„Ich übernehme Verantwortung“: Schulen stellen bei Fachtag Projekte vor

Demokratie lernen und leben

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Freuten sich heute im Oytener Schulzentrum über die Resonanz auf die 1. Regionale Lernstatt Demokratie in Niedersachsen: (von links) Dr. Wolfgang Beutel (Förderprogramm Demokratisch Handeln), Detlef Endeward (Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung), Rudi Klemm (Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie und Zivilcourage), Organisatorin Maria Schmidt (Förderprogramm Demokratisch Handeln) und Dr. Jochen Walter (Kultusministerium Niedersachsen).

Oyten - Schule als Lernort für Demokratie – das fängt im Klassenzimmer an mit wertschätzendem Umgang und mit Schülervertreterwahlen, setzt sich fort über den Einsatz für regionale Projekte vor der Schultür und weiter bis zu globalem Schülerengagement zum Beispiel für Fair Trade. Bandbreite und Möglichkeiten demokratischen Handelns in der Schule zeigte heute die 1. Regionale Lernstatt Demokratie in Niedersachsen auf.

Veranstalter war das bundesweite Schülerförderprogramm „Demokratisch Handeln“, Schauplatz die Aula des Schulzentrums in Oyten. Überschrieben war der Tag mit dem Leitmotto: „Ich übernehme Verantwortung“. Oyten als Tagungsort war kein Zufall, sondern dem Engagement von Maria Schmidt zu verdanken: Die ehrenamtliche Regionalberaterin für das Programm „Demokratisch Handeln“ ist Lehrerin an der IGS Oyten und initiierte die 1. Regionale Lernstatt Demokratie für Niedersachsen in den Räumen ihrer Schule. Das in Zusammenarbeit mit Rudi Klemm vom Weser-Aller-Bündnis: Engagiert für Demokratie und Zivilcourage (Wabe) sowie mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ), heute vertreten durch Detlef Endeward. Auch Dr. Jochen Walter, im niedersächsischen Kultusministerium im Referat für Politische Bildung tätig, war gekommen, um die Demokratie-Lernstatt zu begleiten.

Rund 60 Lehrkräfte und Schüler von Schulen aus Bad Münder, Hoya, Stolzenau, Scheeßel, Nienburg und Barnstorf sowie einige Sozialpädagogen unter anderem von der Uni Göttingen hatten sich angemeldet, um eigene Projekte zum demokratischen Lernen und Handeln vorzustellen, sich auszutauschen und in Workshops neue Impulse zu sammeln. Von der IGS Oyten nahmen Jugendliche teil, die sich in den Schulprojekten Streitschlichter, Klimaforscher und Schule ohne Rassismus engagieren.

Mit einem Impulsvortrag unter dem Titel „Demokratie lernen – eine Aufgabe für Schule und Jugendarbeit?“ führte Dr. Wolfgang Beutel, Geschäftsführer des Förderprogramms Demokratisch Handeln, nach dem ersten Kennenlernen und der offiziellen Begrüßung ins Thema ein. Bis zum gemeinsamen Mittagessen hatten Jugendliche und Pädagogen Zeit, gegenseitig ihre Projekte für Demokratie in der Schule und darüber hinaus kennen zu lernen und Erfahrungen auszutauschen.

Am Nachmittag standen den Teilnehmenden verschiedene Workshops zur Auswahl: Der Landesjugendring informierte über digitale Werkzeuge für Beteiligung, Mitwirkung und Information, Pädagogen der Medienwerkstatt „Creaclic“ gaben in einer Praxiswerkstatt Tipps zur Umsetzung von Ideen mit Trickfilm oder Fotografie und Rudi Klemm vom Weser-Aller-Demokratiebündnis hatte Hilfreiches für Projektentwicklung, Planung und Umsetzung parat. „Mehr Mut zu Demokratie: Was wünschen sich eigentlich Schülerinnen und Schüler?“ – dazu sammelte Dozent Marius Fischer in seinem Workshop Antworten, während ein Aussteiger Einblicke in die Nazi-Szene gewährte.

pee

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