Gefährlicher Einsatz für Oytener Feuerwehr bei Hallenbrand

Hitze setzt Giftstoffe frei

Brandeinsatz
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Den Brand hatten die Feuerwehrleute schnell im Griff – als gefährlich erwies sich aber die Freisetzung von giftigem Asbest durch zerplatzte Dachplatten.

Oyten – Zum Brand einer Lagerhalle auf einem Betriebsgelände nahe des Sagehorner Bahnhofs wurde die Freiwillige Feuerwehr Oyten am Dienstagabend alarmiert. Die Ursache des Feuers ist noch unbekannt. Die Polizei ermittelt und bittet mögliche Zeugen um Hinweise unter Telefon 04202/9960. Den Brandschaden schätzen die Beamten auf rund 80 000 Euro.

„Schon auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte die Rauchschwaden sehen und sich entsprechend mit Atemschutzgeräten ausrüsten“, berichtet Tobias Schone, Pressesprecher der Ortsfeuerwehr. Parallel zum ersten Löschangriff in der Halle wurde die Drehleiter in Stellung gebracht. Das Feuer war nach Schones Worten schnell unter Kontrolle und nach etwa 20 Minuten gelöscht. Als arbeitsreiche und gefährliche Besonderheit entpuppte sich jedoch das mit asbesthaltigen Platten gedeckte Dach.

„Durch die Hitze zerplatzten die Dachplatten und setzten gesundheitsgefährdenden Asbest frei, wie die Besatzung des zusätzlich alarmierten Gefahrgutmesswagens aus Achim bestätigte“, schildert Schone. Daraufhin wurde eine Sperrzone eingerichtet und die Halle mit Wasser benetzt sowie mit Schaummittel geflutet, um eine weitere Verbreitung des krebserregenden Giftstoffs zu vermeiden. Sämtliche Einsatzbekleidung, Schläuche und technische Ausstattung wie Atemschutzgeräte mussten am Ende aufwendig separat verpackt werden und werden laut Schone speziell gereinigt – oder teils sogar entsorgt.

Im Einsatz waren rund 30 Oytener Feuerwehrkräfte mit sechs Fahrzeugen sowie weitere Feuerwehrleute aus Achim und von der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus Verden. Das Deutsche Rote Kreuz war vorsorglich mit vier Helfern und zwei Fahrzeugen zur Sicherung der Einsatzkräfte vor Ort. Die Kreisstraße zwischen Oyten und Fischerhude musste wegen des Einsatzes in Höhe des Bahnhofs für etwa drei Stunden voll gesperrt werden.

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