwei Schwerpunkte, die im Modellprojekt „Zukunftsschule“ betont und wissenschaftlich begleitet werden. Alle beteiligten Schulen werden laut Ministerium vierteljährlich zwecks Erfahrungsaustausch und Festlegen weiterer Wege zu didaktischen Werkstätten eingeladen.

Die Ernennung der IGS zur Zukunftsschule erläuterten in einem Pressegespräch Schulleiterin Maria Schmidt, der didaktische Leiter Dieter Schmidt und Elftklässler Merlin Hankel. Das Bausteine-System im Lernbüro findet der Oberstufenschüler „cool, weil wir im eigenen Tempo arbeiten können“. Auch thematische Projektblöcke wie „You can change the world“ sagten ihm zu, so Hankel. Besondere nachhaltige Vorhaben der IGS sind das Anpflanzen eines Schulwaldes auf 1,5 Hektar Fläche in Bockhorst und die eigene Stromproduktion durch Solarzellen.

Um „Kreativität und Innovationsgeist in der Schulentwicklung“ hatte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne in der Online-Auftaktveranstaltung des Modellprojekts geworben. Es sei die Aufgabe von Schule, zukunftsfähige Bildungsansätze zu entwickeln und zu gestalten. Schule müsse ein demokratischer Ort sein, an dem Verantwortung, Solidarität und ein friedliches Miteinander gelebt und gelernt werden könnten. Dafür schaffe das Modellprojekt den bildungspolitischen Rahmen und pädagogische Freiräume.

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