60.000 Euro Startkapital

Neue Technik: „Hybridalarmierung ist für uns unerlässlich“

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Den Logistik-Gerätewagen der Verdener Feuerwehr nahm der Oytener Feuerwehrausschuss unter die Lupe, bevor er die Anschaffung eines solchen Fahrzeugs für Bassen beschloss.

Oyten  /  Bassen - Jede der beiden Ortsfeuerwehren in der Gemeinde Oyten erhält ein neues Einsatzfahrzeug. Das empfahl der Feuerwehrausschuss des Gemeinderates in seiner Sitzung am Dienstagabend im Bassener Feuerwehrhaus einstimmig.

Zum einen bestellt die Gemeinde für die Freiwillige Feuerwehr Bassen einen Gerätewagen Logistik. Dafür sind 220.000 Euro im Haushaltsplan vorgesehen. Den Bedarf hatte die Ortsfeuerwehr schon vor zwei Jahren angemeldet. Als Anschauungsobjekt diente den Politikern am Dienstagabend der Gerätewagen Logistik der Verdener Feuerwehr, der zur Besichtigung nach Bassen gerollt war. Ohne große Diskussion winkte der Ausschuss den Neukauf durch.

Ebenso die Anschaffung eines neuen Tanklöschfahrzeugs für die Freiwillige Ortsfeuerwehr Oyten. Das neue Fahrzeug soll 2019 das 25 Jahre alte Vorgänger-Fahrzeug ersetzen, das dann seinen Dienst getan hat. 

Oytens Ortsbrandmeister Jens Rebers erklärte dazu: „Die Reparaturkosten steigen nun an. Es hat mehrere Roststellen und erfüllt von der Beladung nicht mehr seinen Einsatzzweck.“ Der Ausschuss empfahl, auf die beiden Haushaltsjahre 2018 und 2019 verteilt die Gesamtsumme von 400.000 Euro für den Kauf des neuen Oytener Tanklöschfahrzeugs bereitzustellen.

Gebührensätze steigen

Auf Nachfrage von Heiko Oetjen (SPD) erklärte Axel Junge, Vize-Verwaltungschef der Gemeinde Oyten, die Verwaltung überarbeite gerade die Gebührensatzung der Freiwilligen Feuerwehr, um abrechnungsfähige Einsätze Verursachern adäquat in Rechnung stellen zu können. Wie andere Kommunen auch werde die Gemeinde Oyten die Gebühren der aktuellen Rechtsprechung anpassen. Sprich: Die Gebührensätze steigen. Den Entwurf der angepassten Satzung will die Verwaltung dem Feuerwehrausschuss in Kürze vorlegen.

Zudem befürwortete der Ausschuss, die „Hybridalarmierung“ in der Gemeinde einzuführen, um auch alle Helfer, die außerhalb des Landkreises in Bremen und anderen Kommunen arbeiten, zu erreichen. Die Feuerwehren Bassen und Oyten funken bereits digital. Jetzt führt der Landkreis die digitale Alarmierung kreisweit ein. Dafür gibt es unterschiedliche Systeme. 

Die Helfer bekommen jetzt eine schriftliche Nachricht auf ihre Meldeempfänger. Aber um sicherzustellen, dass auch die gerade außerhalb der kreiseigenen Infrastruktur befindlichen Einsatzkräfte rund um die Uhr alarmiert werden können, hat sich die Gemeindefeuerwehr Oyten „für die Hybridtechnik als das für die Gemeinde effektivste System entschieden“, sagte Gemeindebrandmeister Thomas Weidenhöfer.

Neues Feuerwehrhaus kommt bald 

Axel Junge bekräftigte: „Für uns ist die Hybridalarmierung unerlässlich. Wir sind darauf angewiesen, um die Einsatzbereitschaft der Wehren zu sichern.“ Das sah der Ausschuss auch so und bewilligte 60.000 Euro für eine Anschubfinanzierung der neuen Technik, die zusätzlich die Mobilfunksysteme mit nutzt.

Weil in den vergangenen Monaten öfter danach gefragt, teilte Vize-Verwaltungschef Junge den Politikern mit, dass die beiden Ortsfeuerwehren Bassen und Oyten insgesamt über 42 Atemschutzgeräteträger verfügen und damit ausreichend versorgt seien. Weiterhin berichtete Junge, die Ortsfeuerwehr Oyten werde bald umziehen: Zu den Sommerferien werde das neue Feuerwehrhaus fertig sein, meinte Junge.

woe

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